Einzeltraining Obedience Rhein-Ahr

Heute fand kein Training in der OG Ebernhahn statt, so dass wir morgens in der OG Rhein-Ahr-Sinzig einzeln mit Jilly und Odin Teile aus Obedience geübt haben.

Ich bedanke mich im Übrigen in das in mich gesetzte Vertrauen bei der gestrigen Jahreshauptversammlung in Ebernhahn und daraus resultierend für die Wahl zum Ausbildungswart der Ortsgruppe.

Nachfolgend möchten wir Euch zeigen, wie wir selbst bestimmte Übungen aufbauen.
 
Ihr kennt das schon: fünf Trainer - zwanzig Meinungen.
Ihr solltet das machen, was bei Euch bzw. Eurem Hund am besten passt.
Und wenn etwas hier dabei ist, womit Ihr etwas anfangen könnt: freue mich.

Und wir freuen uns schon riesig auf ein bald anstehendes "Training unter Freunden" mit einer ganz ganz lieben Person, die uns auf die Finger schauen wird und mit Sicherheit neue Trainingsimpulse setzen wird - und vielleicht auch nur den Kopf schüttelt, was wir schon alles falsch gemacht haben. 😁



Erster Einstieg in die Hürde:

Jilly


Für Jilly war es heute das erste Mal, dass sie über eine Hürde springen sollte.
Also zunächst die alte Hürde (ohne Seitenteile) genommen und auf der Höhe des unteren Brettes stehen lassen. Das sind dann knapp 20 Zentimeter Sprunghöhe.


Beim ersten Testen haben wir dann festgestellt, dass Jilly - wie sehr viele Hunde beim Start in dieser Übung - eher seitlich an der Hürde vorbei will.
Also entsprechend den Startpunkt nahe an die Hürde gelegt und darauf geachtet, dass der Hund zur Mitte der Hürde ausgerichtet ist.
Meine "Anschauung" dahinter: das Überspringen der Hürde verbraucht für die Hunde weniger Energieressourcen, als das "rücksetzen" und "seitlich um die Hürde laufen". Wäre also einfacher.


Umso schöner, dass Jilly dann auch dieser Idee folgt. 😀
Wäre ja sonst auch blöd für mich.


Noch etwas an der Entfernung zur Hürde gearbeitet und schon springt Jilly auch höher.


Damit Jilly es aber dennoch etwas einfacher hat, geht Frauchen gleichzeitig mit über die Hürde.


Wir erhöhen um zehn Zentimeter und nehmen einen gewissen Abstand ein.
Ziel der jetzigen Übungserweiterung soll es sein, dass Jilly über die Hürde geht, kurz danach aber wieder zurück über die Hürde geholt wird.
Prinzip: "Hopp" / "zurück" (wie noch in der alten PO).


 Klappt doch schon recht gut.


Odin


Odin gehört ja eh zur Gattung der "Ich-lebte-früher-in-einer-Hüpfburg", so dass man ihn eher bremsen muss, weil er dann auf Spannung steht und die kleinste - unbedachte - Bewegung von mir die Übung versemmelt.
Ich setze Odin mittig und recht nah zur bzw. vor der Hürde ab und gehe auf die andere Seite (also so wie in der neuen PO).


Da Odin diese Hürde auch noch nicht kennt, nehme ich seinen Triebgegenstand (Ball), um ihn zu motivieren.
Das muss ich natürlich dann auch beizeiten wieder abbauen, wobei ich bei Odin da eher keine Schwierigkeiten sehe.


Ich wechsele jetzt auch wieder in den Part "hin und zurück".
Odin wird wieder nahe zur Hürde mittig abgesetzt.
Ich verbaue den Weg rechts um die Hürde.
Erneut wird er mit dem Ball über die Hürde gebracht ("hopp").


Das Schöne ist: ich muss mich jetzt nicht viel bewegen.
Ja. Ich weiß. Würde mir aber gut tun.😄
Ich führe Odin mit dem Ball wieder "zurück" auf die Startseite und gut ist.


