Rheinauhafen und Schokoladenmuseum Köln


Nach der sonntäglichen Hunderunde über die Felder wollten wir noch etwas anderes unternehmen.
Und da wir noch nie im Schokoladenmuseum Köln waren, ging es daher dort hin.

Die Hunde hatten daher Siesta.

Das Ganze haben wir mit einem klitzekleinen Rundgang im Rheinauhafen verbunden, einer ehemaligen Hafenanlage in der Kölner Südstadt, die heute als Wohn-, Büro-, Dienstleistungs- und Gewerbegebiet genutzt wird.





Über die Halbinsel „Werthchen“ verläuft die Straße Im Zollhafen, an der auch die Kranhäuser liegen. Ihre südliche Fortsetzung heißt Anna-Schneider-Steig, weiter südlich heißt die Straße schließlich Agrippinawerft. Die Severinsbrücke führt über die Halbinsel hinweg (Quelle).

Der heutige Rheinauhafen besitzt keine Hafenfunktion mehr, sondern ist ein Wohn- und Gewerbegebiet. Der vorhandene Gebäudebestand wird durch Büros/Dienstleistungen (51 %), Wohnungen (31 %) sowie Kunst und Kultur (18 %) genutzt. Insgesamt entstanden hier 2200 Arbeitsplätze, rund 1500 Personen wohnen im insgesamt 235000 m² umfassenden Areal (Quelle wie vor).






Als Hafenanlagen dienten in der Gründerzeit zunächst die am Rhein gelegenen Uferschutzanlagen. Der „Napoleonhafen“ / „Franzosenhafen“ entstand als Winterhafen während der Franzosenzeit bis 1813. Im Frühjahr 1811 entstand nördlich von St. Kunibert der erste Bassinhafen, ein Sicherheitshafen, der Ende 1813 benutzt werden konnte (Quelle w. v.).


Eine starke Veränderung der Verkehrsabläufe auf dem Rhein ergab sich aus der Umstellung von der Treidel- auf die Dampfschifffahrt.

Am 12. Juni 1816 gelangte das englische Dampfschiff „Defiance“ („Die Herausforderung“) von James Watt bis Köln (Quelle w. v.).


Im Herbst 1817 befuhr James Watt mit der „Caledonia“ den Rhein und erreichte im Oktober 1817 von Rotterdam kommend Köln. Im Juli 1821 hatte das erste Dampfboot die Fahrt auf dem Rhein von Rotterdam bis Köln in knapp 6 Tagen zurückgelegt (Quelle w. v.).





Eine interessante Symbiose zwischen Alt und Neu.


Wir haben das Schokoladenmuseum erreicht und entrichten den Eintrittspreis von 9,- € pro Erwachsenen.

Wie wir feststellen, ein sehr großer Anziehungsmagnet für Eltern und sehr (!) viele Kinder.

Et is jet laut!

Das korrekt als Imhoff-Schokoladenmuseum bezeichnete Gebäude ist ein kulturgeschichtliches Spezialmuseum für Schokolade. Das Ausstellungsgebäude beherbergt unter anderem eine Sammlung zur Geschichte der Schokolade und eine Dauerausstellung zur modernen Schokoladenproduktion (Quelle).











Gründer des Museums war der Kölner Schokoladenfabrikant Hans Imhoff. Die ihm mehrheitlich seit Januar 1972 gehörende Stollwerck AG war einer der führenden, historisch wichtigen Schokoladenhersteller weltweit (Quelle wie vor). 






Der "Sarotti-Mohr".










1918, im Jahr des 50. Firmenjubiläums, tauchte der Mohr als Markenfigur zum ersten Mal auf, und zwar auf Verpackungen in Gestalt von drei Mohren mit Tablett. Diese Darstellung zählt zu der bekanntesten Werbestrategie der ausgehenden Kolonialzeit, in der die bildliche Werbung im Entstehen war. Dabei erfreute sich bei vielen deutschen Firmen die Abbildungen von Afrikanern, die oftmals zwar für ihre Exotik bewundert wurden, aber auch immer als "Minderwertige" und "Wilde" gezeichnet wurden. Die Exotik sollte die deutsche Bevölkerung im Kaiserreich an ihre Kolonien erinnern, aber auch als Blickfang dienen, um die Kauflust zu steigern. Zwei Jahre später wurde der Grafiker Julius Gipkens damit beauftragt, ein neues Firmenlogo zu entwickeln; der Eintrag im Markenregister erfolgte 1922.
Der Sarotti-Mohr wurde in den 1960er Jahren durch Fernsehspots zu einer populären Werbefigur, mit der die Marke bis heute verbunden wird. Er wurde oft kritisiert, da manche in der Figur des Dieners rassistische Stereotype sahen. 2004 wurden daher alle Produkte umfangreich neugestaltet, der Sarotti-Mohr wich dem „Sarotti-Magier der Sinne“. Statt eines Tabletts in der Hand wirft die Figur auf einer goldenen Mondsichel Sterne in die Luft, außerdem hat der Magier eine goldene Hautfarbe (Quelle).








Die lila Kuh von Milka.









 
Schon 1901 wurde auf einer Schokoladenpackung der Firma Suchard eine Kuh abgebildet. Allerdings war zu dieser Zeit die Kuh noch weiß und nur der Hintergrund lila. Eine lila Kuh war schon im Jahre 1936 auf der Schokoladenverpackung der Böhme Schokoladen GmbH aus Delitzsch zu finden, verschwand aber nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Schweizer Grafiker Herbert Leupin aus Basel war aus Anlass eines Plakatauftrags der Schokoladenfabrik Suchard 1952 der Erste, der die Marke Milka mit einer lila Kuh in Verbindung brachte (Quelle).
 


Das Museum wird von der Schokoladenmuseum Köln GmbH betrieben. Neuer Partner im Bereich der Produktionsausstellung ist seit März 2006 der Schweizer Schokoladenhersteller Lindt & Sprüngli. Zuvor wurde diese Partnerschaft vom Kölner Schokoladenhersteller Stollwerck getragen, was sich auch im alten Namen des Museums (Imhoff-Stollwerck-Museum) zeigte (Quelle).







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