Burg, Brot und Kapelle bei Rheinbach

Vor einer Woche war es soweit: die Reifen am Auto wurden von Winter- auf Sommerreifen gewechselt.
Eine gute Gelegenheit, anschließend noch eine kleine Runde im Rheinbacher Stadtwald zu drehen.

Von meinem ausgewählten Parkplatz ging es über ein Teilstück des Kapellenpfades zur Waldkapelle und anschließend über ein Teilstück des Brotpfades mit Abstecher zur Burgruine Tomburg zurück.

Anbei - ohne viel Text - die Bilderausbeute.

Teilstück Kapellenpfad:

"Was der gebürtige Wormersdorfer Professor Heinrich Joseph Floß, Theologe, Philosoph und Forscher der Geschichte seiner Heimat, im 19. Jahrhundert über die Entstehung des Pilgerweges geschrieben hat, hält der Eifel- und Heimatverein fest: Die Einwohner von Wormersdorf zogen aus Dank für die zweimalige Verschonung vor Brandschatzung durch vorüberziehende Truppen von der Ipplendorfer Kirche in sakramentaler Prozession zur Waldkapelle [Quelle]."









Waldkapelle:

"Am 20. Januar 1681 wurden beim Spalten einer Buche in deren Stamm die Buchstaben des Christusmonogramms IHS entdeckt, die beiden ersten und den letzten Buchstaben des griechischen Namens Jesu. [...] Bereits 1683 wurde am Fundort die erste Waldkapelle errichtet. Im Zuge der Entwicklung der Kapelle zu einer Wallfahrtsstätte baute man 1686 ein Kloster sowie neben die Kapelle 1728 eine Kirche. [...]
Im Oktober 1794 besetzten die Franzosen das Rheinland. Kurz vor der Säkularisation wurde das Kloster 1802 aufgelöst und diente zunächst u. a. als Gaststätte, bis sie 1804 von der französischen Domänenverwaltung verkauft wurde. Kloster und Kirche wurden abgerissen und das Baumaterial versteigert; die Waldkapelle überlebte. 1843 erwarb die Stadt Rheinbach die Kapelle mit dem Grundbesitz und ließ sie ab 1846 wiederherstellen [Quelle]."



Brotpfad:

"Der Eifel- und Heimatverein erläutert: seine Entstehung verdankt der Brotpfad einer Kapitalstiftung Wormersdorfer Bürger aus dem Jahre 1835, die als sogenannte Gertruden- oder Armenstiftung angelegt war.
Demnach wurde am vierten Fastensonntag - Laetare - nach dem Hochamt Brot ausgegeben. Es war Aufgabe der Messdiener, jedem Besucher der Stiftermesse ein Brot zu überreichen.
Nach der biblischen "wunderbaren Brotvermehrung" wurde dieser Sonntag auch "Brotsonntag" genannt. Zu der Stiftungsmesse kamen auch viele Gläubige aus den umliegenden Ortschaften, insbesondere aus der Sürst. Der Weg, den diese Messbesucher nahmen, erhielt daher die Bezeichnung "Brotpfad" [Quelle]."






Tomburg:

"Siedlungsspuren auf dem Tomberg können bis in das 4. Jahrhundert zurückverfolgt werden und lassen auf eine Nutzung durch die Römer schließen. Die Burg entstand um 900 und wurde in späteren Jahrhunderten stark ausgebaut.
Nach einer wechselvollen Geschichte verlor die Burg ab dem 14. Jahrhundert ihre militärische Bedeutung.
Denen von Tomburg, die sich als Raubritter betätigten, diente sie als Rückzugsort.
Nach 1420 gab es durch Erbteilung mehrere Besitzer. Nach einem Streit mit Friedrich von Sombreff, Herr zu Tomburg und Landskron, eroberte der Herzog von Jülich die Tomburg. Nach ihrer fast vollständigen Zerstörung am 7. September 1473 wurde sie nicht wieder aufgebaut.
Bis in die Neuzeit dienten Ruine und Burgberg als Basaltsteinbruch. Dennoch sind ca. 70 % des Tombergs und Teile des Bergfrieds erhalten geblieben. Auch der Burgbrunnen mit einer Tiefe von 46 m ist noch vorhanden, der 1883 vom örtlichen Heimatverein ausgeschachtet wurde. Dabei wurden zahlreiche archäologische Funde, wie steinerne Kanonenkugeln, gemacht.
In den Jahren 2017 und 2018 wurde die Burgruine mit Unterstützung der Stiftung Denkmalschutz saniert [Quelle]."








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