"Dies und Das" in Beuel

Die Wolfsburg

  • 53225 Bonn - An der Wolfsburg

"Der Name der ehemaligen Wasserburg leitet sich vom Rittergeschlecht der Wolff von Rheindorf ab. Dieses Geschlecht gründete hier im 13. Jahrhundert seinen Stammsitz. Urkundlich erstmals erwähnt wird im Jahre 1334 der Ritter Godart von Rheindorf als Besitzer der Burg. Im Wappen führt das Geschlecht einen von links nach rechts schreitenden Wolf [Quelle]." 

"Die ehemalige Ritter- und Wasserburg war ursprünglich eine mehrflügelige Anlage mit Vorburg.
Der zentrale fast quadratische Wohnturm der Wolfsburg aus dem 13. Jahrhundert bildet den ältesten Teil der Anlage. Das befestigte Herrenhaus war von einem ca. 9,50 breiten Wassergraben umgeben.
An der West-, Süd- und Ostfassade ist das ursprüngliche Mauerwerk aus Drachenfelsgestein (Trachyt) sichtbar. Dieses Steinmaterial, das im Mittelalter Monumentalität ausdrückte, hob die Burg gegenüber den bäuerlichen Holzbauten hervor. Weiteres Baumaterial waren Säulenbasalt und Tuff.
Nach der Zerstörung 1583 im Truchsessischen Krieg (1583 bis 1588 primär zwischen kurkölnischen und bayerischen Truppen ausgetragener Konflikt) erfolgte ein vereinfachter Wiederaufbau der Hauptburg (die Vorburg blieb zerstört).
An den ehemals freistehenden Turm wurde im 17. Jahrhundert ein L-förmiger Anbau angefügt. Weitere An- und Umbauten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und 1932, zum Teil auf alten Fundamenten, ergänzten die Anlage in den folgenden Jahrhunderten, so dass sich die ehemalige Burg heute als ein komplexes Ensemble von unterschiedlichen Gebäudeteilen aus verschiedenen Epochen auf kleinem Raum darstellt [Quelle]."


"Die Wolfsburg steht für eine typische Burganlage des niederen Adels, wie sie vom 11. bis 14. Jahrhundert zur Sicherung der errungenen Territorien, u.a. durch die Überwachung der Straßen, häufig entstanden sind.
Meist im Tiefland gelegen weisen sie die typischen Merkmale einer Wasserburg auf, sind aber oft nicht mehr als befestigte Häuser.
Burgen dieses Typs waren Mittelpunkte kleinerer Herrschaften (die Wolfsburg war dem Stift Vilich zugehörig, welches zur Unterherrschaft Vilich im kurkölnischen Amt Bonn gehörte), die von den Landesherren an ihre Vasallen vergeben wurden.
Die Ritter hatten die Verpflichtung zum Heer- und Hofdienst z.B. des Erzbischofs [Quelle]."

 

Caesar-Denkmal

  •  53225 Bonn - Rheinpromenade / Verlängerung Arnoldstraße

"Bisher ist nicht geklärt, ob bereits der römische Feldherr Gaius Iulius Caesar (100-44 v. Chr.), der ab dem Jahr 58 v. Chr. Gallien und damit das Rheinland eroberte, oder erst Nero Claudius Drusus (der „ältere Drusus“, 38-9 v. Chr.), der um 11 vor Christus in Bonn ein Lager errichtet hatte, der erste Erbauer einer festen Rheinbrücke bei Bonn ist.
Jedoch reicht die römische Vergangenheit Bonns mit Caesar, der bei der Eroberung Galliens die Grenzen des römischen Imperiums bis an den Rhein ausdehnte, weiter zurück. Caesar selbst berichtet, dass er Brücken über den Rhein errichtet hat, um weiter nach Germanien vorzustoßen. Unsicher ist allerdings, ob Bonn der Ausgangspunkt für die rechtsrheinischen Kriegszüge war oder die Brückenbauten im Neuwieder Becken stattgefunden haben [Quelle]." 

 

Doppelkirche in Schwarzrheindorf

  • 53225 Bonn - Dixstr. 41

"St. Maria und Clemens ist eine romanische Doppelkirche in Schwarzrheindorf.
Sie ist insbesondere wegen ihrer reichhaltigen Deckenmalereien eine der bedeutendsten romanischen Kirchen Deutschlands und steht als Baudenkmal unter Denkmalschutz.
Die Oberkirche ist der Gottesmutter, die Unterkirche dem Heiligen Clemens geweiht [Quelle]."

"Die Kirche wurde am 25. April 1151 vom Kölner Erzbischof Arnold von Wied im Beisein des Königs Konrad III. geweiht. Die Entdeckung von Arnolds Grabmal und die Anfang des 21. Jahrhunderts durchgeführte Renovierung der Kirche verdankt Schwarzrheindorf seinem langjährigen Pfarrer Monsignore Karl Königs (1926 bis 2005), der sich um Erhalt und Erforschung der Kirche verdient machte [Quelle]."


"Die Doppelkirche in Schwarzrheindorf gilt als romanisches Kleinod. Ihre Wandmalereien aus dem 12. Jahrhundert in Unter- und Oberkirche gehören zu den besterhaltenen ihrer Zeit. Dabei illustrieren die Zyklen nicht einfach nur Erzählungen aus dem Alten Testament, vielmehr treffen die Kirchenbesucher auf ein ausgeklügeltes System von Bezügen der Bildfelder untereinander. In ihrer Anordnung entsteht mehr Bedeutung als in der Summe der einzelnen Bilder [Quelle].


Bürgermeister-Stroof-Haus

  • 53225 Bonn - Adelheidisstraße 3


"Das Bürgermeister-Stroof-Haus (auch Stroof’sches Haus oder Haus Stroof) war das Wohnhaus und damit der Amtssitz des ersten Vilicher Bürgermeisters Leonhard Stroof (1757–1825); erst 1896 wurde der Amtssitz nach Beuel verlegt. Es steht wegen seines rheinischen Fachwerks und als „ungewöhnliches Architekturzeugnis der Bonner Region“ als Baudenkmal unter Denkmalschutz [Quelle]."



Burg Lede

  • 53225 Bonn - An der Burg Lede 1

"Die Burg Lede im Bonner Ortsteil Vilich war ursprünglich ein romanischer Wohnturm, aus dem sich im Laufe der Zeit eine gotische Wasserburg entwickelte. Sie ist als Bau- und Bodendenkmal ausgewiesen [Quelle]."

"Die frühesten urkundlichen Erwähnungen stammen aus dem 14. Jahrhundert. 1360 wurde der ursprüngliche romanische Wohnturm von Ritter Johann Schillinck zur gotischen Burganlage ausgebaut. Im truchsessischen Krieg 1583 wurde die Burg zerstört [Quelle]."

"Das Stift Vilich kaufte 1761 die Ruine und das dazugehörige Gut. Nach der Aufhebung des Stiftes (1804) ging die Burg zunächst an das Fürstentum Nassau-Usingen, 1806 an das Großherzogtum Berg und 1815 an den preußischen Staat über, der sie 1820 an den Kölner Bankier Herstatt verkaufte. 1904 baute der Industrielle Otto Weinlig die Burg zu einem Landsitz mit Parkanlage nach englischem Vorbild und einer kleineren Gartenparterre aus. 1910 ließ er noch ein Kutscher- und Pfortenhaus errichten. 1930 gelangte die Burg über die Familie de Claer und den Direktor der Dillinger Hütte, Otto Weinlig, an die Gräfin Berghe von Trips [Quelle]."

"Der Name Burg „Lede“ wurde erst Anfang des 20. Jahrhunderts geprägt, als der damalige Besitzer die Burg umbauen ließ. Der Name „Lede“ bezieht sich auf die Bodenbeschaffenheit und leitet sich wahrscheinlich von „Lehm“ ab. Vorher hieß die Burg „Schneckenburg“ oder „Burg Schneckenberg“ [Quelle]."


"Der letzte Eigentümer, Freiherr von Loë, erbte die Burg 1987 von seinem Großonkel Friedrich Graf Berghe von Trips. Kurz nach dem Bezug ließ der neue Besitzer die Burg von Grund auf restaurieren. [...]
Früher konnte ein kleiner Teil der Burg besichtigt werden. Ebenso konnten Teile der Burg für Veranstaltungen gemietet werden. Außerdem befand sich ein Weinladen in der Anlage. In den Sommermonaten stand dem Besucher eine Außengastronomie zur Verfügung.
Aktuell ist die Burg für Besucher bei Veranstaltungen des Vereins der Freunde und Förderer der Burg Lede e.V. zugänglich [Quelle]."


Kommende Ramersdorf

  • 53227 Bonn - Oberkasseler Straße 10

"Die Deutschordenskommende Ramersdorf in Ramersdorf, einem Ortsteil des Bonner Stadtbezirks Beuel, wurde um 1230 gegründet und bestand als Kommende des Deutschen Ordens bis zur Säkularisation 1803. Anschließend gingen die in Ramersdorf erhaltenen Gebäude und Liegenschaften in wechselnden Privatbesitz. Nach einem Brand 1842 wurde die gesamte Anlage im Stil der Neugotik wieder aufgebaut. Einer Bürgerinitiative gelang es Anfang der 1970er Jahre, das Gebäude beim Bau des Autobahnkreuzes von A 59 und A 562 zu erhalten [Quelle]." 

"Der Ort, an dem die Kommende entstand, wird urkundlich das erste Mal im 9. Jahrhundert erwähnt [Quelle]."

"Die Ramersdorfer Kommende gehörte zu den rund 300 Kommenden des Deutschen Ordens, die von 1200 bis 1300 im europäischen Raum im Zusammenhang mit den Kreuzzügen entstanden.
Die wichtigste Aufgabe der Kommende war es, wirtschaftliche Leistungen für den Deutschen Orden zu erbringen. Nach den Kreuzzügen und dem Bedeutungsverlust des Deutschordensstaates entfielen diese Aufgaben. Die Kommende Ramersdorf verlor ihren Konvent und wurde Adelssitz, auf dem der Komtur als einziger Vertreter des Ordens die umfangreichen Besitzungen verwaltete [Quelle]."



 "1940 wurden Schloss und Park an die Deutsche Reichsbahn verkauft und das Inventar der Kommende versteigert.
Den Zweiten Weltkrieg überstanden die Gebäude ohne Schäden, obwohl die deutsche Wehrmacht in der Nähe des Schlosses ein Munitionslager angelegt hatte.
Nach dem Krieg waren in der Kommende zunächst von der britischen Besatzungsmacht verpflichtete Dienstgruppen ehemaliger deutscher Kriegsgefangener untergebracht. Nach dem Abzug bzw. Auflösung der Dienstgruppen richtete die Deutsche Bundesbahn in der Kommende eine Schulungsstätte ein. Bis ins Jahr 1973 fand dort Unterricht und internatsmäßige Unterbringung statt [Quelle]."

 

 Historische Saalkirche Oberholtorf

  • 53229 Oberholtorf - An der Stieldorfer Straße

"Im Ortsteil Oberholtorf wurden Reste einer großen romanischen Saalkirche ausgegraben, die in der 1. Hälfte des 11. Jahrhunderts an der Stelle eines etwas kleineren, über merowingischen Siedlungsspuren aus dem 7. Jahrhundert gestellten Kirchenbaus aus der Zeit um 900 n. Chr. errichtet und nach Umnutzung zu einem herrschaftlichen Gebäude etwa Ende des 13. Jahrhunderts geordnet abgetragen wurde [Quelle]."