Zwischen Schloss Brohleck und Burg Rheineck

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Das heutige Wetter musste einfach genutzt werden.
Gestern hatte ich mir eine Tour gebastelt, die mich über den Rheinburgenweg von Schloss Augustaburg (Brohl-Lützing) zur Burg Rheineck (Brohl) und von dort über das Brohltal zurückführen sollte.

Ich weiß nicht, ob es an dem schönen Wetter gelegen hat, aber die Tour hat einen riesen Spaß gemacht und war - obwohl nicht besonders lang - dennoch fordernd.





Wir starten in Brohl-Lützing selbst und kommen auf dem Weg zum Schloß zunächst an der Kirche vorbei.



Nicht weit und wir laufen direkt auf Schloss Augustaburg (auch Schloss bzw. Burg Brohleck genannt) zu, welches ursprünglich als Burg um 1325 Erwähnung findet.


1938 gehörte die Burg einer Münchner Bank und diente als Reichsführinnenschule des Reichsarbeitsdienstes (RAD). Im April 1942 wurden hier etwa 100 jüdische Bürger des Kreises Ahrweiler bis zu ihrem Abtransport in die KZs untergebracht (Quelle).



Der Ostflügel des Hauses enthält noch wenige Reste der Burganlage. 




Wir folgen nun dem Rheinburgenweg und dem Quellenweg, die uns in die Höhe bringen werden.





Anstrengend wird es in Brohl selbst.
Hier führt uns der Rheinburgenweg erst über Serpentinen hinab in den Ort und hernach noch steiler wieder in die Höhe.


Unser Ziel und Wendepunkt, die Burg Rheineck, ist nicht mehr weit entfernt.

Bislang waren wir - bis auf wenige Ausnahmen - auf schmaleren Pfaden unterwegs.



Aber zunächst machen wir noch einen Abstecher zum Aussichtspunkt Reuterslei.




Hier haben wir sie erreicht und sehen links die Burg Rheineck auftauchen.



Doch zuvor geht es mit Seilsicherung ein Stück hinab, bis wir auf die asphaltierte Straße treffen ...


... die uns zur Burg Rheineck führt.

Selbige steht im Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden.

Die Pfalzgrafen bei Rhein erbauten die Burg im 11. Jahrhundert.




Noch ein kurzes Foto und es geht ein kleines Stück zurück und auf einen nicht mehr offiziellen Wanderweg.


Und der hat es in sich.

Stellenweise ein sehr schmaler Pfad, bei dem es rechts steil in die Tiefe geht.

Ich beschließe, Draga anzuleinen, um sie kurz zu führen.



Wir haben uns in die Höhe geschraubt und laufen auf Niederlützingen zu.

Eine gelbe Farbenpracht erfreut das Auge.



Der Weg führt uns nun in das Brohltal hinab und wir gehen auf einem nicht ausgeschilderten und leicht zu übersehenden Pfad rechts in die Tiefe.



Was für ein genialer Abstieg in Serpentinen auf schmalem Pfad.

Dieser hätte in meinen Augen den Namen STIEG verdient.

Grandios.


Bald haben wir den Brohlbach erreicht und gehen nun wieder auf dem Quellenweg, wobei wir diesem künstlich angelegten Bachlauf folgen.




Wir sind jetzt wieder auf einem Teilstück des Quellenweges unterwegs.




Noch einen Schlenker um den Brunnen am Rathaus und wir sind wieder zurück am Fahrzeug.










Fazit:

Ich bin immer noch begeistert - auch wenn Eigenlob stinkt.
Dieser Weg hatte trotz seiner Kürze alles zu bieten, was mir so gefällt.
Und dann noch der herrliche Sonnenschein.
Einfach genial.

Track, Übersicht, genaue Wegbeschreibung etc.:

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