Ausflug Bundesbankbunker Cochem


Eigentlich stand heute eine Motorradtour an, die aber aufgrund des Wetters verschoben wurde - zum Glück, wie ich jetzt im Nachhinein sagen kann.

Es wäre mächtig nass geworden.

So ging es nach Cochem an der Mosel und - um genau zu sein - an diese Anschrift:

Am Wald 35
56812 Cochem-Cond.


Der Bundesbankbunker Cochem war ein Bunker der Deutschen Bundesbank zur Aufbewahrung einer Notstandswährung. Von 1964 bis 1988 wurden in der streng geheimen Anlage bis zu 15 Milliarden Mark gelagert, die Deutschland im Falle einer Hyperinflation, verursacht durch den Kalten Krieg, vor einer nationalen Wirtschaftskrise bewahren sollten (Quelle).


Unter anderem befürchtete man eine massive Geldentwertung durch große Mengen Falschgeld, welche vom Ostblock in der Bundesrepublik Deutschland in Verkehr gebracht werden sollten (Quelle wie vor).



Mit einer vorgehaltenen Notwährung sollte in diesem Fall die Kaufkraft aufrechterhalten werden. Dazu wurde eigens eine eigene Serie der Deutschen Mark, die BBk II, gedruckt (Quelle w v.).



Seit März 2016 steht der Bundesbank-Bunker Cochem auch Einzelpersonen für geführte Besichtigungen offen, ein Pendelbus fährt ab dem Endertplatz in Cochem zum Bunker. Die ehemaligen Tarnwohnhäuser wurden zu einem Hotel umgebaut (Q. w. v.).


Die 1500 Quadratmeter große Bunkeranlage wurde von der Deutschen Bundesbank zwischen 1962 und 1964 im hunsrückseitigen Cochemer Stadtteil Cond rund 30 Meter unter der Erdoberfläche errichtet (Quelle w v.).



Die Standortwahl fiel bewusst auf Cochem, da das Moseltal einen sehr guten Schutz beispielsweise vor einer atomaren Druckwelle bietet (Quelle w v.).




Zum Schutz des Bunkers wurde ein Sicherheitssystem mit Sensoren in den Wänden der Tresore installiert, die auf Erschütterungen und Lärm reagieren (Quelle w v.).



Der Tresorraum selbst konnte nur von wenigen Mitarbeitern der Bundesbank aus Frankfurt betreten werden, da der zugehörige Schlüssel nicht vor Ort gelagert wurde (Quelle w v.).



Der Bunker hätte im Falle eines Atomkrieges auch 175 Personen Schutz geboten, die hier zwei Wochen hätten überleben können (Quelle w v.).




Es gab neben den Tresorräumen auch Schlaf- und Arbeitsräume ... 




... sowie einen Funkraum mit einer direkten Verbindung zum  Innenministerium (Quelle w v.).



Die Anlage besaß eine eigene Elektrizitätsversorgung per Dieselgeneratoren und 75.000 Liter Treibstoffreserve, die Trinkwasserversorgung war mittels Tiefbrunnen gesichert (Quelle w v.).




Die Versorgung mit Atemluft war über einen Sandfilter gewährleistet (Quelle w v.).

Die interessante Führung dauert etwa eine Stunde.
Eine Fotografiererlaubnis kostet zzgl. noch einmal 2,50 €.

Internetpräsenz: Bundesbank-Bunker

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