Rundweg Steinbruch Dungkopf am Rhein

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Aufgrund der für heute angekündigten Hitze ging es noch in den frühen Morgenstunden mit Jilly auf eine Wanderung.
Vorsichtshalber sollte die Rundwanderung zu 90 % durch den Wald und ausserdem zu einem kleinen - versteckt liegenden - See führen.

So kam mir der ehemalige Steinbruch Dungkopf bei Unkelbach Nähe Rhein in den Sinn.
Eine längere Wanderung hierhin hatte ich schon mit Balou und Draga unternommen (Von Aussichten in die Eifel und Seen am Rhein).


Wir parken auf einem Wirtschaftsweg an der L79 zwischen Remagen und Birresdorf, queren die Straße und gehen direkt in den Wald hinein.


So sind wir direkt auf einem Teilstück des "Jakobsweg 1" des Eifelvereins unterwegs.


Natürlich erwarten uns auf unserem Rundweg keine "wahnsinnigen Highlights". Aber heute reicht es mir schon aus, dass die Wege recht unterschiedlich sind.


Wir laufen auf den Rundweg A4 (Remagen) zu und werden ihm nun ein gutes Stück folgen.
Ich bin diesen Weg schon öfter gelaufen. Seit Jahren ist er einfach nur in einem miserablen Zustand.


Keine Markierungen zu finden und teils der Weg nur noch zu erahnen.


Wenigstens trocken, ansonsten hätten wir hier eine "Schlammschlacht" zu erwarten.


Jepp. Richtig geraten. Wir sind tatsächlich noch auf dem A4 unterwegs.


So langsam nähern wir uns dem Dungkopf.


Eine Kurve noch ...


... ja. Ok. Noch eine.


Und schon haben wir das ehemalige Steinbruchgelände erreicht.
Auf der anderen Seite befindet sich ebenfalls ein solches verschlossenes Tor.
Allerdings direkt daneben ist ein einzelnes Tor integriert, welches ohne Schließzylinder ausgestattet ist. Vermutlich könnte man hier auf das Gelände drauf.


Wir gehen jedoch weiter und gelangen nach ein paar hundert Metern an einen nach links führenden Pfad, der uns direkt an den versteckt liegenden See führen wird.



Der Basaltbruch Dungkopf war einst das wirtschaftliche Rückgrat von Unkelbach. Die Gemeinde lebte vom Basalt, der ganze Ort war damit verbunden. Fast achtzig Jahre führten die Schienen der Schmalspurbahn zum Transport von Basalt aus dem Bruch Dungkopf, der den Unkelbachern über mehrere Generationen Arbeit und Brot gab, entlang der heutigen Rheinstraße bis zur Verladestelle am Rhein unterhalb des Fischerhauses am Unkelstein.

Am 26. Mai 1951 fuhr Maschinist Wilhelm Gemein die letzte Fuhre Basalt zum Rhein und brachte dann alle Transportmittel zum Dungkopf zurück. Am folgenden Montag begannen die Arbeiter mit dem Abbau der Gleisstrecke (Quelle).


Noch eine schnelle Erfrischung und wir gehen den Abstecher wieder zurück.


So geht es über einen Wiesenweg und später wieder Wald nun in grobe Richtung Wachtberger Ländchen.


Ein Blick auf die "Kugel" bei Werthhoven (FGAN) und wir gehen zum Auto zurück.



Track, Übersicht etc.:

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