Ausflug und Wanderung Neanderthal-Museum


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Aufgrund des angekündigten Regens haben wir uns heute dazu entschieden, nicht mit dem Motorrad zu fahren.
So ging die Reise heute mit dem Auto zum Neanderthal-Museum nach Mettmann, um dort - nach der Besichtigung - noch zwei Themenwege zu erschlendern.


Übrigens: Zitat Museum:

Jeden ersten Freitag im Monat dürfen Hunde ab 14 Uhr für jeweils 2 Euro mit ins Museum, zuzüglich Eintritt für den Halter (Doggy Day).


1. Besuch des Museums:


Wir parken gegenüber in der Straße "Neandertal", entrichten den "Einheits-Parkpreis" in Höhe von 2,50 € (kein Wechselgeld) und begeben uns zum Museum selbst, wo wir dann noch einmal 9,- € pro Person Eintrittsgeld bezahlen.


Das Museum erstreckt sich über vier Ebenen, die spiralförmig vom Erdgeschoß aus in die Höhe führen.
Die Ausstellung ist barrierefrei zugänglich, ein Aufzug ist ebenfalls vorhanden.



Das Museum behandelt die Ur- und Frühgeschichte der Menschheit sowie die nach dem Fundort benannten Neandertaler (Quelle).


Die Ausstellungsgegenstände sind teils chronologisch nach Epochen der Menschwerdung, teils nach sozialen und kulturellen Themengebieten angeordnet.

Ein im Eintrittspreis enthaltenes Audiosystem ermöglicht eine eigenverantwortliche Führung in deutscher und in englischer Sprache (Quelle wie vor).

 

Das Museum wurde 1996 direkt an der Verbindungsstraße zwischen Erkrath und Mettmann eröffnet (Quelle w. v.).


Zuvor war die Ausstellung in einem Gebäude untergebracht gewesen, das einige hundert Meter entfernt etwas mehr im Wald steht; dort ist heute eine Steinzeitwerkstatt untergebracht (Quelle w. v.).

 

Die Stiftung Neanderthal ist der Träger des Museums, das jährlich von rund 170 000 Menschen besucht wird (Quelle w. v.).

Zum Abschluss noch im museumseigenen Café einen Cappuccino getrunken und dazu ein Stück Kuchen gefuttert.



2. Themenweg "Fundstelle": 


Zum Museum gehört auch ein archäologischer Garten in unmittelbarer Nähe der ehemaligen Lage der „Kleinen Feldhofer Grotte“ (des Fundortes der Knochen des Neandertalers von 1856), die durch den Kalksteinabbau in diesem Gebiet vernichtet wurde (Quelle wie vor).


Wir folgen dem grünen Wegeschild entlang der Düssel, einem etwa 40 Kilometer langem Nebenfluss des Rheins, unterqueren die Landstraße und treffen kurz hinter dem Busparkplatz ...

 

 ... auf diese Gedenktafel am Zugang zum Park.

Der Neandertaler (früher auch „Neanderthaler“, wissenschaftlich Homo neanderthalensis) ist ein ausgestorbener Verwandter des heutigen Menschen (Homo sapiens). Er entwickelte sich in Europa – parallel zum Homo sapiens in Afrika – aus einem gemeinsamen afrikanischen Vorfahren der Gattung Homo und besiedelte zeitweise große Teile Süd-, Mittel- und Osteuropas. Hinzu kommen Fossilfunde aus Westasien (Türkei, Levante, Nordirak) und Teilen Zentralasiens (Usbekistan, Tadschikistan, Altai). Fossilien seit der Eem-Warmzeit (seit ungefähr 130.000 Jahren) werden aufgrund ihrer oft ausgeprägten anatomischen Merkmale als „klassische“ Neandertaler bezeichnet. Warum der Neandertaler vor rund 30.000 Jahren ausstarb, ist bislang ungeklärt (Quelle und weitere Informationen).



Diese Brücke führt über die Düssel und zum Park.

 

Die ehemalige Lage der Grotte konnte erst im August 1997 wieder lokalisiert werden. Das Gelände ist nun eine große Wiese an der Düssel mit mehreren erklärenden und anregenden Kunstobjekten; zum Beispiel ist der Fußweg durch das Gelände als Zeitstrahl gestaltet (Quelle).

Wir gehen nun am hinteren Ende des Parks hinaus und zurück in Richtung des Museums.



3. Themenweg "Menschenspuren": 


Direkt am Museum startet und endet der Kunstweg MenschenSpuren mit Werken von elf Künstlern. An den Kunstweg grenzt das Eiszeitliche Wildgehege Neandertal. In der Steinzeitwerkstatt werden steinzeitliche Techniken und Arbeitsweisen für Jung und Alt praktisch erfahrbar (Quelle).


Dieser Themenweg nimmt sich des Spannungsfeldes "Mensch-Natur" an.

Dies hier zu sehende Figur gehört allerdings noch nicht zum Themenweg. 

 

Der Kunstweg liegt im freien und öffentlichen Raum und ist somit jederzeit zugänglich (Quelle).


Hier befinden wir uns an der "Neanderthal-Hecke" von Giuseppe Penone, einem 1947 geborenen italienischen Künstler.

 

Ein weiteres Kunstwerk: "Mutant" von Magdalena Abakanowicz, einer 1930 geborenen polnischen Bildhauerin und Textilkünstlerin.

 


"Memoria Mundi" von Anne und Patrick Poirier. Beide 1942 in Frankreich geboren.

Dieses Kunstwerk wird vor allem durch zwei fremde Elemente - einen Pfeil und ein Gehirn - zu einem metaphorischen Bild und soll
an unsere kulturellen Wurzeln und ihre Bewahrung erinnern (Quelle).

Es fängt jetzt an zu regnen, allerdings sind wir schon wieder am Parkplatz angelangt.



Track, Karte etc.:


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