Rhein und Ahr

[167-17-683-6.5-542.1-4570.6]

Ab dem Mittag waren schwere Gewitter angekündigt und es war schon recht warm am frühen Morgen.
So ging es nach Remagen-Kripp an den Rhein, zur Mündung der Ahr in den Rhein und letzlich in einer Schleife beidseitig der Ahr zurück.


Wir parken in der Nähe der Fähre in Remagen und schauen auf die andere Rheinseite nach Linz am Rhein. Linz in Österreich hat Jilly ja schon kennengelernt. ;-)


Zunächst wollen wir jedoch der Ahrmündung in den Rhein unsere Aufwartung machen.
Die Ahr ist ein etwa 85 km langer Nebenfluss des Rheins, der in Blankenheim entspringt.
Die Ahr-Mündung liegt in der Ebene Goldene Meile auf dem Gebiet der Stadt Sinzig.


Kurz vor der Holzbrücke gehen wir an die Mündung hinab.


Eine erste Erfrischung für Jilly in klarem Wasser.


Es geht wieder hinauf auf den kombinierten Rad- und Wanderweg und links über die Holzbrücke weiter.


Blick über die Mündung der Ahr in den Rhein.


Weil es so schön ist, beschließen wir, noch etwas am Rhein zu bleiben.
Jilly ist sichtlich interessiert.


Es muss alles inspiziert werden.


Interessanterweise interessieren sie die Schiffe überhaupt nicht.


Noch ein letzes Bild für heute vom Rhein und wir gehen in das Naturschutzgebiet Goldene Meile hinein.


Schutzzweck für das Naturschutzgebiet ist gemäß § 3 der aktuellen Verordnung vom 23. Juni 1981 „die Erhaltung des natürlichen Mündungsgebietes mit seinen Wasser-, Sand- und Schlammflächen sowie als Lebensraum seltener in ihrem Bestand bedrohter wildwachsender Pflanzen und seltener in ihrem Bestand bedrohter Tier-, insbesondere Vogelarten aus wissenschaftlichen Gründen.“ Mit der Unterschutzstellung sollte das Gebiet, dessen Erscheinungsbild sich durch natürliche Flussdynamik auch heute noch fortwährend wandelt, langfristig gesichert werden. Durch freies, vom Menschen unbeeinflusstes Mäandrieren, ständiges Auf-, Ab- und Umlagern von Schlick-, Sand-, Kies- und Schottermassen sollten die Voraussetzungen für das Überdauern flussauentypischer Pionierbiozönosen geschaffen werden (Quelle).


Auf der Goldenen Meile waren 1945 die alliierten Kriegsgefangenenlager Remagen und Sinzig.
Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs legten die amerikanischen Truppen längs des Rheins Gefangenenlager für deutsche Soldaten an. Bei der Eroberung des Rheinlandes gerieten 250.000 deutsche Soldaten in Kriegsgefangenschaft, nach der Zerschlagung des Ruhrkessels kamen weitere 325.000 hinzu. Ab Mitte April 1945 wurden rund 660.000 Deutsche in diesen Lagern gefangen gehalten. Die Amerikaner – selbst von Versorgungsengpässen betroffen – sahen sich nach dem Zusammenbruch der Westfront in der Verpflichtung, neben den zwei Millionen eigenen Soldaten die deutschen Kriegsgefangenen unterzubringen und zu versorgen. Die „Rheinwiesenlager“ sollten als Durchgangslager für die provisorische Unterbringung der Gefangenen dienen. Die „Goldene Meile“ war eines dieser Lager (Quelle).


Wir sind sehr früh unterwegs, doch die Sonne strengt sich mächtig an.
Also langsamer gehen.


Schnell kommen wir auf den Pfad, der direkt an der Ahr entlangführt und Schatten bietet.


Später werden die Pfade allerdings sehr "abenteuerlich".
Sie sind fast zugewachsen und die Brennesseln stehen hier an einigen Stellen links und rechts des Pfades bis zu 1,30 m Höhe.


Wenn wir schon mal am Wasser sind, kann Jilly sich auch wieder erfrischen.


Das klare Wasser macht Jilly viel Spaß.


...


Ok. Ich habe das verstanden.
Ab sofort weitere Strecken am Wasser für Jilly raussuchen.


Nachdem wir den "Gestrüpp-Pfad" hinter uns gelassen haben, gehen wir wieder zum Parkplatz zurück.


Track, Karte, Übersicht:

Kommentare