Römer, Ruinen und Kalter Krieg

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Bis gestern war ich noch unschlüssig, wo meinen Rüden und mich die heutige Wanderung hinbringen sollte.

Da ich mich letzte Woche für einen noch ausstehenden Fototag im NRW-Ausweichsitz Urft angemeldet hatte und sich das Wetter zu halten schien, ging es also heute nach Urft im Kreis Euskirchen.




Unsere selbstgebaute Wanderroute hat einen eigenen Wanderparkplatz in Urft selbst aufzuweisen.


Wir laufen die Runde im Uhrzeigersinn und sind hierbei direkt auf einem Teilstück des Römerkanal-Wanderwegs (RKWW) unterwegs.


So geht es schon urig los.

Wir wandern auf schmalem Pfad los und laufen parallel zur Urft selbst entlang.


Zwischendurch kurz innehalten für diese besondere Baumwurzel, die sich in der Nähe der Brückenreste der ehemaligen Aquädukt-Brücke über die Urft befindet.



Zwei Steinblöcke und eine Hinweistafel (RKWW, Station 4) weisen uns darauf hin.


So geht es auch an der ersten Achenlochhöhle vorbei.

Wir stoßen immer wieder auf solche Höhlen auf unserer Wanderung heute.



Der Rüde will da mal nach dem Rechten sehen, ist aber enttäuscht, da ich keine Taschenlampe dabei habe.



Bald schon überqueren wir die Urft selbst, ein 46,4 km langer, rechter Nebenfluss der Rur.


Es folgt die Bahnlinie, die wir am Wendepunkt des Rundweges noch ein weiteres Mal überqueren werden.


Wir haben zwischenzeitlich den RKWW verlassen und uns rechts auf ein Teilstück des Eifelsteiges begeben.

Ein Teil der Wege hier sind mit Hinweistafeln "VIA" versehen (Erlebnisraum Römerstraße).



Uns umgibt herrliche Ruhe, was wir auch genießen.



Kurz bevor es auf die L204 geht, nutzen wir den relativ neu angelegten parallel verlaufenden Pfad nach rechts.



Dieser bringt uns dann auch zum "Eifel-Blick" Königsberg.



Von der exponierten Aussicht dort oben schauen wir auf das knap zwei Kilometer Luftlinie entfernte Kloster Steinfeld.


Uns zieht es jedoch zum ehemaligen Ausweichsitz NRW, einem eigentlich unscheinbar in den 60er Jahren angelegten Bunker, der über 30 Jahre betriebsbereit gehalten werden musste.

Nun dient er als Dokumentationsstätte.




Wir durchqueren Urft und es zieht uns leicht in die Höhe.


Auf dem nun folgenden Wegstück laufen wir unter einem Förderband drunter.

Neugierig gucke ich nach und stelle fest, es führt durch den Fels bis hinab zur Fabrik bei Sötenich.


Wir queren jetzt die L203.
Und ja. Tatsächlich.
Der schmale "Strich" auf dem Bild, der in die Höhe führt ist tatsächlich ein Wanderweg.

Es wird etwas anstrengender.


Aber eigentlich läuft es bei uns beiden recht gut.

Auch wenn nun wieder meine Ferse ihren Unmut mitteilt.



Wir sind in Sötenich angekommen, gehen durch den Ort an der Kirche vorbei und wieder steiler aufwärts.



So gelangen wir wieder auf ein Teilstück des RKWW, laufen oberhalb des Abbaugebietes entlang und stoßen auf diesen Spengstoff-Schutzbunker.



Wir befinden uns im Naturschutzgebiet Hilgersberg.

Wunderschön. Wie in den Alpen. Nur ohne Berge.



So geht der weitere Weg an der nur noch rudimentär vorhandenen Burg Stolzenburg vorbei, wo wir diese schöne Aussicht genießen.



Römische Wasserleitungen liegen auf dem Weg: Hier der Durchlass in Kall-Dalbenden.













Und noch einmal von nahe.











Wir wandern auf einem ganz schmalen Pfad weiter und finden so dieses Gewölbe.








Jetzt liegt nur noch die Burg Dalbenden auf dem Weg, eine im 12. Jahrhundert als Wasserburg entstandene Burganlage.

Noch ein paar Schritte und wir sind wieder am Fahrzeug gelandet.
Übersicht


Fazit:

Irgendwie hat mir diese Tour heute besonders Spaß gemacht.
Sie war sehr abwechslungsreich, auch wenn hier nicht eine Besonderheit die nächste jagte.


Track, Wegbeschreibung, Übersichtskarte:



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