Von Felsen und Burgwüstungen

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Auch heute sollte das Wetter zumindest trocken bleiben, wenn auch ohne Sonnenstunden.
Da gestern der Rüde mit mir unterwegs war, wurde heute die "Rüdin" gelüftet.

Es sollte nach vielleicht 25 Jahren wieder einmal hinauf auf den Oelberg gehen.




Wir parken an der Margarethenhöhe auf einem der kostenpflichtigen Wanderparkplätze.

Der Erlös geht in die Aufgaben des Verschönerungsvereins Siebengebirge.
Drei Stunden kosten 2,- €; ein ganzer Tag 3,- €.




Auf zunächst breiterem Waldweg geht es durch den "dunklen Tann" in die Höhe.



Hierbei sind wir auf einem Teilstück des Rheinhöhenweges unterwegs.

Der rechtsrheinische Rheinhöhenweg, der von Bonn-Beuel bis Wiesbaden auf einer Länge von 272 km verläuft ist mit einem weißen "R" auf schwarzem Grund gekennzeichnet.


Es handelt sich bei dieser Wanderung hauptsächlich um eine Waldwanderung, so dass nur vereinzelt Blicke in die Ferne möglich sind.
Bei dem trüben Wetter heute allerdings auch kein Problem.




Diese - oder ähnliche - Wegweiser finden sich im Siebengebirge zu Hauff.

Wir sind nun knapp unterhalb des Großen Oelbergs angelangt und gehen kurz in die Höhe.

Auf eine Weitsicht von oben verzichten wir allerdings und wollen dies lieber bei schönerem Wetter und einem warmen Getränk nachholen.


Wir gehen weiter durch den Wald, wobei sich insgesamt die Wegbeschaffenheiten immer wieder ändern.
Seien es breite Waldwege, kurze asphaltierte Wegstücke aber vor allem Pfade.




Kurz Wasser am Brunnen schlabbern, der sich unterhalb des Auffangbeckens befindet.



Wir sind am Ortsrand von Heisterbacherrott angelangt und gehen wieder in den Wald hinein.

Dort oben auf dem Große Oelberg waren wir vor kurzem noch.



Als Ur-Beueler war ich als Kind und Jugendlicher ständig im Siebengebirge unterwegs gewesen.

Aber irgendwie kann ich mich nicht an den Stenzelberg erinnern.





Der Stenzelberg ist etwa 287 Meter hoch. Es handelt sich um eine Quellkuppel aus Talit.



Der Steinbruchbetrieb endete 1931. Nach Stilllegung der Brüche hat sich am Stenzelberg eine charakteristische Landschaft entwickelt, die die besondere Flora und Fauna eines Trockenbiotops bietet (Quelle).



Insbesondere die steilen Felswände und freistehenden „Umläufer“ machten den Berg in den 80er und 90er Jahren zum beliebten Klettergebiet (Quelle wie vor).


Seit Juni 2005 ist das Klettern am Stenzelberg ausdrücklich verboten. Zuvor hatte der Rhein-Sieg-Kreis das Klettern geduldet. Notwendig wurde dies durch die neue Naturschutzverordnung im Zuge der Anerkennung des Siebengebirges als FFH-Gebiet (Fauna-Flora-Habitat) der Europäischen Union (Quelle w. v.).


Der Stenzelberg wurde seit dem 11. Jahrhundert als Steinbruch für Quarz-Latit genutzt. Das Gestein wurde unter anderem für die Propsteikirche in Oberpleis, die Nikolauskapelle in Heisterbacherrott und das Bonner Münster genutzt (Quelle w. v.).



Einfach fantastisch.

Du kommst aus dem Wald, gehst kurz ein Stück in die Höhe und meinst, im Gebirge unterwegs zu sein.


Als nächstes kommen wir am Erholungsheim Rosenau vorbei.

Auch bekannt als Heinrich-Imbusch-Haus.


Uns zieht es jedoch zur Burgwüstung Rosenau.

Es ist bis heute nicht bekannt, wann die Höhenburg errichtet wurde.



In einer Urkunde vom 27. Februar 1222 werden die Burganlage Rosenau und ihr damaliger Besitzer Dietrich erstmals erwähnt (Quelle).



Die Burg wurde um 1250 durch das Kloster Heisterbach zerstört. Die Steine wurden vermutlich wiederverwendet und kamen als Baumaterial an den Klostergebäuden zum Einsatz (Quelle w. v.).

Die Burgruine besteht heute aus den bis zu sechs Meter hohen Resten einer Ringmauer aus Trachyt, die sich an der Südseite eines künstlich angelegten Plateaus erheben. Sie wurden 1990/91 mit Hilfe der IG Bergbau und Energie, des Landes Nordrhein-Westfalen und der Stadt Königswinter konservatorisch gesichert (Quelle w. v.).




Von hier aus wurschteln wir uns - vorbei am Einkehrhaus - zurück zum Parkplatz.


Übersicht

Fazit:

Für einen solchen trüben Samstag das Beste, was die Hündin und ich heute wandertechnisch machen konnten.
Alleine der Rundweg um den Stenzelberg und die Burgwüstung Rosenau haben das schlechte Wetter vollständig wett gemacht.


Track, Karte und Übersicht:



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