Von Engeln, Kreuzwegen und Burgen

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Letztes Wochenende mussten wir aufgrund einer Erkrankung pausieren.
Meinem Körper gefiel ganz und gar nicht, was ich gegessen hatte.
Wir mussten das dann ausdiskutieren.

Dank meines exzellenten Hausarztes (Danke, Jürgen und Sandra) haben wir das zum Glück hinbekommen.

So war die Freude heute natürlich umso größer.
Als ich losfuhr schien auch noch die Sonne. Es sollte für heute das letzte Mal gewesen sein, dass wir sie gesehen haben ;-).

Eigentlich wollte ich eine Extratour der Eifelleiter laufen.
Die fand ich jedoch persönlich uninspirierend, so dass ich sie kurzerhand abgewandelt habe.

Das Ergebnis seht Ihr jetzt.


Ich parke den Wagen direkt an der Endhaltestelle des Vulkan-Express in Engeln.

Der Geogarten, der sich ebenfalls hier befindet, wird für den Rückweg aufgehoben.

Zunächst folgen wir diesen Hinweisschildern der Eifelleiter.
Wenn schon auf der Homepage diese sogenannten Extra-Touren (Rundwege) verzeichnet sind und angeboten werden, dann sollten sie auch entsprechend ausgeschildert sein - und nicht lapidar "Eifelleiter Zuweg".
Das müssen wir aber noch üben!




Von diesen Steinkreuzen werden uns im Laufe der Wanderung noch viele begegnen.




Mit einem Schlenker geht es hoch zum Schorberg - mit Blick auf Engeln.


Irgendwie kann mich die - zugegeben - gerade begonnene Wanderung nicht erwärmen.

In der Ferne sehen wir den Bergfried der Burgruine Olbrück auftauchen.


Es ist recht windig und kalt und ich bin froh, dass ich mich eingemummelt habe.

Die Hunde laufen auch "schneller" und sich somit auf Betriebstemperatur.


Wir erreichen den Ort Spessart und kommen am Hotel und Landgasthof Zum Bockshahn der Familie Nett vorbei.

Sehr zu empfehlen und sehr symphatisch.

Ebenfalls Motorradfahrer.




Ich sehe gerade Martina Nett an mir vorbeifahren. Ok. So wie ich angezogen war, hätte ich mich auch nicht erkannt ;-).

Und erst Recht nicht angehalten.

So gehen wir in Richtung Bockshahn selbst in die Höhe und treffen auf die eigentliche Eifelleiter.
Blick hinab auf Spessart und Umgebung




Jetzt hat uns der Schnee erwischt.

Zum Glück nur von unten.

Eine Schneewanderung. Wie schön!

Es geht zunächst durch den Erlebniswald Steinrausch bei Kempenich - der eher etwas für Kleinkinder ist.

Ich verlasse die Extratour und beschließe, dem Kalvarienberg / dem Kreuzwäldchen einen Besuch abzustatten.



Ich war schon einmal mit beiden Hunden im Rahmen einer anderen Wanderung hier, hatte aber diesen Abschnitt gar nicht gesehen.

Schön, dass es diesmal geklappt hat.

Auf einer kleinen Anhöhe steht die ab 1897 erbaute Wallfahrtskapelle Kreuzwäldchen. Die Kapelle wurde ab 1879 von Pastor Stanislaus Ladislaus Ferdinand von Freyhold auf historischem Boden errichtet: An gleicher Stelle befand sich einst eine Burganlage, vom Volksmund die "alte Burg" genannt (Quelle).



Die Anlage selbst besteht aus Kirche, Kreuzweg, Stationenweg, Lourdes-Grotte und der Grablege Jesu mit den elf Aposteln sowie der Gartenanlage (Quelle).


Die Reste der Alten Burg kamen erst bei der Anlage des Kalvarienberges im Kreuzwäldchen in den Jahren 1873 bis 1881 wieder zu Tage. Damals fand man Fundamentmauern eines Gebäudekomplexes, der Spuren eines Brandes und einer gewaltsamen Schleifung aufwies (Quelle wie vor).



Zum Kreuzwäldchen gehören außerdem eine Lourdes-Grotte und der Weg der "Sieben Schmerzen Mariens" (Quelle wie vor).

Eine interessante Beschreibung findet sich auch hier.
Ende 1873 wurde ein Kreuzweg mit Stationen aus Weiberner und Riedener Tuff eingesegnet. Es folgten die lebensgroße Darstellung des gekreuzigten Erlösers auf der Höhe des Hügels, der Bau der Grabesgrotte und die Anlegung eines herzförmigen Grabesgartens. Im Jahr 1881 wurde eine Kapelle zu Ehren der schmerzhaften Muttergottes eingeweiht (Quelle w. v.).



Wir gehen nun weiter zu unserem nächsten selbstgewählten Ziel: der Burg Kempenich.

Ein schmaler Pfad führt etwas steiler hinauf.



Die Burg wurde erstmalig 1200 erwähnt und befindet sich im Privatbesitz.

Sie kann nicht besichtigt werden.



Weiter geht es zur Kapelle St. Bernhardus.

Hernach unterqueren wir die B412 und treffen nach asphaltiertem Wegstück ...



... wieder in Engeln ein.

Hier treffen wir auch wieder auf ein Teilstück der Extratour der Eifelleiter.



Noch kurz einen Abstecher in den Geogarten (hier ein Ausschnitt) und wir treten die Heimreise an.
Heute etwas langsamer unterwegs.


Fazit:

Wie ich schon geschrieben habe, konnte mich die Extratour persönlich gar nicht begeistern noch annähernd erwärmen. Und das lag nicht am Wetter.
Auch verstehe ich dann nicht, warum gerade das Kreuzwäldchen nicht mit in diese Extratour einbezogen wurde.
Ok. Dann habe ich das halt für mich selbst nachgeholt, samt Umrundung der Burg Kempenich.


Track, Übersicht, Karte etc.:

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Kommentare

Andrea hat gesagt…
Wir hatten heute auch eine etwas uninspiriende Tour mit Kinderabschnitt... ;)

Dafür sind die Kreuzwegebilder umso schöner.

LG Andrea und Linda
Mungo Mungenast hat gesagt…
Danke schön!
Hauptsache unterwegs gewesen, oder ?

LG: Mungo