Willkommen an Bord, Jilly!

Seit dem 29. April 2017 bereichert eine junge Dobimaus unser Leben: Jilly.

Die Bilder sind von den bisherigen Tagen zur Auflockerung wahllos in den Text eingesetzt.

Eigentlich war erst frühestens zum Herbst ein Neuzugang geplant - wobei noch nicht sicher war, ob es überhaupt noch einmal ein Dobermann, oder wenn, ein Welpe oder ein Hund aus dem Tierschutz sein sollte.

Die Angst / Sorge, einen weiteren Dobermann an DCM zu verlieren, war einfach zu hoch.
In einer Studie der LMU München konnte bewiesen werden, dass das Vorkommen der Dilatativen Kardiomyopathie (auch Dobermann Kardiomyopathie) bei 58,7 % (!) liegt. Also etwas mehr als jeder zweite Dobermann ist davon betroffen (Quellen: hier, hier (pdf) und hier (pdf)).

Auf der vorausschauenden Suche nach einem Welpen war für uns sehr schnell klar, dass für uns persönlich nur die Zucht der Familie Hellmann (Van da Hell) in Österreich in Frage kommt. Erste äußerst symphatische Gespräche hatten auch schon stattgefunden.

Gleichzeitig bin ich auch schon viele Jahre Mitglied bei Dobermann Rescue Hungaria und hatte hier auch Kontakt zur Vorsitzenden aufgenommen.




So teilte ich mit, dass man an uns denken möge, wenn einmal ein jüngeres Mädchen dort zu vermitteln wäre. Sie sollte hundeerfahren, aber vor allen Dingen katzenerfahren sein.
Gerade letztgenanntes schien mir beim Studium der zu vermittelnden Dobermänner nicht so einfach zu sein. Aber auch nicht unmöglich.

Umso erfreuter war ich daher, als wir nach relativ kurzer Zeit schon eine Rückmeldung erhielten, dass vermutlich genau das passende Mädchen im Refugium in Ungarn Einzug gefunden hatte.
Als ich dann noch hörte, dass sie sieben Monate alt sei, aber vermutlich nicht viel mit ihr gemacht wurde, hatte ich ein Deja Vu. Fast so ähnlich wie seinerzeit bei dem Rüden.

Es war also um uns geschehen.
Nach einigen weiteren Telefonaten und einer Vorkontrolle stand fest: Jilly wird bei uns einziehen.

Tag 1 - für Leckerchen laufe ich auch schon mal "Fuß", auch wenn ich noch nicht weiß, was das ist ... ;-)



So rückte der Tag der Übergabe in greifbare Nähe.
Gerne hätten wir Jilly sogar im Refugium in Ungarn selbst abgeholt.
Wie ich schon mehrfach gehört und gelesen habe, ist dies ein absolut wundervolles Erlebnis.
Da wir aber derzeit keinen Hunde-/Katzensitter für drei Tage zur Verfügung hatten, haben wir Jilly auf halber Strecke abgeholt - wobei auch zwei weitere Familien ihren Dobermann übergeben bekommen haben.
Die organisatorischen Regelungen hierzu waren einfach nur perfekt - bis hin zur telefonischen Betreuung auf der Fahrt. 




Samstag morgens klingelte also um 02:00 Uhr unser Wecker und um etwa 03:00 Uhr ging es auf die Strecke nach Linz in Österreich - wo wir mit den anderen Abholern gegen 12:00 Uhr eingetroffen sind.

Die Hunde wurden durch Zoltan - der an diesem Tag aus Ungarn mit den Hunden angereist war - liebevoll in unsere Hände übergeben.

Anschließend fuhren wir dann mit unseren Hunden das neue "Für-Immer-Zuhause" an.

Tag 1 - Morgenrunde einzeln, hier mit der Hundeoma Inci
Da es noch hell war, fand die Hundebegegnung mit unseren alten Hunden und Jilly zunächst einzeln und dann gemeinsam im Garten statt.
Keine Probleme. 

Noch schnell die Vorsitzende informiert, die schon sehnsüchtig auf eine Nachricht wartete, und dann Ruhe einkehren lassen.

Was für eine hübsche Maus

Wie es sich für den Einzug eines neuen Hundes gehört, war für mich Schlafen auf der Couch angesagt. ;-)
Meine Erwartung, eventuell nicht wirklich zu Schlaf zu kommen, war unbegründet.
Jilly sammelte sich Decken und Katzenbettchen und bereitete sich selbst ein Nachtlager zu.

Tag 2: auch bei Regen schmecken die Leckerchen äußerst gut


Inzwischen ist Jilly den dritten Tag bei uns und wir sind einfach nur glücklich.
Die alten Hunde ignorieren sie noch, da sie aber auch sehr ungestüm ist.
Aber so war es seinerzeit auch bei Draga gewesen. Also alles positiv.

Über die Katzen freut sich Jilly sehr, ist aber auch hier etwas ungestüm. Mit Vollgas zum Nasenküsschen. Lach.
Kriegt sie auch hin.

Tag 2: es regnet immer noch


Jilly wird immer entspannter und lernt zudem viel kennen, sei es der Traktor, der über die Felder fährt, sei es die Müllabfuhr, die durch die engen Straßen fährt und die Tonnen leert, seien es andere Hunde (die sie ganz toll findet) etc..


Tag 2: Abendrunde vor dem Sturzregen


Fazit:

Glücklich. Einfach nur glücklich.
Und wirklich begeistert vom DR-H!
Aber Draga ist immer noch gegenwärtig. Gerade am ersten Tag habe ich Jilly mehrfach mit "Dragi" angesprochen.
Und das Thema DCM bei Jilly? Ende des Jahres werden wir sie proforma das erste Mal schallen lassen.  Und wenn es irgendwann im Laufe ihres Lebens festgestellt wird? Dann ist es so. Hauptsache, sie hat ein schönes Leben!

Kommentare

Dobi-Fan hat gesagt…
Das habt ihr super gemacht, ich drück die Daumen und Pfoten, dass weiterhin alles gut verläuft 🙆 Ein Dobi-Fan aus Euskirchen

Dobi-Fan hat gesagt…
Wir sollten mal gemeinsam mit unseren Dobis wandern 🎒