Wachtberg Rundweg 22

[168-16-421-5.5-778.1-3614.7]


Nach der ersten Runde mit der Hundeoma über die heimischen Felder, ging es mit dem Rüden im Anschluss in den Kottenforst.
Genauer gesagt auf den Rundweg Wachtberg A22, der ebenfalls in Villiprott seinen Anfang findet.




Gestartet wird auch bei diesem Rundweg vom Wanderparkplatz am Ende der Dorfstraße in Villiprott.

Das entsprechende Wegekennzeichen findet sich schnell.
Allerdings ist es - anders als beim A21 - nur sporadisch zu finden.




Zu dieser frühen Uhrzeit sind wir die einzigen Hundewanderer auf dem Parkplatz.



Einige Pfade im Kottenforst sind für Reiter freigegeben.

Andere - wie hier ein kurzes Stück - aber nicht.




Dies wird der erste gespaltene Baum auf unsererm Rundweg sein, den wir passieren.




Mal sind die Wege schmaler, ...




... dann wieder breiter.
Wobei gerade die breiteren Wege kerzengerade für eine sehr lange Zeit geradeaus gehen.




Ein wachsamer Blick nach links ...





... dann nach rechts.


Wir passieren das Jägerhäuschen im Kottenforst, eine um 1730 bis 1740 gebaute Unterkunft. Sie war eine Station für die Parforce-Jagden des Kölner Kurfürsten Clemens August.

Es steht als Baudenkmal unter Denkmalschutz (Quelle).

Um von dort die vom Kurfürsten geschätzte Hetzjagd zu Pferde betreiben zu können, baute Clemens August 1754 bis 1756 das Schloss Herzogsfreude, das an der Stelle des heutigen Bonner Ortsteils Röttgen stand und ließ ein Wegenetz durch den Kottenforst errichten, deren Wege sternförmig am ehemaligen Standort des Schlosses in Bonn-Röttgen zusammenlaufen.







Das Jägerhäuschen liegt am Schnittpunkt zweier solcher Wege und diente für die Jagd als Relaisstation. Hier konnten die Pferde gewechselt werden; das Jägerhäuschen enthielt daher neben dem kleinen Aufenthaltsraum für die Jagdhelfer auf der linken Seite einen größeren Pferdestall auf der rechten Seite des Gebäudes.
Nachdem Clemens August im Jahre 1761 verstarb, wurden keine Parforcejagden mehr im Kottenforst abgehalten, seine Nachfolger betraten das Jagdschloss Herzogsfreude nicht. Es kam zu einem Rückbau des Schlosses (bis etwa 1810). Auch das Jägerhäuschen wurde nicht mehr genutzt und verfiel (Quellen wie vor).






Wenig später passieren wir die Dicke Eiche.


Der damals rund 300 Jahre alte Baum fiel im Dezember 2010 unter der Schneelast um und wurde 2011 aufgebockt, damit die Verrottung des Holzes nicht so schnell vorangeht und die Eiche somit länger als Naturdenkmal erhalten werden kann. Die Eiche liegt am „Communicationsweg“ (Quelle).







Wieder auf geradem Weg geht es zurück zum Wanderparkplatz, wo wir die zweite von drei Wanderungen am heutigen Tag beenden.


Track, Übersicht, Wegbeschreibung, Karte:

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