Rotwein und Ahr bei Mayschoß

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Da die Rundwege zum Aufbau für Jilly noch nicht so lang sein sollen, waren wir heute an der Ahr auf einer selbstgebastelten Wanderung unterwegs, die uns von Mayschoß durch die Weinhänge nach Laach und an der Ahr zurück führte.


Jilly und ich parken auf dem entsprechenden Parkplatz am Bahnhof Mayschoß und starten die Wanderung im Gegenuhrzeigersinn.
Auf den Wanderungen entfernt von unserer Hausstrecke sichere ich sie weiterhin dreifach ab.
Wir überqueren die Ahr, um auf der gegenüberliegenden Straßenseite langsam in Höhe der Weinreben zu gelangen.


Recht schnell haben wir die asphaltierten Straßen hinter uns gelassen und gehen langsam und in Kurven in die Höhe.


Während wir uns langsam in die Höhe "schrauben", schauen wir auf Teile von Mayschoß hinab.

Mayschoß wurde 1106 erstmals urkundlich erwähnt unter dem Namen Meinscozen. Es gehörte bis Ende des 18. Jahrhunderts, zuletzt gemeinsam mit Laach und der Ruine Saffenburg zur reichsunmittelbaren Herrschaft Saffenburg, die Gemarkung Mayschoß umfasste eine Fläche von 567 Hektar (Quelle).


Wir gehen nun durch die Weinberge. Der Schiefer konnte noch nicht genügend Wärme speichern und abgeben, so dass wir unbeschwert wandern können.


Wir laufen nun auf den Ort Laach zu und schauen auf die St.-Anna-Brücke (mittig rechter Bildrand).
Über diese werden wir den Wendepunkt der Rundwanderung einleiten und wieder zurück nach Mayschoß gehen.


Jilly schaut schon einmal auf die Freifläche mit dem einzelnen Haus (mittig linker Bildschirmrand).
Genau an diesem Haus kommen wir auf dem Rückweg vorbei.


Doch zunächst geht es weiter in Richtung Laach.
Der Wein hat noch einiges vor, bis er im Herbst verarbeitet werden kann.


Unser Weg führt uns jetzt direkt in den kleineren Ort Laach hinein.

Der Ort Laach wird erstmals im Jahr 1300 als Lagge überliefert. Laach gehörte zur Herrschaft Saffenburg und kam bei der Teilung im Jahr 1417 an Craft von Saffenburg (Quelle).


Die St.-Anna-Brücke in Laach, über die der Ahr-Radweg verläuft, wurde aus dem Holz heimischer Douglasien gebaut. Nachdem der Bau 2004 begonnen hatte, war die 460.000 Euro teure Brücke vor Ostern 2005 fertig. Im Juli 2005 wurde sie eingeweiht. Insgesamt hat die rund 30 Meter lange Konstruktion eine Durchfahrtshöhe von etwa vier Metern und eine Breite von 3,5 Metern. Alles in allem ist die Brücke sechs Meter hoch. Die Brücke überspannt die Ahr mit einer Länge von 29,20 Metern. Mit ihren gewaltigen Längsträgern gilt die Brücke als größte Ganzstammbrücke Deutschlands. Sie ist Referenzobjekt der Europäischen Holzroute (Quelle). 


Genau diese Brücke erreichen wir dann auch ...


... und überqueren auf ihr die Ahr.


Wir halten uns nun links und teilen uns ein kurzes Stück den Ahrtalweg gemeinsam mit dem Ahr-Radweg.


Unterwegs passieren wir dann auch Ziegen mit Nachwuchs.
Jilly ist ruhig, aber sehr neugierig.


Der Ahr-Radweg führt nach links, wir folgen jedoch dem Ahrtalweg, der durch den kleinen Tunnel geradeaus führt und leicht zu übersehen ist.


Der Ahrtalweg führt hier auf diesem Pfad rechts neben den Gleisen der Ahrtalbahn entlang, während der Radweg links davon verläuft.


Ich spitze die Ohren und werde belohnt: ein lauter werdendes Geräusch zeigt an, dass die Ahrtalbahn gleich passieren wird.
Und tatsächlich. Da kommst sie auch schon.


Jilly wird nervös und möchte am liebsten nach hinten weg.
Da ich jedoch seelenruhig stehenbleibe, schaut sie mich an und kommt wieder nach vorne.


Für ein kurzes Stück führt der Ahrtalweg direkt an den Gleisen entlang.
Da es sich hier um eine eingleisige Strecke handelt und die Bahn gerade durch ist, kann Jilly auch in Ruhe weitergehen.


Wir laufen nun wieder direkt auf Mayschoß zu.
In direkter Nähe ragt die Burgruine Saffenburg vor uns auf.
Eine kurze Überlegung und ich entschließe mich, mit Jilly noch diesen Abstecher zu gehen.
Jilly läuft normal, zeigt keinerlei Anzeichen von Erschöpfung oder Gangbildänderungen.
Also auf.


Einzig eine einzelne Wanderin, die nach dem Schießen eines Fotos ihre Kamera wieder einsteckt und nunmehr die Trekkingstöcke zur Fortbewegung nutzt, verunsichert Jilly sichtlich.
Aber auch das bekommt sie schnell wieder in den Griff.


Es geht jetzt hinauf zur Burgruine Saffenburg.

Die Saffenburg, auch Saffenberg genannt, ist die Ruine einer hochmittelalterlichen Höhenburg auf 253 m ü. NN in der Ortsgemeinde Mayschoß im rheinland-pfälzischen Landkreis Ahrweiler. Sie ist die älteste Burgruine des Ahrtals und steht oberhalb des Ahrtals.
Die Burgruine befindet sich auf einem langgestreckten Felsmassiv, das an drei Seiten von der Ahr umspült wird. Die Anlage hat eine Länge von 260 Meter und eine Breite von 80 Meter an der breitesten Stelle. Die Burg bestand aus zwei Vorburgen und der Kernburg, die untereinander durch tiefe Halsgräben getrennt waren. Das Ausbruchmaterial der Halsgräben wurde als Baumaterial verwendet.
Heutzutage sind nur noch Grundmauern, die scheinbar nahtlos in den Felsen übergehen, von der Burg erhalten. An einigen Stellen zeigen noch Böschungen an, wo früher einmal eine Mauer verlief. 2004 begann eine grundlegende Sanierung der mehr und mehr verfallenden Grundmauern. Seit 2007 ist die Burgruine wieder öffentlich begehbar (Quelle).


Seit einiger Zeit gibt es dort auch eine bewirtschaftete Hütte, die zu bestimmten Zeiten geöffnet ist (siehe hier).


Wir sind vor den Öffnungszeiten unterwegs.
Allerdings kommen uns auf dem Weg immer mehr Wandergruppen entgegen.


Da wir mit diesem Abstecher insgesamt auf etwas mehr als 6 km Wanderung kommen, möchte ich die Gelenke von Jilly beim - wenn auch kurzen - Aufstieg über diese Stufen nicht belasten.


So gehen wir wieder zurück und beenden die Wanderung wieder am Bahnhof in Mayschoß.

Für heute schien es genau die richtige Entfernung für Jilly zu sein.
Sie war müde, aber nicht erschöpft.
Gerade fordert sie mich wieder zum Spielen im Garten auf. 

Track, Übersicht, Karte ...:

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