Schicken in die Box


Jilly


Zunächst kurze Wiederholungen des bislang geübten Aufbaus.
Der "Voraus-Stecken" dient wie immer dazu, dass zum Anfang des Übungsaufbaus der Hund lernt, dass nur dort etwas drin liegen kann.
Es liegt nichts am Boden. "Ich brauche nichts suchen", sollte der Hund verinnerlicht haben, wenn nichts drin liegt.
Frauchen geht also mit Jilly an der Leine auf die Box zu, in welcher in diesem Fall Futter liegt.
Sobald Frauchen sieht, dass die Leine lang genug wäre, dass Jilly auf Kommando selber an das Leckerchen kommt, gibt Frauchen das Kommando / den Impuls ("Box").
Letztlich ist dies für uns das Wichtigste bei dieser Übung: der Impuls muss von Frauchen kommen.
Bei Vorführung der kompletten Übung ist dieser Impuls ("Box") das einzige, was von dem ganzen Aufbau noch übrig bleibt.



Und da Jilly diesen Aufbau schon verinnerlicht hat, machen wir die Leine ab und schicken Jilly mit dem Impuls ("Box") schon von ein paar Metern Entfernung in die Box hinein.
Und sind selber überrascht, dass sie dies schon umsetzt.
Das Ablegen bzw. Stehen üben wir separat und bauen irgendwann alles zusammen.


Odin


Bei Odin versuchen wir das gleiche.
Klappt aber mit Leckerchen nur aus direkter Nähe.
Also wechsele ich wieder auf den Ball (ich liebe die gelben Bälle von K9, die sieht man wenigstens) und schon klappt es.


Im Anschluss dann auch "Leine los" und den Abstand vergrößert.
Auch hier üben wir die anderen Parts noch separat.


Senden um eine Pylone

Jilly


Diesen Teil üben wir ja schon recht häufig, so dass es heute nur in eine kurze Wiederholung ging und wir gemeinsam auch ein paar neue Sachen ausprobiert haben.
Die konnte ich dann allerdings noch nicht fotografieren, da ich selber mit eingebunden war.


Aber auch bei Jilly nehmen wir den Ball ins Spiel und lösen die Leine.

Odin


Bei Odin beschränke ich mich heute auf den Geschwindigkeitsaufbau.
Ich setze ihn in entsprechender Entfernung ab und gehe auf die andere Seite der Pylone.


Ich zeige ihm den Ball und rufe ihn zu mir, wobei ich darauf achte, auf welcher Seite Odin die Pylone passiert. Unser Aufbau ist, dass Odin links an der Pylone vorbeilaufen soll und dann rechts um die herumdreht. Scheinbar hat Odin das schon verinnerlicht. 


Kurz bevor Odin auf meiner Höhe bzw. auf Höhe des Balls ist, werfe ich den Ball zurück in die Richtung, aus welcher Odin gekommen ist.
Dabei muss ich natürlich darauf achten, dass ich ihn auf die andere Seite der Pylone werfen.
In Anlehnung an den letzten Satz unter dem vorletzten Bild:
Scheinbar habe ich das schon verinnerlicht. 😋


Stehen


Jilly


Noch eine wirklich kurze Wiederholungseinheit Stehen aus der Grundstellung heraus.


Aus der Ablage bekommt Jilly das noch nicht hin, also üben wir noch den Bewegungsablauf aus dem Sitzen heraus. Dann kennt Jilly das später auch in der Klasse 3. 😃
Frauchen stellt sich vor Jilly und geht dann einen Schritt rückwärts, während Jilly sitzen bleibt.


Jilly wird jetzt - noch mit Leckerchen - zur Körpermitte von Frauchen in das Steh gezogen.
Das Leckerchen wird dafür auf natürliche Kopfhöhe angeboten (Hand zu hoch: Hund setzt sich. Hand zu niedrig: Hund legt sich).
Das Führen zur Körpermitte von Frauchen dient dazu, dass Jilly lernt, dass es nach dem Aufstellen nicht weitergehen kann. Also quasi: nur hinstellen aufgrund der natürlichen Blockade nach vorne.

Zwischendurch und zum Abschluss:

Natürlich wurden die Hunde zwischendurch aufgelockert und zum Abschluss gab es auch noch mal eine Spiel- und Tobeeinheit. Quasi als besonderen "Jackpot" für das längere Training.
Noch ein kleiner Ausschnitt von Bildern.