Ahrbrück Rundweg 6 - reloaded

[8-18-885-8.8-37.0-5259.2]


Im Oktober 2014 bin ich diese Rundwanderung schon einmal mit Balou gegangen und hatte heute Lust, die gleiche Runde mit den zwei neuen Dobermännern zu wandern.
So ging es am Vormittag nach Ahrbrück, wo wir unseren Wagen auf dem Parkplatz der Endhaltestelle der Ahrtalbahn abstellen und unsere Rundwanderung im Gegenuhrzeigersinn starten.


Falls die Parkplätze besetzt sein sollten, so findet sich zuvor in Pützfeld am "Einkaufszentrum" ein größerer Parkplatz in günstiger Nähe zu dieser Rundwanderung.


Wir folgen wiederum diesem Wegekennzeichen, müssen aber feststellen, dass nur noch das erste Drittel sehr gut ausgeschildert ist. An entscheidenden Stellen fehlt es nunmehr leider.
Von daher sollte eine Wanderkarte oder eben ein digitaler Track mitgeführt werden.


Der Anfang unseres Wegstückes führt über den kurzen asphaltierten Weg entlang der Ahr, welche wir hier in Sichtweite über die Brücke queren werden.
Gleichzeitig sehen wir auch schon unser nächstes Teilziel: die Pützfelder Kapelle.


Die Sage von der Pützfelder Kapelle (Quelle):Baustil und geschichtliche Urkunden bezeugen, daß die Pützfelder Wallfahrtskapelle zu Ehren der Schmerzhaften Muttergottes im 17. Jahrhundert erbaut wurde.

Frau Sage aber verlegt die Erbauung der Kapelle in die Zeit der Kreuzzüge.

Auch der Ritter von Pützfeld nahm unter Kaiser Barbarossa am 3. Kreuzzug teil. Sein kaiserlicher Herr ertrank im Flusse Saleph, viele seiner Fahrtgenossen fielen durch das Schwert der Türken; andere wurden durch Pest, Hunger und Durst dahingerafft oder gerieten in Gefangenschaft. Doch der Ritter von Pützfeld entging all diesem Unbill. Sein Schiff trug ihn mit wenigen Gefährten durchs Mittelmeer der Heimat zu. So wie einst das Schiff mit gleichem Kurs des Propheten Jonas, so geriet auch das Schiff des Pützfelder Ritters in einen gewaltigen Sturm. In dieser großen Not legte unser Ritter folgendes Gelübde ab:

„Allmächtiger Gott, wie Du einst dem Sturm auf dem See Genezareth Einhalt botest, so gebiete auch jetzt den stürmischen Wellen! Wenn ich aus dieser Seenot glücklich entkomme, so will ich in Pützfeld meiner Burg gegenüber auf der linken Ahrseite eine Kapelle erbauen."

Der Sturm legte sich; glücklich verlief nun die Heimfahrt. Aber in der Heimat angekommen, vergaß der ungetreue Ritter sein Gelübde. Da meldete der Hirte eines Morgens seinem Herrn, dass das Weidevieh die saftigen Weideplätze des Tales verschmähte und durch die Ahr wate und den gegenseitigen Berghang bestiege. Aber noch wunderbarer sei es, daß das unvernünftige Vieh dort nicht das spärliche Gras abweide, sondern sich hinknie und mit erhobenen Häuptern zum Himmel schaue.

Dem Ritter erschien diese Nachricht unglaublich, jedoch der Augenschein belehrte und bekehrte den Ritter. Jetzt wurde er durch das unvernünftige Vieh belehrt, daß Rinder und Schafe ihren Herrn erkennen, aber der Mensch in seinem Stolz und in seiner Sättigkeit oft den Herrn vergißt. Sofort gab er Befehl, am Orte, wo die Weidetiere dem Herrn die Ehre gaben, eine Kapelle zu bauen.


So entstand die Pützfelder Wallfahrtskapelle.



Wir schauen ein erstes Mal hinab auf Pützfeld ...


... bevor wir wieder hinab auf den Hauptweg gehen und diesem in Richtung Kreuzberg folgen.


Kurz nach diesem Wegstück mit dem Metallgeländer führt uns ... 


... die Wegemarkierung links in die Höhe.


Nach einigen Kehren und Wendungen gelangen wir an einer erste Aussicht mit Sitzgelegenheit, von welcher wir in diesem Fall nach Ahrbrück und in Richtung Hönningen schauen.


Ich erkläre dem Rüden die örtlichen Begebenheiten ... 😁


Wir bleiben im Wald, wobei der Weg etwas schlechter wird.
Einige Fahrzeugspuren sind zu finden.
Im Zusammenhang mit den vielen Regenfällen der letzten Zeit bleibt es so nicht aus, dass es matschiger wird.


Ich bin mir nicht mehr sicher, ob wir noch auf dem richtigen Weg sind, da seit längerer Zeit kein Wiederholungsmarkierungszeichen zu finden ist.
Und dann - mitten im Wald am Weg - findet sich doch wieder ein.
Also doch noch richtig.


So vage erinnere ich mich dann aber doch wieder an dieses einzelne Grundstück auf dem Wanderweg.


What goes up must come down ...
Wir haben die höchste Stelle des Hengstberg passiert, so dass es nunmehr nur noch abwärts geht.


Eine leicht mystische Stimmung baut sich auf, wobei auch die moosbewachsenen Bäume am Rand ihr übriges dazu tun.


Kurz, bevor es endgültig an den Abstieg geht, findet sich noch eine Schutzhütte, die scheinbar auch für Feierlichkeiten genutzt werden kann.


Ein letzter Blick - diesmal in Richtung Pützfeld - und es geht hinab nach Brück, wo wir über die bekannte Steinbrücke ein zweites Mal die Ahr queren und zurück zum Fahrzeug gehen.


Fazit:

Eine Waldwanderung mit wenigen, dann aber schönen Sichten in das Ahrtal.
Bis auf das kurze Stück entlang der Ahr (zwischen Ahrbrück und Kreuztal) keine Menschenseele gesehen.
Ich empfehle eine Wanderung bei schönem Wetter.


Track, Wegbeschreibung, Karte etc.: