Teufelsschlucht und Irreler Wasserfälle

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Lange haben wir den Besuch des Naturparkzentrums Teufelsschlucht vor uns hergeschoben, da wir hierfür eine Anfahrtsstrecke von etwa 180 km in Kauf nehmen mussten.

Heute haben wir den Besuch dann in Angriff genommen und können sagen, dass es sich gelohnt hat.

Ich warne schon einmal vor: es werden viele Bilder zu sehen sein. ;-)


Das Naturparkzentrum Teufelsschlucht befindet sich in der Südeifel im Deutsch-Luxemburgischen Naturpark, direkt im Dreieck Trier - Bitburg - Echternach (Luxemburg).

Adresse:
Ferschweilerstraße 50
54668 Ernzen





Nach einem kurzen Besuch des Zentrums selbst, halten wir uns rechts und an der nächsten Wegkreuzung links, um an einen möglichen Start in die Teufelsschlucht selbst zu gelangen.



Die Teufelsschlucht entstand gegen Ende der letzten Eiszeit, vor ca. 10.000 Jahren infolge eines Felssturzes bzw. einer Serie von Felsstürzen (Quelle).



Maßgeblich für dieses Ereignis war die geologische Situation zum einen, die klimatische Situation zum anderen. Die stark geklüfteten, mehr oder weniger porösen Gesteinsschichten des sogenannten Luxemburger Sandsteins lagern auf den zur Wasserundurchlässigkeit neigenden Schichten des Keuper (Quelle wie vor).



Somit ergibt sich bei fortschreitender Verwitterung eine instabile Lagerung durch Unterschneidung der Sandsteinbasis (Quelle wie vor).



Gegen Ende der letzten Eiszeit erreichte diese Unterschneidung in Kombination mit ausgedehnter Frostsprengung wohl ein Maximum, das besagte Felsstürze zur Folge hatte (Quelle w. v.)



Heute zeugen zahlreiche Felsblöcke an den Hängen des Ferschweiler Plateaus von den Massenbewegungen dieser Zeit. Die Teufelsschlucht ist als Felsspalte mit ca. 1 bis 5 m Breite als direkte Folge der Felssturzereignisse anzusehen (Quelle w. v.).



Mit einer bizarren Felsenlandschaft mit steilen Felswänden, engen Schluchten und Spalten ist die Teufelsschlucht ein ideales Ausflugsziel und Startpunkt für weitere Wanderungen in die Umgebung (Quelle w. v.).





Anschließend machen wir noch einen Abstecher zu den Irreler Wasserfällen.


Zwischen Prümzurlay und Irrel hat sich die Prüm in das von morphologisch hartem Luxemburger Sandstein gebildete Ferschweiler Plateau tief eingegraben. Die Oberhänge des dadurch entstandenen schluchtartigen Kerbtals werden von diesem stark zerklüfteten Sandstein gebildet. Die Unterhänge werden von den Tonen, Mergeln und Gipsen des Keupers gebildet. Während der letzten Kaltzeit wurde der Hang instabil, und es kam es zu einem Felssturz. Die Rutsch- und Sturzmassen aus großen Brocken des Luxemburger Sandsteins und leicht verformbaren Keuper-Mergeln und -Tonen stauten die Prüm zunächst auf. Seit dem Überlaufen des Stausees sind die leichter ausräumbaren Tone weitgehend abtransportiert wurden, und die harten Felsbrocken sind übrig geblieben. Sie verstellen der Prüm zwar auch heute noch den Weg, verursachen jedoch nur noch niedrige Gefällstufen (Quelle).


 


Fazit:

Gerade der Weg durch die Teufelsschlucht selbst war sehr beeindruckend und schön.
Eine ganz klare Empfehlung.
Hunde können mitgeführt werden - das muss jeder für sich entscheiden.

Track, Übersichtskarte etc.:

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