Pfade im Rheinbacher Stadtwald

[249-17-765-8.1-773.3-4801.8]


Pünktlich zum Urlaubsbeginn ging es heute auf eine kleinere Runde durch den Rheinbacher Wald.
Hauptsächlich ging es dabei auf einigen der vielen dort vorhandenen Pfade.
Zwei Ziele waren schnell gefunden: die Tomburgruine und die Waldkapelle.



Jilly und ich starten am Waldparkplatz an der Tomburg bei Wormersdorf (Tomburger Straße) und entschließen uns, zunächst dem örtlichen Wanderweg 1 zu folgen, der uns im Uhrzeigersinn die Wanderung beginnen lässt.


So geht es dann auch gleich auf einem schmalen Pfad weiter.


Natürlich gibt es auf dieser Rundwanderung nicht besonders viel für das Auge.
Allerdings können mich auch kleinere Sachen begeistern, wie dieses trockene Flußbett.


Diese Holzstege finden sich immer wieder auf unserer Wanderung.
Durch den dichten Wald ist es angenehm kühl.


Wir gelangen auf den ersten, breiteren Waldweg, dem wir rechts folgen.


Wir erreichen eine erste Freifläche und schauen in die Ferne.
Ok. Ich schaue in die Ferne.


Der Rundweg 1 führt nach Rheinbach hinein.
Zu Beginn kam mir der Gedanke, diesen Rundweg komplett zu gehen.
Allerdings war mir heute nicht wirklich nach "Stadt" bei einer Wanderung.
So freue ich mich auf das oben zu sehende Hinweisschild und biege mit Jilly links auf den Hilberather Pfad ein.


Nach einem kurzen Stück auf diesem breiteren Waldweg geht es jedoch rechts auf einen weiteren Pfad. So gehen wir tiefer in den Wald hinein und halten uns links auf dem Pilgerpfad.


Es folgt ein besonders schönes Wegstück dieser Rundwanderung. Es geht auf dem Pilgerpfad am - wie kann es anders sein - Pilgerpfadweiher entlang.


Hat etwas mystisches.


Mit Sicherheit werde ich mir eine ähnliche Wanderung für eine der nächsten Outdooraktivitäten basteln.


Und wieder ein Steg.


Wir laufen jetzt auf die Waldkapelle zu.


Am 20. Januar 1681 wurden beim Spalten einer Buche in deren Stamm die Buchstaben des Christusmonogramms IHS entdeckt, die beiden ersten und den letzten Buchstaben des griechischen Namens Jesu. Das Scheit wurde ab 1683 in der Jesuitenkirche Mariä Himmelfahrt in Köln und ab 1717 in der Jesuitenkirche Namen-Jesu in Bonn aufbewahrt. Bereits 1683 wurde am Fundort die erste Waldkapelle errichtet. Im Zuge der Entwicklung der Kapelle zu einer Wallfahrtsstätte baute man 1686 ein Kloster sowie neben die Kapelle 1728 eine Kirche. Sie verfügte über einen Grundbesitz von etwa neuneinhalb Morgen (das entspricht etwa 30.000 m²). Sie wurde 1745 von Kurfürst Clemens August feierlich eingeweiht (Quelle).


Vom anliegenden Wanderparkplatz an der Waldkapelle aus folgen wir dem Hinweisschild zur Tomburg und gelangen - ebenfalls hauptsächlich auf Pfaden - zur Burgruine und gehen den Pfad hinauf.


Siedlungsspuren auf dem Tomberg können bis in das 4. Jahrhundert zurückverfolgt werden und lassen auf eine Nutzung durch die Römer schließen. Die Burg entstand um 900 und wurde in späteren Jahrhunderten stark ausgebaut (Quelle).


Nach einer wechselvollen Geschichte verlor die Burg ab dem 14. Jahrhundert ihre militärische Bedeutung. Denen von Tomburg, die sich als Raubritter betätigten, diente sie als Rückzugsort. Nach 1420 gab es durch Erbteilung mehrere Besitzer. Nach einem Streit mit Friedrich von Sombreff, Herr zu Tomburg und Landskron, eroberte der Herzog von Jülich die Tomburg. Nach ihrer fast vollständigen Zerstörung am 7. September 1473 wurde sie nicht wieder aufgebaut (Quelle wie vor).


Bis in die Neuzeit dienten Ruine und Burgberg als Basaltsteinbruch. Dennoch sind ca. 70 % des Tombergs und Teile des Bergfrieds erhalten geblieben. Auch der Burgbrunnen mit einer Tiefe von 46 m ist noch vorhanden, der 1883 vom örtlichen Heimatverein ausgeschachtet wurde. Dabei wurden zahlreiche archäologische Funde, wie steinerne Kanonenkugeln, gemacht (Quelle w. v.).


Wir gehen um die Reste der Burg herum ...


... und genießen die Aussicht - obwohl es recht diesig ist.




Track, Übersicht, Karte:
 

Kommentare