Zwischen Burg und Mühle in Fritzdorf

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Nach der Dorfrunde mit der alten Hundenase ging es mit dem Rüden an die Landesgrenze zwischen Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen.

Genauer gesagt nach Wachtberg-Fritzdorf.
Dort befinden sich Reste einer Burg und noch eine Mühle.



Wir parken in der Nähe der Feuerwehr bzw. Sporthalle in Fritzdorf und gehen über die Felder in Richtung des Sportplatzes weiter.

Die Bäume hängen voller Früchte, die Kisten sind schon vorbereitet.



Höhenmeter werden wir heute nicht machen.

Es ist eher ein gemütliches Schlendern, was der Rüde und ich hier hinlegen.


Nicht mehr lange und ich kann wieder meine Lieblingsäpfel verschlingen: Boskoop.

Aber solange dauert es ja nicht mehr, bis die Genussreife im November erreicht wird.





Und da ist sie, die Burgruine Sommersbergerhof.







 

Die Fritzdorfer Burgherren waren seit eh und je auch die Herren des Rittersitzes Sommersberg. Bereits im 13. Jahrhundert herrschten die sehr einflußreichen Herren von Rumschöttel auf der Burg. Winfried von Rumschöttel war Abt der mächtigen Abtei Steinfeld in der Eifel. Er pachtete 1378 mehrere Fritzdorfer Güter für die Abtei. Otto Rumschüttel von Fritzdorf war 1409 Küchenmeister des Kölner Erzbischofes. Es gab auch direkte Verbindungen mit der Nachbarstadt Meckenheim. 1541 war Johann von Metternich, Nachkomme des durch Heirat in den Sommersberger Besitz gekommenen Karl von Metternich, Stadtvogt von Meckenheim (Quelle).
 
 






Ein externes Video findet sich hier.





Hier schauen wir über Gelsdorf in den Bereich der Ahr hinein.




Wir laufen an der "Borderline" zwischen NRW und RLP entlang.

Hier schauen wir schon auf Grafschaft-Eckendorf in RLP.



Noch einen Schlenker nach links.

Etwa mittig ist das Bauvorhaben HARIBO im Innovationspark Grafschaft zu erkennen.




Auch eher unbedeutende Wege über Felder haben etwas zu bieten.




Letztlich treffen wir an der Fritzdorfer Mühle ein.



Die Fritzdorfer Windmühle, auch Windmühlenturm Fritzdorf genannt, ist eine der wenigen erhaltenen Windmühlengebäude in der Region des Kottenforstes und der angrenzenden Gebiete (Quelle).








Im Jahr 1842 wurde die Windmühle als dreistöckige steinerne Turmwindmühle (Turmholländer) errichtet. Das Baumaterial, Basalt, Grauwacke und Ziegelsteine, stammte aus der Ruine der verfallenen Burg Sommersberg.
Die windabhängige Mühle war irgendwann nicht mehr wirtschaftlich genug, um mit den neu errichteten Wassermühlen an der Ahr Schritt zu halten. So musste die Mühle 1895 stillgelegt werden.
1978 wurde der Mühlenturm zu dessen Erhalt und Aufhalten seines stetigen Verfalls renoviert.
Heute dient die Mühle als Ort für Feiern und Veranstaltungen und kann von der Gemeinde Wachtberg angemietet werden (Quelle).







Wir gehen in den Ort Fritzdorf hinein.











Am 11. Dezember 770 wurde Fritzdorf nachweislich zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Fritzdorf hieß zum Zeitpunkt der ersten Erwähnung Frigbodesdorph, wurde aber in der Überschrift der entsprechenden Urkunde Frigbodesdorphe geschrieben. Das Original der Urkunde war in lateinischer Sprache verfasst und ist verloren gegangen. Eine Abschrift ist im 1175 niedergeschriebenen und 1190 angelegten Urkunden- und Güterverzeichnis des Klosters Lorsch, dem Lorscher Codex, enthalten (Quelle).







Noch ein kleiner Abstecher zur Gedenkstätte der Gefallenen ...





... und wir gehen an der Kirche vorbei zurück zum Fahrzeug.











Fazit:

Kurzweilige fast ebene Rundwanderung mit zwei Besonderheiten und ansonsten Obstfeldern.


Track, Karte, Übersicht:

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