"Hunger Games" bei Ahrweiler

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Für den heutigen Tag war Schneefall und Dauerregen angesagt.
So war recht schnell klar, dass es - wenn es einigermaßen erträglich werden sollte - "nur" durch den Wald gehen soll.

Nachdem am Morgen mit der alten Hündin und dem Rüden eine kleinere Tour auf dem Plan stand, galt meine Aufmerksamkeit für die blaue Hündin der anschließenden größeren Wanderung.

Und eigentlich sind wir einfach drauf losgefahren, noch unschlüssig, wohin uns der Weg führen würde.

Letztlich haben wir am Wanderparkplatz Wingsbach oberhalb des Klosters und Gymnasium Calvarienberg in Bad Neuenahr - Ahrweiler geparkt und sind einfach drauflos gewandert.


Dort angekommen, überlege ich kurz, den örtlichen Wanderweg 4 nachzulaufen.

Aber irgendwie erschien er mir zu kurz.

Ein Blick auf das Wandernavi und der Entschluß stand fest: es geht hoch nach Ramersbach.



Zunächst geht es auf der asphaltierten Zufahrt zum biologischen Weingut Maibachfarm.



Kurz zuvor geht es in die Höhe und wir gehen einen kleineren Schlenker, der uns wieder über den Wingsbach bringen wird.


Hier beginnt nun das Hungertal, der Namensgeber der heutigen Wanderung.

Wir haben Glück: es regnet nicht.
Allerdings sind die Wege natürlich sehr matschig.


So geht es ein sehr langes Stück stetig aufwärts (bis letztlich in Höhe Ramersbach).

Links fließt der Talbach, so dass sich bis hier die Vierbeiner selbst erfrischen könnten.


Sehenswürdigkeiten gibt es auf dem sebstgewählten Rundweg leider nicht wirklich.

So ist man schon mal froh, wenn man eine kleine Lichtung erreicht ...



... oder den Hund einmal vor einer natürlichen Besonderheit posieren lassen und fotografieren kann.


Eine Besonderheit hätte ich beinahe vergessen. Dieses Kreuz mit der Inschrift:

"Betet hier für die Seelenruhe des hier am 02. April 1902 verstorbenen Lambert Knieps aus Walporzheim".



Während es "unten" um Tal nur matschig ist, finden wir - je näher wir Ramersbach kommen - Schnee auf der Strecke.


Kurz vor Ramersbach treffen wir auf den "Ahr-Venn-Weg (11)" des Eifelvereins und folgen ihm ein Stück.

Dies allerdings mit großer Sorgfalt: aufgrund der Waldarbeiten und dem festgefahrenen und wieder gefrorenem Schnee laufen wir auf purem Eis und nutzen die Ränder des Weges.



So ergreifen wir recht schnell wieder die Gelegenheit hinab an die Ahr abzubiegen.




Während es in Ramersbach leicht nieselte, sind wir jetzt wieder "trocken" unterwegs.





"Hol die Stöckchen" ...


Es geht jetzt stetig abwärts in Richtung Walporzheim.

An einer lichten Stelle läßt sich das Radon in Wachtberg-Werthhoven auftauchen sehen.




Noch ein Blick auf das Kloster Calvarienberg und das angeschlossene Gymnasium geworden und weiter geht es.





Nur noch wenige Meter und wir sind wieder am Wanderparkplatz angekommen.

Fazit:

Kein Weg, den man unbedingt nachwandern muss.
Es geht stetig durch den Wald. Aussichten gibt es fast gar keine.
Aber für Konditionsaufbau ist der stete Aufstieg bis Ramersbach für mich sehr geeignet gewesen.
Ausserdem gab es keine Ablenkung, so dass die Gedanken freien Lauf hatten.

Und wenn ich auf dem Rückweg tatsächlich sicher gewesen wäre, dass ich Dich tatsächlich gesehen habe (ich sah Dich nur schräg von hinten und meinte Dich an der Statur und am Gang erkannt zu haben) und nicht noch einen Termin gehabt hätte, hätte ich glatt einen Kaffee mit Dir getrunken, Alfons.

Track etc.:

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