Wanderung Lost Place Hotel Waldenburg

Diese Wanderung bringt Euch aus der Nähe der Straußenfarm zum Lost Place "Hotel Zur Waldburg" und wieder zurück.

Los geht es von einer Abstellmöglichkeit für den Wagen an der Zufahrt zum Golfplatz in der Nähe der Straußenfarm.
So bin ich schon nach wenigen Metern im Wald, welcher auf dieser Wanderung grundsätzlich ein treuer Begleiter sein wird.

Es geht auf einem offiziellen Pfad weiter, den ich noch gar nicht kannte.
Er führt mich alsbald an den Rand des Golfplatzes und ein Stück an diesem vorbei.

Man merkt: es wird langsam wieder grün.

Kurz öffnet sich der Wald.

Möglichkeit für eine Pause.

Als nächsten Wegpunkt sehe ich nun die Waldkapelle Ziertheck bei Bad Bodendorf im Blickfeld auftauchen.

Zitat:

"An der Waldkapelle Ziertheck vereinten bzw. teilten sich einst die Nord- und die Südumgehung der Aachen-Frankfurter Heerstraße um das heutige Bad Bodendorf, in den steileren Arm, der noch heute „Heerweg“ heißt, und den weniger steilen Abstieg durch die Kaiserskammer" [Quelle].

Zitat:

"Der Name „Ziertheck“ sei sprachlich aus der Flurbezeichnung „An St. Giertraudenhecken“ (1610) abgeleitet, die sinngemäß erstmals 1458 als „an sent girde hecken“ erwähnt werde, schreibt Jürgen Haffke in seinem Heft Sinzig-Bad Bodendorf und weist auf das Patrozinium von St. Gertrud von Nivelles bei der katholischen Pfarrkirche „St. Sebastianus“ Bad Bodendorf hin [Quelle wie vor].

Weiter geht es durch den Wald.

Ich sehe das Rheintal in der Ferne auftauchen.

Und da ich nunmehr ein Teilstück des Rotweinwanderweges erreicht habe, findet sich hier auch eine Sinnesbank zum Verweilen.

Nach ein paar "Schleifen" auf freiem Feld geht es wieder in den Wald hinein in Richtung des Viktoriaberges bei Remagen.
Immer wieder bin ich jetzt auf einem Teilstück eines Rundweges des Rheinburgenweges unterwegs.
Es handelt sich um die Apollinarisschleife, welche ich im März 2014 noch mit Balou gewandert bin.

Ich treffe am an einem der beiden jüdischen Friedhöfe oberhalb von Remagen ein.

Nachdem ich den Wanderparkplatz am oberen Ende der Waldburgstraße erreicht habe, gehe ich diese ein kleines Stück hinab nach Remagen und gehe auf dem hier zu erahnenden Weg wieder links in den Wald hinein.

So dauert es auch nicht mehr lange, bis ich auf einem offiziellen Weg auf einen Lost Place - hier: das "Hotel Zur Waldburg" - stoße.

Zitat:

"Das ehemalige Hotel „Zur Waldburg“ auf dem Victoriaberg oberhalb von Remagen wurde im Jahr 1900 eröffnet und 1970 geschlossen. Seitdem verfällt die Ruine immer mehr. Die Mauern sind bereits zum Teil in sich zusammengebrochen. Die Reste sind abbruchreif" [Quelle].

Zitat:

"Seine Existenz hatte die einst weit über Remagen und die Region hinaus bekannte „Waldburg“ der Rheinromantik zu verdanken, jener Gegenbewegung zur beginnenden Industrialisierung mit ihren negativ empfundenen Begleiterscheinungen, die gegen Ende des 18. begann und bis zum späten 19. Jahrhundert dauerte. Diese Bewegung brachte einen Rheintourismus in Gang, der dank der Dampfschifffahrt und der Anbindung der Region ans Eisenbahnnetz bald beachtliche Ausmaße annahm. Auch die Remagener wollten von diesen Gästeströmen profitieren" [Quelle wie zuvor].

 
Zitat:
 
"Ein Pavillon wurde errichtet, eine Terrasse planiert, Sitzbänke wurden aufgestellt[...].
Des immer größer werdenden Zulaufs wegen begann der Verein im Jahr 1898 damit, an Stelle des Pavillons [...] ein Hotel- und Restaurantgebäude zu errichten.
Weil der Zuspruch erheblich war und die Zahl der Gäste immer noch stetig wuchs, wurden bald weitere Investitionen nötig. 1905 sind ein Küchenanbau und ein Abortgebäude errichtet worden, 1908 folgte der Anbau einer Waschküche. 1914 wurden ein Wärmeschrank und eine neue Kochanlage eingebaut.
Nach Nazizeit und Krieg ließ das Gastronomenpaar Restaurant und 17-Betten-Hotel modernisieren. In einen angebauten Nebentrakt wurde eine Doppel-Kegelbahn eingebaut, und westlich des Hauptgebäudes entstand in Holzbauweise eine Halle mit Platz für 1000 Personen. Zur Zeit der Betriebsausflüge in den 1950er Jahren schnauften während der Saison ganze Bus-Konvois aus dem Tal zur Waldburg hinauf. Neben Speisen und Getränken wurden sie dort von Musik, Tanz und Spiel erwartet. Und manchmal gab‘s ein Feuerwerk" [Quelle wie zuvor].

Gegenüber der Ruine befindet sich noch eine Aussicht mit Bank, welche uns den schönen Blick hinab auf den Rhein genießen lässt
Mittig links ist die Apollinariskirche zu erkennen und rechts oben der Petersberg im Siebengebirge.

Es geht an verschiedenen Höfen auf einem Teilstück der Apollinarisschleife weiter.
Was für ein schönes Wetter heute.

Tut das gut.

Für ein kurzes Stück geht es jetzt in Richtung Remagen weiter, bis wir von oben auf die Zufahrtsstraße zum Tierheim stoßen.
Die Apollinarisschleife geht hier rechts hinab.
Da ich irgendwann ja auch mal wieder zum Auto will, gehe ich jedoch links.


So laufe ich auf das Forsthaus Erlenbusch zu und bin ein Stück auf der asphaltierten Straße unterwegs, bevor es am hinteren Randbereich des Geländes der Straußenfarm wieder für ein kurzes Stück in den Wald geht.

Jetzt bin ich in Kürze wieder am Fahrzeug.

Track und Übersichtskarte zur Wanderung: