Produkttest Furbo Hundekamera

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Anfang November erreichte uns eine freundliche eMail von KARKALIS COMMUNICATIONS, welche  u. a. die interaktive Hundekamera Furbo betreuen.

Schriftzug auf der Originalverpackung

Wir bekamen das Angebot, dieses Gadget zu testen.


Nach einer längeren Überlegung und eMail-Austausch, - mit unserer Anfrage ob wir tatsächlich die richtigen Tester sind (so haben unsere Hunde keine Probleme mit dem „Allein-sein“, Leckerchen gibt es nur durch uns persönlich und ganz wichtig: wir sind keine "Helikopterhundehalter" wie es neudeutsch wohl heißen könnte und wir haben andere Trainingsmethoden) - sind wir so verblieben, dass ich die Kamera somit hauptsächlich aus technischer Sicht betrachten werde.

Für diejenigen, welche nun zufällig auf diesen Blog gestoßen sind, eine kurze Info zum Verständnis:

wir trainieren unsere beiden Hunde im Hundesport (insbesondere Obedience und IPO) und geben in zwei Ortsgruppen des Schäferhundvereins zudem Training (Übungsleiterlizenz Obedience, Ausbildungswart in der SV OG Ebernhahn im Westerwald).


Fußarbeit mit dem Rüden

Auspacken:

Gut verpackt erreicht uns das Päckchen - nebst nettem Anschreiben und "Startleckerchen" - welches das Gadget samt entsprechendem Stromkabel (USB) und -stecker in zwei Ausführungen beinhaltet.

Die Verkaufsverpackung

Packungsinhalt:

  • Furbo Hundekamera
  • Netzteil mit zwei Steckaufsätzen und Adapter
  • USB-Kabel in zwei Meter Länge
  • Schnellanleitung

Teile des Inhaltes - natürlich ohne Herbstlaub

Beworbene technische Spezifikationen laut Verpackungsaufdruck:

  • 1080p HD-Kamera mit
  • Weitwinkellinse mit 160 Grad diagonalem Blickwinkel, sowie
  • 4x digitaler Zoom und
  • Infrarot-Nachtsicht mit LED
  • hochqualifiziertes Audio
  • eingebauter Lautsprecher
  • Internetverbindung 802,11 b/g/n (2,4 GHz
  • Bluetooth Low Energy
  • Strom: 100 - 240 V    (5V2A)
  • Liveübertragung in HD-Video
  • interaktives Leckerli-Werfen
  • 2-Wege-Audio
  • Bell-Alarm
Gadget samt beiliegender Stromkabel und -stecker
Weiterhin besitzt das Gadget eine Bambusholzabdeckung und eine Statusanzeige für den Betriebszustand.

Bambusholzdeckel
Die entsprechenden kleinen Leckerchen - die ja durch die Auswurföffnung passen müssen - werden von oben in das Gerät eingefüllt (ca. einen Kaffeebecher Inhalt passen hinein).
Hinausgeworfen werden jeweils mehrere Leckerchen (drei bis fünf waren es bei uns).

Das Gerät passt sich vom Aussehen her gut an ähnliche Gadgets (z. B. Echo, aber auch Duftspender) an und wirkt nicht "billig", trotz des Kunststoffgehäuses.
Zuzüglich wurde der Deckel aus Bambusholz gefertigt.

Bedienungsanleitung

Einrichten:

Die Hundekamera wird nun mit einer Stromquelle versehen (Stecker samt USB-Kabel anbei) und benötigt diese dann auch die gesamte Zeit, in welcher sie genutzt werden soll bzw. wird.
Aufgrund des USB-Kabels könnte ich mir aber auch eine Powerbank als Stromquelle vorstellen. 

Damit die Kamera natürlich auch von unterwegs angesteuert werden kann, muss sie im heimischen Netzwerk angemeldet werden.

Um die Kamera dann z. B. über das Smartphone / Tablet anzusteuern, benötigt das Gadget noch eine entsprechende App. Wir nutzen hierfür ein Samsung-Handy.
Die gleiche App gibt es natürlich auch im Apple-Store.

Übrigens: einen "Skill" für Alexa sucht man vergebens - obwohl er teils noch auf einigen Verkaufsseiten von Drittanbietern beworben wird.
Es gab wohl mal einen, aber ausser "Leckerchen werfen" waren scheinbar keine weiteren Möglichkeiten vorhanden.




Im Google Play Store auf dem Smartphone den Namen "Furbo" als Suchbegriff eingegeben und schon wird mir direkt die entsprechende App angezeigt.

Der Umfang der App beträgt übrigens derzeit etwa 70 MB an Download.






Nach der Registrierung mit eMail-Adresse und gewähltem Passwort geht es weiter.
Kurze Zeit später kommt auch schon postwendend die Benachrichtigung per eMail.
Eine Bestätigung ist nicht mehr gefordert.





Die App führt uns durch die nächsten Schritte, ...



 ... wobei ich mich frage, warum Standortdienste für die Kamera von Nöten sind.
Eine Erklärung hierzu findet sich leider nirgendwo.
Aber es geht ja auch ohne.

Das WLAN-Passwort sollte schon bereitliegen, da wir die Kamera natürlich im eigenen Netzwerk anmelden müssen.
 


Anschließend baut das Gadget die Verbindung zur Hundekamera auf.

Das ging relativ einfach und dauerte nicht lange.



Sobald die Kamera verbunden ist, lassen sich noch einige Einstellungen vornehmen, die im Grunde selbsterklärend sind.




Unterhalb des Gadgets befindet sich eine Zustandsanzeige (Status Indicator), die in verschiedenen Farbtönen eben jene anzeigt.
In diesem Fall zeigt die Kamera "gelb" an - sie befindet sich somit im Bereitschaftsmodus (Standby).
Wird die Kamera z. B. über das Smartphone angesteuert, dann würde sich die Beleuchtung in "blau" wandeln.


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Laut Antworten auf Nachfragen an Furbo auf der Verkaufsseite von Amazon Deutschland ergeben sich weitere - durch mich ungeprüfte - Angaben (bei Nachfragen bin ich somit nicht der Ansprechpartner!):


Vorab:
Alle diese Angaben ohne Gewähr, da teilweise ungeprüft!

  • WLAN-Verbindung zu Hause und Datenverbindung auf dem Smartphone erforderlich
  • Videoaufnahmen können jeweils bis zur Länge von etwa 60 Sekunden gefertigt werden
  • es können auch mehrere Handys zum Betrieb genutzt werden; sie müssen mit den gleichen Zugangsdaten den Zugriff vollziehen
  • Funknetz ist mit WPA verschlüsselt
  • die Kamera ist fest verbaut und lässt sich nicht drehen; hierfür wäre das Gadget selbst händisch zu drehen
  • die Videoqualität von Furbo kann zwischen SD (Standard Definition) und HD (High Definition) eingestellt werden. HD bietet Ihnen zwar ein scharfes und klareres Bild, verbraucht jedoch möglicherweise mehr Daten als SD.
    Wenn Sie 720p-HD-Qualität verwenden möchten werden Sie ungefähr 29 MB Ihrer Internet-Daten verbrauchen, um Ihr Haustier für 5 Minuten zu beobachten.
    Wenn Sie 360p-SD-Qualität verwenden möchten werden Sie ungefähr 6,6 MB Ihrer Internet-Daten verbrauchen, um Ihr Haustier für 5 Minuten zu beobachten. 







Inbetriebnahme:

Unsere Statusanzeige leuchtet "gelb", also können wir loslegen.


Nachtsicht auf dem Smartphone bei Dunkelheit mit einer Lampe im Hintergrund
Die "Bedienungselemente" auf dem Smartphone in der Ansicht halten sich vernünftigerweise in Grenzen und beschränken sich somit auf das Wesentliche.

Links oben befindet sich eine Datums- und Zeitanzeige.
Links unten können wir zum einen eine Videoaufnahme starten oder ein Foto machen.
Rechts oben hinter den drei Punkten gelangt man an die Einstellungen.
Rechts unten befindet sich der Auslöser für das Mikrophon und die Sprachausgabe.
In der Mitte das Symbol symbolisiert den "Leckerchenauswurf".

Übrigens:
Während eines Trainings im Westerwald haben wir per Smartphone eine Verbindung zur Hundekamera zu Hause aufgebaut.
Auf dem Hundeplatz haben wir in unserem Netz LTE.
Die Verbindung klappte problemlos, ebenso der Leckerchenauswurf etc..

Fotos:

Unbearbeitete Aufnahme bei Tageslicht und Beleuchtung (Deckenlampe)
Wie bei solchen Kameras üblich, hält sich die Bildqualität in Grenzen.
Zum Anschauen der Schnappschüsse auf dem Smartphone ist das noch völlig ok und ausreichend.
Bei der Übertragung auf den PC macht sich die Verpixelung schon bemerkbar.

Ich nutze bei Motorradfahrten eine Actioncam eines renomierten Anbieters.
Fairerweise muss man dazu sagen, dass die Kamerabild-Qualität bei Fotos dort auch nicht besser ist.


nur an den Rändern nachträglich beschnitten

Wie bei Weitwinkelobjektiven üblich ergibt sich eine Verzerrung des sichtbaren Ausschnittes.
Mit 160 Grad zählt das verbaute Objektiv zu den sogenannten "Superweitwinkelobjektiven".




Die Nachtaufnahmen überzeugen mich persönlich eher von der Qualität ...

Umrisse wurde zur Verfremdung nachträglich durch mich verwischt - ansonsten komplette Einstellung Nachtsicht
... wobei man natürlich auch nicht zu viel erwarten darf.
Aber auch das ist nicht unüblich.

Videoaufnahme:

Was mir aufgefallen ist:
Zwischen einer aktuell stattfindenden Sequenz (Bewegung etc.) und der Anzeige eben dieser Live-Sequenz auf dem Smartphone bestand bei uns ein zeitlicher Unterschied zwischen mindestens ein (fast zwei) bis teilweise ganze fünf Sekunden (!!!). Trotz ausreichender Bandbreite, VDSL und aktuellem Samsung S8.
Das wiederum ist bei meiner ActionCam nicht zu bemerken.
Das was live passiert, wird dort auch live angezeigt.
Nicht immer lief zudem die Aufnahme flüssig, sondern zeigte einen abgehackten Verlauf an.

Sprachübertragung:


Sie klingt etwas "blechern" und teilweise mit leichtem Nachhall bzw. Echo.
Die Hunde reagierten aber dennoch auf unsere Sprachmodulation aus dem Hundetraining.

Das gesprochene Wort / der gesprochene Satz wurde(n) ebenfalls mit einem - hier erklärbaren - Zeitverzug von ca. einer Sekunde über das Gadget wiedergegeben.
Teilweise wurden in einem kurzen Satz einzelne Worte nicht übertragen.
Dies ist insofern zu vernachlässigen, da ich die Hunde ja nicht "zutexten" will, sondern nur ein einzelnes Wort mitteilen würde.

Leckerchenauswurf:

Eingangs hatte ich ja schon erwähnt, dass es bei unserem persönlichen Aufbau des Trainings ausschließlich Leckerchen von uns und bei uns gibt bzw. den Hunden klar ist, dass wir diese Ressource selbst verteilen.

Aber Ihr kennt das bestimmt:
Fünf Trainer gleich sieben Meinungen. 😄

Wer also für sich entscheidet, die Leckerchen aus anderen Gründen den Hunden in absentia zukommen zu lassen, der legt den Finger auf das mittig angezeigte Leckerchen und schiebt dieses Symbol auf dem Smartphone in die Höhe.
Bei mir klappte dies nicht immer so gut, was ich aber eher mit meinen "Pfoten" in Verbindung bringe.

Es ist kurz ein elektro-mechanisches Geräusch zu hören und anschließend wirft das Gadget die entsprechenden Leckerchen nach vorne aus.
Gut gelöst ist dabei, dass die Leckerchen nicht zu sehr nach vorne ausgeworfen werden, so dass ich den / die Hunde dann nahe an der Kamera habe - um vielleicht ein Foto zu machen.

Persönliche Gedanken zum Livebild, zur Sprachübertragung und zum Leckechenauswurf:

Ohne ins Detail gehen zu wollen / müssen, wird / sollte dem interessierten Hundehalter bekannt sein, dass ein richtiges oder auch "fehlerbehaftetes" Verhalten innerhalb einer wirklich kurzen Zeit dem Hund rückgemeldet werden sollte.
Also eigentlich innerhalb von zwei Sekunden nach dem Verhalten - eher nach einer Sekunde.

Wenn ich im günstigsten Fall eine zeitliche Verzögerung von nur einer Sekunde bei der Übertragung des Live-Bildes annehme, nunmehr den Hund anspreche (z. B. "klasse" oder auch "nein"), dann vergeht in der Sprachübertragung derzeit auch wiederum eine Sekunde.
Löse ich das Leckerchen aus, vergehen wiederum etwa drei Sekunden und der Hund bekommt seine Belohnung quasi erst nach fünf Sekunden - es sei denn, er ist inzwischen schon darauf konditioniert, das sprachliche Lob als Belohnung anzusehen (equivalent zum Clickern).
Das wäre mir persönlich für ein entsprechendes Training - z. B. zum Abbau nicht gewünschter Verhaltensweisen - zu lang.

Bei einigen - wenigen - Versuchen bin ich auf folgende Werte gekommen:
Liveübertragung etwa fünf Sekunden Verzug, Sprachübertragung bei etwa einer Sekunde.
Leckerchenauswurf knapp vier Sekunden. Deutlich zu lang für entsprechendes reagieren.

Vorsichtshalber habe ich die Hunde an diesen Tests nicht anwesend gelassen.

Bell-Erkennung:

Furbo wirbt mit folgendem Inhalt zu diesem Gimmick:
"Keinen Stress mehr mit den Nachbarn - wenn Ihr Hund bellt, sendet Furbo Ihnen eine Nachricht aufs Smartphone. So können Sie Ihren Vierbeiner direkt beruhigen. Die Empfindlichkeit des Sensors ist regulierbar."

Diese Funktion haben wir nicht ausprobiert, so dass wir zur Funktionstüchtigkeit nichts schreiben können.

Sicherheit:

Furbo (Antwort auf eine Frage eines Kunden bei Amazon) gibt hierzu Folgendes an:

"Sicherheit ist bei der Entwicklung von Furbo immer oberstes Gebot. Furbo stellt eine Verbindung zu unserem Pet Cloud-Dienst her und verwendet 2048-Bit-RSA-private Schlüssel für den Schlüsselaustausch. Dies entspricht dem Verschlüsselungsgrad der meisten Banken. Auf diese Weise kann nur ein berechtigter Benutzer Zugang zu Ihrem Furbo haben. Um die potentielle Bedrohung zu vermeiden, bewahren Sie bitte Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort sicher auf." 
 
Zum Öffnen und Lesen bitte anklicken

Fakt ist natürlich:
Wenn Du die Kamera nutzt, willst Du ja auch sehen, was passiert, wenn Du ausser Haus bist.
Also wird sie eingeschaltet.
Zwar lässt sich die Kamera in den Einstellungen der App auch ausschalten, aber das würde m. E. im Grunde dem Zweck entgegensprechen, den diese Kamera ja schließlich hat.

Mein eigenes Fazit:

Auch hier möchte ich noch einmal wiederholen, was ich Eingangs formuliert habe.
Wir sind keine "Helikopterhundehalter", unsere Hunde haben kein Problem mit dem Allein-Sein, unsere Trainingsmethoden sind anders (aber nichtsdestotrotz sehr erfolgreich - ja ich weiß, Eigenlob stinkt 😃).
Insofern ist dieses Gadget nichts für uns selbst bzw. unsere Hunde.

Insofern danke ich KARKALIS COMMUNICATIONS, dass sie uns - trotz unserer Bedenken - die Hundekamera testen lassen wollten.

Wenn ich also meine vorgeschaltete Erklärung ausblende und die Bewertung der Kamera objektiv bewerten soll, dann ist es mit Sicherheit für den ein oder anderen ein interessantes Gadget mit interessanten Funktionen. 

Bewertung aus meiner Sicht:

Geliefertes bzw. mitgeliefertes Material: 👍👍👍👍👍 (5/5)
Einrichtung per App auf dem Smartphone: 👍👍👍👍👍 (5/5)
Qualität der Fotos: 👍👍👍👍 (4/5 - im Vergleich zu anderen Kameras)
Qualität der Videos: 👍👍👍👍 (4/5 - im Vergleich zu anderen Kameras)
Qualität Nachtsichtmodus: 👍👍👍👍👍 (5/5 - im Vergleich zu anderen Kameras)
Videoaufnahmen: 👍 (1/5 - aufgrund der beschriebenen Probleme)

Wie ich im Netzt nachlesen konnte, gibt / gab (?) es ähnliche Auffälligkeiten mit dem Übertragungsverzug seit / vor (?) dem letzten Update.
Wenn dieses behoben wird, dann ...



Und wenn ich nun Katzen habe (so wie bei uns)?

Rand um die Katze nachträglich verwischt - muss ja nicht jeder sehen, wie es bei uns aussieht ;-)
Funktioniert genauso gut. 😄


Hinweis:


Wir haben die Kamera für den Test von KARKALIS COMMUNICATIONS geschenkt bekommen.
Dies hatte jedoch keinerlei Einfluss auf unsere Bewertung (ich habe mich freiwillig dem Blogger Codex verpflichtet).
Die Furbo Hundekamera wird nun im Anschluss verschenkt.
Vermutlich wird sie das Tierheim Koblenz zur freien Verfügung erhalten.
Ich berichte nach.

Links:

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