Gewitterabbruch Bergheidenweg

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Zwei Mal mussten Dominik und ich unsere gemeinsame Wanderung innerhalb der letzten Wochen abblasen.
An den möglichen Tagen regnete es in Strömen und wir suchten kurzfristig immer wieder nach einem neuen Termin.

Zuvor waren Dominik und ich bereits auf folgenden Strecken gemeinsam unterwegs gewesen:


Irgendwie hat es also zwei Jahre gedauert, bis wir wieder zusammen unterwegs waren.

Kurz vorher abgeklärt, welchen Weg wir gemeinsam gehen wollen: es sollte der Bergheidenweg werden, da Dominik ihn noch nicht gegangen war.

Das erste Mal war ich am 11.08.2013 auf diesem Traumpfad unterwegs gewesen.
Am 30.12.2014 wurde es eine Mischwanderung im Schnee.

An unserem Wandertag war zumindest für den Vormittag noch einigermaßen vernünftiges Wetter gemeldet: bewölkt, ab und an Sonne etc..
Auf den überwiegenden Wetterportalen waren für den Nachmittag Gewitter gemeldet.
Also sind wir kurz vor 10 Uhr gestartet, um ausreichend Spielraum zu haben.

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Am Startpunkt angekommen, war es sehr bewölkt. Mehr aber auch nicht.


So im Nachhinein - beim Sichten der Bilder - muss ich feststellen, dass die Kamera bei dieser Witterung aber schon an ihre Grenzen gestoßen ist.
War es also doch dunkler als wahrgenommen ? Oder hatte ich wieder - versehentlich - etwas verstellt?


Wir gehen den Traumpfad im Gegenuhrzeigersinn und laufen somit schon direkt zu Beginn durch Heidefelder am Naturschutzgebiet Heidbüchel.


Bei allen Wanderungen auf den diversen Heidewegen in der Eifel war zumindest bei der Wanderung Premiere: das erste mal, dass die Heide "geblüht" hat.


Ich bin gespannt, wie die Bilder von Dominik geworden sind.
Er hat eine Vielzahl von Bildern mehr gemacht.


Unterwegs im Heidbüchel.


Es zog sich etwa zu, allerdings befanden wir uns im Bereich der "hellen Wolken".
 

Noch ein letzter Blick über den Heidbüchel ...


... und es geht hinab an die Nette - vorbei an der meistfotografierten Sinnesbank auf diesem Traumpfad.


Ein Blick in die Ferne von Jilly ...


... und ein paar Meter weiter von Dominik. Ich musste das Bild etwas bearbeiten. So dunkel waren die Wolken in Wirklichkeit nicht.


Wir haben die Nette erreicht und mir fällt als erstes auf, dass die Holzbrücke nicht mehr vorhanden ist.
Mir fällt ein, dass ich davon auch von dem Wegepaten erfahren hatte.


Es geht ein kleines Stück weiter rechts und dann über diese Steinfurt.
Jilly geht durch das Wasser durch.
Ob ich das im Winter klasse finden würde, kann ich nicht sagen.


Ein klein wenig später treffen wir an dieser Rastmöglichkeit ein ...


... und überqueren das Rinnsal Selbach mit großem Schritt.


Durch das "Schluchtental" Selbach geht es nun in die Höhe.
Im Wald hören wir, dass Regen eingesetzt hat.
Zunächst meinen wir Flugzeuggeräusche zu vernehmen. Weit gefehlt.
Sobald wir aber die asphaltierte Wegstrecke oberhalb erreicht haben, schüttet es wie aus Eimern.
Keine Chance. Wir sind innerhalb von Sekunden komplett durchgenässt.
Die wasserabweisende Hose versagt komplett.
Die wasserdichten Schuhe haben keine Chance: der Starkregen läuft direkt von den inzwischen nassen Beinen in sie hinein.


Mit nassen Klamotten können Dominik und ich gut leben.
Allerdings blitzt es ohne Unterlass und die Donnerschläge lassen nicht lange auf sich warten.
Dominik und ich bieten auf dem Weg quasi die höchsten Punkte und wir eilen schnell zur Schutzhütte mitten an der Wegstrecke.


Blick nach Links - der Richtung aus der wir gekommen sind.


Wir warten ein paar Minuten, bis der heftige Regen in einen kontinuierlichen Nieselregen übergeht.
Nass sind wir eh komplett - Jilly auch.


Wir haben vor, den Weg nun auch abschließend zu gehen.
Es wäre noch eine Schleife bis und durch die größere Heidefläche beim Dr.-Heinrich-Menke-Park.

Allerdings überziehen urplötzlich erneut eine Vielzahl von Blitzen den Bereich.
Wir sind schon wieder weiter entfernt von der Schutzhütte.

So beschließen wir, die Wanderung abzubrechen und auf schnellstem und möglichst sicherstem Weg den Parkplatz aufzusuchen und uns in das Auto zu begeben.


Ein letzter Blick zurück.

Ein kurzes Stück auf der Fahrstraße und ab in den Wald.
Die Bäume sind hier gleichmäßig hoch und auf dem Weg weit genug von uns entfernt.
Zuvor nimmt die Häufigkeit der Blitze noch einmal deutlich zu. Der Donner erfolgt fast gleichzeitig mit der Entladung. Das macht einen dann doch nervös.
Jilly ist doppelt und dreifach gesichert, damit sie sich nicht aus dem Geschirr entfernen kann.
Interessanter Weise zuckt sie bei den heftigen und unmittelbaren Donnerschlägen zwar genau so wie wir zusammen, ist aber ansonsten völlig ruhig.

Wie kann es anders sein: es schüttet erneut - deutlich kräftiger als zuvor.
Aber das macht uns nichts mehr aus: nasser als nass geht nicht.

Wir erreichen das schützende Auto und ich trockne Jilly unter der geöffneten Heckklappe ab.

Wir verlassen den Ort und fahren in das Kesselinger Tal.
Wie kann es anders sein: hier kommt die Sonne wieder zum Vorschein.

Nichtsdestotrotz hat es mit Dominik wieder mächtig Spaß gemacht.
Aber wir warten nicht wieder zwei Jahre. Einverstanden ?

Hinweise im Internet zum "Verhalten bei Gewittern im Freien":


Track:

Kommentare

Volker Windheuser hat gesagt…
Eieieiei....ich hab an Dich denken müssen, weil Du ja geschrieben hattest, gegen 10 Uhr am Start zu sein und um 11 Uhr war es in Kempenich schon so dunkel, dass mir klar wurde - das kannst Du nur mit viel Glück geschafft haben.

Jetzt wo ich den Bericht lese - Ihr hattet offensichtlich kein Glück.

Witzigerweise hatte es danach aufgehört und zum Nachmittag, wo das Wetter eigentlich schlechter werden sollte, blieb es trocken und gegen Abend kam sogar die Sonne kurz raus.

Wie mans macht... ;-)
Mungo Mungenast hat gesagt…
Gib zu: Du hast den Regen und das Gewitter angelockt.
Lach