Weitsichten bei Winnerath (Ahr)

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Heute war eine besondere Tour angesagt: gemeinsames Wandern mit einem im Ruhestand befindlichen Kollegen.
Schnell war bei der Absprache klar, wohin es gehen sollte: zu den fantastischen Fernsichten in Winnerath an der Ahr.

Ich werde nicht müde, diese wunderschöne Landschaft dort oben in leichten Abwandlungen zu erwandern.
Sei es eine lange Tour (siehe hier), eine Tour im Herbst bei wunderschönen Farben (siehe hier) oder auch eine im beginnenden Sommer (siehe hier).

Und da ich bei einer Wanderung am 21.05.2015 folgendes im Fazit geschrieben habe "Alfons: den müssen wir unbedingt mal zusammen gehen" haben Alfons und ich dies heute dann wahr gemacht.



Wie immer parke ich am Friedhof in Winnerath an der Gartenstraße auf einem der wenigen Parkmöglichkeiten.

Ein kleines Stück geht es durch den Ort hindurch.

Ein erstes Foto vor der Freiwilligen Feuerwehr in Winnerath.




Apropo Feuerwehr.
Wusstet Ihr eigentlich, dass es in Rheinland-Pfalz nur fünf Berufsfeuerwehren gibt ?
Kaiserslautern - Koblenz - Ludwigshafen am Rhein - Mainz - Trier.
Alle anderen Feuerwehren sind Freiwillige Feuerwehren.
 
Die erste urkundliche Erwähnung Winneraths erfolgte im Jahre 1501. Die erste Besiedelung des Ortes fand aber vermutlich weit vorher statt. Die Endung „-rath“ im Namen der Ortsgemeinde ist auf die Zeit der großen Rodungen im 10.–14. Jahrhundert zurückzuführen. Der heutige Name stammt von „Winnenrode“ (die Rodung des Wino oder Winne). Wenn der Wortstamm „winne“ von „wünne“ stammt und daher „Viehweide“ kommt, würde der Name „die Siedlung an der gerodeten Viehweide“ bedeuten. Winnerath gehörte bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zum Schultheißenamt der „Vier Honnschaften“ im kurkölnischen Amt Nürburg, die die Winnerather Familien 1638 zur Abgabe eines Rauchhuhns an die Nürburg verpflichteten. Unter anderem, um dem im Winter oft unpassierbaren Weg zur Schule in Schuld entgegenzuwirken, wurde 1875 in Winnerath eine eigene Schule eingerichtet, die 1901/02 in ein neugebautes Schulgebäude einzog. 1966 wurde die Winnerather Schule aufgelöst (Quelle).

 



Wir werfen auf unserem Weg in die Felder einen Blick auf die Kapelle in Winnerath, neben der sich ein besonderer Baumstumpf befindet.








Die St. Apollinaris-Kapelle Winnerath wurde nach einem Visitationsbericht der Pfarrei Schuld im Jahr 1666 erbaut. Um die Wende zum 20. Jahrhundert ist die Kapelle renoviert worden. 1926 erhielt sie einen Anbau; und im Jahr 1960 wurde sie erneut renoviert. Vor der Kapelle steht eine 300 Jahre alte Bergulme, die sogar das Ortswappen der Ortsgemeinde Winnerath ziert (Quelle). 





Der Weg führt uns nun über die Felder in die Höhe zum in 537 m Höhe gelegenen Hürsnück - einer Erhebung.




Etwas versetzt mittig links im Bild befindet sich übrigens der Aremberg mit der gleichnamigen Burgruine.



Wir laufen auf einem Teilstück auf dem Karl-Kaufmann-Weg (2a) des Eifelvereins.

Es handelt sich hierbei um eine Variante des gleichnamigen Weges.






Bei dem Karl-Kaufmann-Weg handelt es sich um einen Hauptwanderweg (HWW), der die Eifel von Nord nach Süd durchquert. Er ist nach dem langjährigen Vorsitzenden des Eifelvereins (1904 – 1938) Karl Leopold Kaufmann (1863 – 1944) benannt. Der 199,2 km lange Karl-Kaufmann-Weg (2) erreicht in Altenahr das Ahrtal, führt über die Hocheifel mit dem höchsten Eifelberg „Hohe Acht" (747 m), durchquert über Daun und Manderscheid die zentrale Vulkaneifel mit ihren Maaren, überquert die Kyll kurz vor ihrer Mündung in die Mosel und erreicht schließlich Trier als Endpunkt (Quelle).





Unsere Blickrichtung geht in diesem Teil der Wanderung in den Bereich Nürburg ...





... wobei wir die Nürburg selbst und auch Teile des Nürburgrings erkennen können.




Rechts befindet sich im übrigen der Ort Reifferscheid - einer der höchstgelegenen Orte der Hocheifel.




Ein kleines Stück durch den Wald und die nächste Panoramasicht erwartet uns wieder.



Wir können das Radom in Wachtberg-Werthhoven so gerade erkennen, dafür aber besser den Dümpelhardt und den Steinerberg.





Die Weitsichten hier oben sind einfach nur fantastisch.


Nachdem wir den Wendepunkt der Strecke erreicht haben, geht es nun am Waldrand entlang in Richtung Winnerath.

Hinweisschilder weisen uns den Weg nach Insul (links) bzw. Lückenbach (rechts).





Noch ein letzter Blick zurück.




Kurz vor Ende der Wanderung kommen wir noch am Försterhaus und dem Wildgehege vorbei.









Fazit:

Auch heute konnte mich der Weg wieder begeistern und auch meinem Begleiter hat es dort gefallen.
Zudem hat es mir auch mächtig Spaß gemacht, Alfons.
War schön, Dich wieder zu sehen und mit Dir schlendern und quatschen zu können.
Die Brexbachschlucht wartet schon auf uns ;-)



Track, Übersicht und Karte:


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