Innen- und Weitsichten bei Mechernich

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Der vorausgesagte einzige schöne Tag am Osterwochenende musste natürlich irgendwie vernünftig in Angriff genommen werden.

So hatte ich tags zuvor eine Rundwanderung mittels Basecamp erarbeitet, die uns von der Kakushöhle bei Mechernich mit Weitsichten belohnen sollte.

Und genau das hat dieser Rundweg auch gemacht.



Wir parken auf dem Parkplatz direkt an der Kakushöhle (B477 zwischen Dreimühlen und Weyer) und sind die ersten dort.

Hier befindet sich übrigens auch ein Café - wenn man auf dem Rückweg noch eine Stärkung braucht.


Wir entscheiden direkt vor Ort, dass wir die Rundwanderung im Gegenuhrzeigersinn angehen wollen.

So gehen wir direkt an der Höhle bzw. den Felsen vorbei.



Die Kakushöhle "ist eine der größten offenen Höhlen in der Eifel und ist Teil des 1932 ausgewiesenen 5,8 ha großen Naturschutzgebiet Kartsteinhöhlen mit Kakushöhle" (Zitat).


Die größere Höhle kann auch betreten werden.
Und wenn man dann die Speicherkarte nicht kurzfristig einen Aussetzer hat (erst zu Hause gesehen), könnte man jetzt auch einen Blick von innen genießen.

Die Kakushöhle befindet sich in dem bis 18 m hohen aus Travertin und Kalktuff bestehenden Kakusfelsen, der etwa 400 m ü. NHN liegt und auf dem sich das Plateau von etwa 150 m Länge erstreckt. Der Kartstein entstand durch Ausfällung von Kalk, der wahrscheinlich aus Karstquellen stammte (Quelle wie vor).



Das Alter des Felsens konnte bisher nicht genau bestimmt werden, liegt vermutlich aber bei ungefähr 300.000 Jahren. Das Wasser des Weyerer Bachs wusch schließlich die Höhlen aus dem Felsen (Quelle wie vor).

Die Höhlen zogen zu allen Zeiten Menschen an, die diese und das Plateau in vielfältiger Weise nutzten. Funde belegen, dass die Kakushöhle bereits von Neandertalern und dann von eiszeitlichen Jetztmenschen aufgesucht wurde. Vor etwa 12.000 Jahren, im Spätpaläolithikum, schlugen Rentierjäger der Ahrensburger Kultur an den Höhlen ihre Zelte auf (Quelle w. v.).



Die meisten Fotos schieße ich - wie immer, wenn ich hier bin - natürlich in direkter Umgebung des kleinen Rundweges um die Höhle.



Scheinbar bin ich den Wutzen zu langsam.

Wooooo bleibst Du wiiieder ?




Während die Höhle selbst auch mit Rollstuhl erreicht werden dürfte, ist dies auf dem Rundweg nicht der Fall.



Wir gehen jedoch nicht den ganzen "kleinen Rundweg", sondern biegen über einen Trampelpfad rechts ab, um ein gutes Wegstück dem örtlichen Wanderweg "Mechernich A1" zu folgen.



Dieser führt uns oberhalb von Eiserfey in Richtung Vollem, wobei wir hier schon die ersten Weitsichten genießen können.

Herrlich bei dem Wetter.


Kurz vor Vollem verlassen wir den A1 und folgen den Markierungen der örtlichen Wanderwege "Mechernich 7" und "Mechernich 8".

Der Blickwinkel täuscht hier auf dem Foto.


So geht es ein kleines Stück durch Vollem hindurch und auf der anderen Ortsseite in die Höhe.

Dort halten wir uns an die Markierung des Römerkanal-Wanderweg und gehen links.



Links sehen wir das große Kreuz oberhalb von Vollem am Eulenberg auftauchen.
Vollem im Tal




Wir folgen der Markierung des Wanderwegs 8, sowie der Kennzeichnung des Römerkanal-Wanderwegs (oberhalb).




So werden wir zur Römischen Brunnenstube "Klausbrunnen" geführt.

Dieser Brunnen war zusammen mit einer weiteren heute nicht mehr untersuchbaren auf der anderen Seite des Tales gelegenen Quellfassung eine der Quellen der Eifelwasserleitung, die die Colonia Claudia Ara Agrippinensium, das antike Köln, mit Trinkwasser versorgte (Quelle).


Die Sohle der Brunnenstube erreichte eine Tiefe von etwa 3 m unter der Geländeoberfläche und hatte einen rechteckigen Grundriss mit den lichten Maße von 3,5 m × 5,8 m. Das Fundament der Wände des Bauwerks bestand aus Sandsteinblöcken (Quelle wie vor).



Wir folgen noch ein Stück weit den beiden Wegen, halten uns aber an dieser Stelle rechts und folgen dem "Wanderweg 1 der Gemeinde Kall" nach rechts in die Höhe.


Zunächst ordne ich die Geräusche einem langsam fahrenden Zug zu, bis wir auf die Freifläche am Mönchacker treffen.

Die Geräusche wurden durch die rotierenden Blätter einer Vielzahl von Windrädern erzeugt.




Wir treffen erneut auf den Römerkanal-Wanderweg und ein Teilstück des Ahr-Venn-Weges.


So gelangen wir an eine Wegkreuzung, an welcher wir uns links halten.
Wir sind nun auf dem "E8 Irland - Bulgarien" unterwegs.
Allerdings haben wir hierzu nur ein einziges Wegekennzeichen gesehen.




Herrliche Ruhe begleitet uns auf diesem schönen Wegstück durch das Naturschutzgebiet.

In der Ferne sehen wir schon den Ortsteil Urfey auftauchen.








Es geht durch Urfey hindurch und später rechts in Richtung Weyer hinauf, wobei wir uns dort an der Kirche links halten.

So geht es nun zum nicht mehr weit entfernten Ausgangspunkt unserer Wanderung.



An Sitzgelegenheiten mangelt es nun gar nicht auf dieser Wanderung.


Fazit:

Hat das Spaß gemacht.
Erst die "Besichtigung" der kostenfrei zugänglichen Höhle samt kleinem Rundweg und dann die wunderbaren Weit- und Aussichten bei diesem sonnigen Wetter. Einfach nur schön.
Daher empfehle ich natürlich auch, diesen Weg bei schönem Wetter zu gehen.

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