Wein und Wasser bei Walporzheim

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Heute haben wir uns aufgeteilt.
Jilly und Biggi hatten eine Morgenrunde in heimischen Gefilden und Odin durfte heute mit mir alleine unterwegs sein.

Und da das Wetter sehr wechselhaft erschien, sind wir auch nicht wirklich weit gefrahren und haben erneut dem Ahrtal unsere Aufwartung gemacht.

Analog zur letzten Tour (Wein und Wasser bei Laach), ging es heute entlang an Wein und Wasser eben bei Walporzheim.


Wir starten wieder einmal auf der Straße "Am Silberberg" in Walporzheim, die zwischen der Römervilla und dem Regierungsbunker zu finden ist.
Als wir aussteigen, werden wir schon von einem heftigen Wind begrüßt.


Wir machen es uns heute auch weiterhin einfach. zunächst folgen wir bis kurz vor Dernau dem Rotweinwanderweg.


Zum Glück geht es zunächst geradeaus. auf dem Boden finden sich teils eisige Flächen.


Zwischendurch einen Blick zurück in Richtung Walporzheim bzw. Bad Neuenahr.


Und an exponierter Stelle noch einen Blick auf das Kloster Calvarienberg, bei welchem wir auf dem Rückweg vorbeikommen werden.


Zwischendurch - hier auf dem Weg zur Aussichtsplattform "Bunte Kuh" - lässt sich auch kurz die Sonne blicken, obwohl in Front die nächste Regenwand schon zu erkennen ist.


Bald haben wir dann auch die Aussichtsplattform erreicht.


Die Bunte Kuh ist eine Felsnase an der Grenze vom unteren zum mittleren Ahrtal oberhalb von Walporzheim. Bekannte Literaten wie Gottfried Kinkel und Ernst Moritz Arndt habe den markanten Fels auf ihren Reisen besichtigt, beschrieben und besungen. Dabei entspringt die Felsnase nicht einer Laune der Natur, sondern sie entstand im 19. Jahrhundert bei der Sprengung für den Straßenbau. Die auffällige Nase hat aber auch Fantasie des normalen Volkes zu Sagen und Legenden angeregt. Auch darum, wie es zu dem Namen "Bunte Kuh" kam, ranken sich Anekdoten und Legenden. Eine davon: Französische Soldaten sollen den guten Wein an der Ahr "C'est bon de gout" gelobt und die Walporzheimer Winzer daraus die Worte "Bunte Kuh" gehört haben (Quelle). 


Weiter geh es und wir sehen schon die beiden nächsten Wegpunkte in der Ferne auftauchen:
zunächst der Altenwegshof ...


... und hernach dann den Försterhof.


Und was wir zunächst aus der Ferne gesehen haben, passieren wir natürlich auf dem kommenden Wegstück.




Die nächste Aussicht ist auch in greifbarer Nähe: die Fischley.



Ein Blick auf den zweitnächsten Ort auf der Runde: Dernau.


Wir sind immer noch auf dem Rotweinwanderweg unterwegs und laufen nun hinab nach Marienthal.


Bereits auf dem "Abstieg" sehen wir die Ruine des Kloster Marienthal auftauchen.


Keimzelle des Weilers war das 1137 von den im benachbarten Mayschoß residierenden Grafen von Saffenburg gestiftetes Augustinerinnenkloster „Mariae vallis“. Besiedelt wurde es mit Nonnen aus dem Klosterrather Mutterhaus in den heutigen Niederlanden. Nach spärlichen Hinweisen in den Klosterrather Annalen unterhielten die ca. 40 Augustinerinnen in diesem ältesten Kloster des Ahrtals sieben Werkstätten, eine Brennerei, eine Bäckerei und ein Gästehaus.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Kloster 1632 von schwedischen Truppen und 1646 durch Franzosen geplündert und beschädigt. Im Anfang des 18. Jahrhunderts wurde das Kloster wieder aufgebaut. Nach der Besetzung des Linken Rheinufers durch französische Revolutionstruppen (1792) flohen die Nonnen 1793. Im Jahre 1801 wurde das Kloster durch den französischen Staat endgültig aufgehoben, die Klostergebäude und Besitzungen wurden 1811 durch die französische Regierung auf Abbruch versteigert. Erhalten ist die Kirche als Ruine [Quelle].
 

Mit einem kurzen Schwenk geht es nun knapp oberhalb weiter in Richtung Dernau.


Kurz vor Dernau verlassen wir den Rotweinwanderweg und begeben uns nach Dernau hinein, wo wir kurz in den Ort hinein müssen.


Es handelt sich aber um zum Glück nur um ein kurzes Stück, dann queren wir die Gleise der Ahrtalbahn und die Ahr selbst, um auf der anderen Seite geradeaus zu gehen.


Es geht erst links und dann den Berg hinauf.
Ein Pfad führt uns nun parallel oberhalb zur Ahr wieder in Richtung Walporzheim.
An einigen Stellen war es jedoch noch glatt auf dem Boden und Vorsicht war geboten.


In den Sommermonaten ist hier einiges mehr an Begegnungsverkehr zu erwarten.


Odin hat - ebenso wie Balou seinerzeit - einen Linksdrang, sprich: er hält meinen Weg frei und will links laufen.
Nicht lustig, wenn links noch Eisflächen liegen und es recht steil hinab geht.
Das macht graue Haare.


Wir laufen zeitweise wieder an der Ahr entlang.
Ob dies die gleiche Bahn ist, die wir in Dernau mit Ziel Ahrbrück gesehen haben ?


Auch wenn das in diesem Bild nicht so gut zu erkennen ist: es war Sch... glatt an dieser Stelle.


Wir passieren einen Wanderparkplatz an der Ahr bei Walporzheim (gleichzeitig auch Parkplatz für ein Teilstück des Ahrsteiges) und gehen hier rechts in die Höhe, um eine kleine Schleife zu drehen.
Diese bringt uns zunächst eine Sicht auf das Kloster Calvarienberg mit "angebautem" Gymnasium.


Ziel der Schleife war für uns das schöne pfadige Wegstück am Wingsbach vorbei, welches uns über mehrere Holzbrücken bringen wird.



Wir laufen nun unterhalb des Klosters vorbei, um an der nächsten Möglichkeit links über die Ahr zu wandern (natürlich auf einer Brücke) und anschließend wieder in den Ort Walporzheim hinein zu gehen.


So laufen wir letztlich an der Römervilla vorbei, gehen rechts die Treppe hoch und anschließend auf der Straße "Am Silberberg" wieder zurück zum Auto.


Track, Karte zum Ausdrucken, Wegbeschreibung etc. findet Ihr hier:

Kommentare

Elke hat gesagt…
Jo, große Teile der Strecke kenne ich auch.
Spike hat auch den Linksdrall und lässt sich nur schwer auf meiner rechten Seite führen. Normalerweise kommt mir das entgegen, weil ich ohnehin meistens links auf dem Weg laufe (keine Ahnung wieso)

Während ich faul auf der Couch sitze, hast Du Dich bewegt "Alle Achtung" ;-)

LG Elke