Extra-Rundtour Vinxtbachtal (Eifelleiter)

[64-17-580-16.5-258.0-4286.5]


Es stand erneut eine Wanderung an, die ich aufgrund der Länge mit den alten Hunden bislang nicht gegangen bin.

So ging es alleine nach Königsfeld, da sich hier der Startpunkt der Eifelleiter Extra-Runde namens Vinxtbachtal befindet.





Dieses Wegekennzeichen wird uns den Weg im Uhrzeigersinn - natürlich auch umgekehrt - weisen.

Die Ausschilderung ist als recht gut zu bezeichnen.




Der Startpunkt dieser Extra-Rundtour befindet sich in dem historischen Ort Königsfeld.




So geht es nach dem Start am Vinxtbach entlang, wobei ich über diese Holzbrücke geleitet werde.




Schade, dass die Sonne noch keine Chance hat.

Solche Wege gefallen mir.




Ich passiere zwei Gatter und einen Weiher, wobei sich genau dazwischen freilaufende Schafe befinden.




Vom breiteren Weg werde ich nun im Zickzack wieder hinab zum Vinxtbach geführt.



Zwischendurch passiere ich zwei Informationstafeln der Geo-Route D.




Bislang geht es stetig in die Höhe, wobei ich mit Weitsichten belohnt werde.


Etwas rar gesät fand ich persönlich die Bänke auf der gesamten Rundwanderung.

Da ich solche aber auf Wanderung zu 99% eh nicht nutze, ist mir dies aber nicht wichtig.





Genießen.




Recht bald habe ich dann das Rodder Maar erreicht.










Das Rodder Maar, das im Lauf seiner Geschichte ein Wechselspiel von Bewässerung und Trockenlegung, landwirtschaftlicher und forstwirtschaftlicher Nutzung erlebte, ist von 1996 bis 1999 renaturiert worden. Seitdem ist das südwestlich von Rodder gelegene Maar mitsamt seiner Flora und Fauna zu einem beliebten Naherholungsziel geworden, das den Erlebnis- und Erholungswert des Brohltals gesteigert hat. Unter anderem haben sich dort Kiebitze und Stockenden sowie Grau- und Silberreiher angesiedelt. 

Vor rund 100.000 Jahren entstand ein trichterfoermiger Kessel, der sich nach und nach mit einer bis zu 15 Meter dicken Tonschicht füllte und damit wasserundurchlässig wurde. Ob das Maar vulkanischen Ursprungs ist, ist ebenso wenig bewiesen wie die Behauptung, das Maar habe seinen Ursprung einem Meteoriteneinschlag zu verdanken.
Jahrhunderte lang wurde das Maar von der Herrschaft auf Burg Olbrück als Fischteich genutzt. Bis etwa 1800. In der darauffolgenden Zeit ist das Maar immer wieder entwässert und urbar gemacht worden, um Feldfrüchte anzubauen. Besonders in Notzeiten wie dem Ersten und Zweiten Weltkrieg legte man das Maar trocken, um Weideland zu gewinnen. Gegen 1960 hat man im Maar wasserziehende Fichten angepflanzt und so das trocken gelegte Maar aufgeforstet. Doch mit zunehmendem Wachstum und Kronenschluss der Fichten wurde der Boden beschattet und durch Rohhumusbildung versauert. Die seltenen Pflanzen- und Tierarten, die dort vor der Trockenlegung heimisch waren, gingen nach und nach zurück. Deshalb beschloss man, das Maar wieder zu renaturieren. 

So wurde der größte Teil der Fichten 1996/97 gefällt. Nach einem sehr feuchten Herbst und Winter 1999 hat sich das Maar wieder erholt und bietet heute eine Wasserfläche von fünf bis sechs Hektar Größe. Viele der seltenen Feuchtland gebundenen Pflanzen und Tiere haben sich wieder angesiedelt (Quelle). 







Ich treffe am Rodder Maar auf die Eifelleiter und nun geht es ein gemeinsames Wegstück gemeinsam weiter.











Links von dem Wanderweg begleitet mich die Burgruine Olbrück nun ein gutes Stück des Weges.





 

Es geht vorbei am Königssee.

Wer mag, kann hier über einen Abstecher an den See selbst gehen, muss aber das gleiche Stück wieder zurück.

Hier ein Bild mit meiner vor kurzem verstorbenen Hündin, mit der ich dort schon war.





Der Königssee entstand durch Menschenhand. Die Einheimischen in Oberdürenbach und Umgebung sprechen noch heute vom „Steimerich“ (Steinberg), wenn sie den Königssee meinen. Der „Steimerich" war die tertiäre Domkuppe des Basaltvulkans Steinberg. Bis ins Jahr 1943 baute die Steinhandel Rauen AG aus Mülheim an der Ruhr dort im Tagbau Säulenbasalt ab. Dabei entstand ein kraterförmiger Trichter. Beim Abbau wurden zwei unterirdische Quellen freigelegt, die täglich bis 30 Kubikmeter Wasser lieferten, das morgens herausgepumpt werden mussten. Als der Steinbruchbetrieb im Jahr 1943 eingestellt wurde, füllte sich der Trichter allmählich mit Quellwasser. Heute hat der See eine Länge von 180, eine Breite von 80 und eine Tiefe von bis zu 30 Meter sowie eine Oberflächengröße von rund einem Hektar (10.000 Quadratmeter). Bereits während des Zweiten Weltkrieges wurde in dem See gebadet. In den 1950er-Jahren wurde das Gelände an die Firma Horst & Jüssen verkauft. Heute gehört der an der touristisch wichtigen Geo-Route "Olbrücker Burgpanorama" liegende See einem Geschäftsmann aus dem Kreis Mayen-Koblenz (Quelle). 







Ich erreiche den Ortsrand von Oberdürenbach und es geht weiter in die Höhe, allerdings auf weichem Wiesenboden.

Einfach nur schön!





Mein nächstes Wegziel ist erreicht: der Aussichtsturm am Weiselstein.


 Es geht 46 Stufen in die Höhe.

In der Ferne erkenne ich - stark herangezoomt - das Radom der FGAN in Wachtberg und rechts dahinter - hier unscharf zu erahnen - den Posttower in Bonn.




Noch ein Blick auf die heruntergeschnittene Wacholderheide.



Und weiter geht es in grobe Richtung Schalkenbach.

Die Sonne lässt sich sehen, die Landschaft gefällt.


Dennoch wird es noch einmal kurzfristig anstrengender:

ein steilerer Aufstieg erwartet mich.

Ich habe mal versucht, diesen real zu fotografieren. Dank digitaler Wasserwaage in der Kamera.




Bald schon sehe ich den Ort Königsfeld vor mir auftauchen.




Doch zunächst passiere ich noch den "Schauinsland-Panoramablick".




Vorbei an ein paar Keramiken von der gleichnamigen Keramikroute ...




... geht es nun hinab nach Königsfeld.




Auch andere interessante Figuren können entdeckt werden.




Und schon haben wir den Start- und Endpunkt der Rundwanderung wieder erreicht.



Fazit:

Eine wirklich schöne Rundwanderung mit hohem Wiesenweganteil und verschwindend geringen asphaltierten Wegstücken.
Für entsprechend fitte Hunde empfehlenswert.
Es müsste aber dennoch ausreichend Flüssigkeit für die Hunde mitgeführt werden.
Die natürlichen Bäche sind sehr rar gesät.


Ähnliche Touren in Königsfeld und Umgebung:

> die Keramikroute

> die Geo-Route V

> Rodder Maar und Königssee

> Dedenbach Rundweg 2



Track, Übersicht, Karte etc.:

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