Wald und Weiten bei Wershofen (Eifel)

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Diese Wanderung führte mich mit dem "Geburtstagskind" Jilly - sie ist nun ein Jahr alt - nach Wershofen zum dortigen Flugplatz.
Ich bin schon des öfteren hier mit dem Motorrad vorbeigekommen und hatte mir irgendwann eine Wanderung in dieser Ecke gebastelt.


Wir parken direkt am Flugplatz Wershofen, einem Sonderlandeplatz ohne Kontrollzone.


Beim Sonderlandeplatz (englisch Special Airfield) handelt es sich in Deutschland um einen Flugplatz, auf dem aufgrund einer Verwaltungsgenehmigung motorgetriebene Luftfahrzeuge generell starten und landen dürfen.
Im Unterschied zu Segelfluggeländen besitzen sie meistens eine ICAO-Kennung und erlauben weiteren Motorflug neben Flugzeugschlepp, Fallschirmspringer-Transport und dem Betrieb von Luftsportgeräten. Im Gegensatz zu einem Verkehrslandeplatz dürfen auf dem Sonderlandeplatz nur der Betreiber und auf Anfrage auch Dritte starten und landen. Es existiert keine Betriebspflicht, Öffnungszeiten sind also nicht vorgeschrieben (Quelle).

Eine Kontrollzone (englisch control zone, international als CTR für controlled traffic region abgekürzt) ist der bis zum Erdboden reichende Luftraum in der unmittelbaren Umgebung eines Flugplatzes, dessen Flugverkehr von einem Fluglotsen kontrolliert wird.
Eine Kontrollzone dient dem Zweck, im Bereich hoher Verkehrsdichte den an-, ab- und durchfliegenden Sichtflug-Verkehr (VFR) mit dem (ohnehin von der Flugverkehrskontrolle geleiteten) Instrumentenflug-Verkehr (IFR) zu koordinieren. Mit Kontrollzonen sind daher vor allem Flugplätze mit hohem Aufkommen an Instrumentenflug-Flugverkehr ausgestattet (Quelle).


Jilly ist gut gelaunt und stochert schon direkt los.
Noch schnell einmal umgedreht und ein erstes Foto vom Flugplatz geschossen.


"Alter! Willst Du jetzt wandern oder fotografieren?"


Um es vorweg zu nehmen: es handelt sich nicht um einen offiziellen und ausgeschilderten Wanderweg. Wer ihn nachwandern möchte, sollte sich den Track am Ende dieses Wanderberichtes herunterladen.
So geht es hier den Wiesenweg hinab zum Waldrand, wo wir unterhalb liegend einen breiteren Waldweg erreichen.


Wir erreichen die Kehre der Fahrstraße zwischen Wershofen und Hümmel, gehen aber direkt wieder scharf links in den Wald hinein.
Irgendwie wird es sehr urig.


Es dauert nicht lange und wir erreichen ein Teilstück der 68 km langen Themenroute "Auf den Spuren alter Mühlen".


Wir queren den Armuthsbach über eine kleine Holzbrücke und sehen schon ein Hinweisschild auf die Hümmeler Mühle.
"Die will ich mir aber jetzt anschauen", sagt Jilly und stochert wieder direkt los.


Recht schnell haben wir die Mühle erreicht.

Die Hümmeler Mühle wurde/wird vom Armuthsbach angetrieben. Drei Generationen hindurch, bis zu ihrem Erliegen im Jahre 1953, war die Mühle im Besitz der Familie Weber. Das Baujahr ist nicht zu ermitteln, es dürfte auf das 18. Jahrhundert zurückgehen. Die Mühle hatte zwei oberschlächtige Räder (Quelle).

Ein interessanter Bericht zur Mühle findet sich hier.


Wir laufen nun parallel zum Armuthsbach.
So macht Wandern Spaß.
 

Unterhalb von Hümmel geht es so in grobe Richtung Lindweiler, bis wir an eine Wegkreuzung gelangen und über eine Brücke über den Bach gelangen.


Direkt an der Brücke finden wir dieses Metallgestell und lesen uns den Text durch:


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Wir folgen ein gutes Stück der Wegmarkierung 16 und gehen auf den Ort Rohr zu. 


Direkt am Ortsrand passieren wir die Rohrer Mühle.


Wir bleiben jedoch am Ortsrand und gehen mit einer Schleife nun auf einem oberhalb liegenden Weg weiter, so dass wir noch einmal einen Blick auf die letztgenannte Mühle werfen können.


Es geht nun ein längeres Stück auf diesem Weg weiter.
Im Gegensatz zu dem Wiesenweg auf dem Weg nach Rohr wird uns dieses Wegstück recht schnell langweiliger zum Wandern.


Um wieder etwas Auflockerung hinzubekommen, beschließe ich, einen Abstecher durch Ohlenhard zu machen.

Ohlenhard wurde erstmals im Jahre 1481 urkundlich als „Olenhart“ erwähnt. Es hat sich vermutlich aus einer Ansammlung von Köhlerhütten gebildet. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Ohlenhard zum Herzogtum Arenberg (Quelle).


Es geht durch den Ort und am linken Rand hinab zu diesem wunderschönen Platz mit Weiher.
Wirklich schön.


Wir laufen ein kleines Stück parallel zum Dreisbach und halten uns an der nächsten Möglichkeit links in die Höhe.
In Höhe des Johannishof queren wir die Fahrstraße von Ohlenhard zum Flugplatz und gehen hinauf an den Waldrand, wobei wir schon wieder das Gelände des Flugplatzes erreichen.


So sehen wir in der Ferne (hier herangezoomt) schon wieder den Tower.


Ich schaue in die Ferne, zoome noch einmal heran und stelle fest: ich kann die Nürburg in der Ferne erkennen.
Eigentlich kein Wunder. Luftlinie von hier sind es nur etwa 16 Kilometer.


Ich schaue noch einmal rechts, zoome wieder heran und blicke auf den Aremberg.


Noch schnell die letzten Meter hinter uns bringen und schon sind wir wieder am Fahrzeug angelangt.


Track, Übersicht, Karte:


Kommentare

Hey ihr Wanderlustigen,

ich freue mich immer über eure Beiträge. Nicht, weil ich bei euch in der Nähe wohnen würde und die Routen nachwandern könnte. Aber die Fotos sind so schön anzusehen und über Jilly freue ich mich natürlich ganz besonders. Ihr Gesichtsausdruck spricht Bände - fotografieren heißt stehenbleiben und Stillstand geht gar nicht. Ein Dobermann hat doch keine Zeit! ;-)

Liebe Grüße,
Mara und Abra
Mungo Mungenast hat gesagt…
Da hast Du Recht.
Ich bin ihr viiiiiiel zu langsam!

Schön, dass Du meinem Blog folgst.

LG: Mungo