Rund um Berkum


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Eigentlich war für den heutigen Tag eine Wanderung Nähe Urft (Kall) geplant gewesen.
Aufgrund des heftigeren Gewitters bis in die frühen Morgenstunden samt Regen habe ich dann beschlossen, nicht so weit zu fahren.

Wohl wissend, dass die Wanderung dann nicht ganz so interessant würde.

Orientiert habe ich mich bei meiner Streckenführung u. a. an den neu installierten "Feuerrouten", habe sie allerdings nach meinen Wünschen abgewandelt - zumal ich mich dort gut auskenne.



Wir starten auf dem Wanderparkplatz in der Nähe der "Kugel", wie das Gebilde der FGAN auch genannt wird.

Direkt von dort aus führt uns der örtliche Wanderweg 3 (Kaolinweg) direkt in den Wald hinein.


Es ist sehr nebelig, feucht und warm.

Gegen Ende der Rundwanderung werde ich komplett durchgeschwitzt sein.

Mit einem Schlenker geht es einsam auf Waldwegen weiter, bis wir weder auf Asphalt zwischen Berkum und Züllighoven stoßen werden.

Insgesamt war der Asphaltanteil heute sehr hoch.



Wir kommen an der Zufahrt zum Domsteinbruch vorbei. Leider ist der Steinbruch selbst nicht zugänglich.





Schon die Römer bauten am Hohenberg das Vulkangestein Trachyt ab, um Straßennetz und Militärlager aufzubauen.
Als um 1840 die Steine für den Kölner Dom knapp wurden, lieferte der hiesige Steinbruch nach. 1907 wurde der Domsteinbruch stillgelegt (Quelle: Infotafel der Feuerroute).




An einem Friedhof findet sich dann auch der Startpunkt eines Lehrpfades mit Namen "Obstanbau im Drachenfelser Ländchen".

Einige Hinweistafeln auf dem von uns begangenen Teilstück weisen auf Alte Birnenplantagen, Brombeerhecken ...

... alte Zwetschgenhecken, und auch Himbeeren im Anbau hin.

Die Brombeeren waren lecker und frei zugänglich am Wegesrand. Immer dran denken:
nicht in Bodennähe pflücken.


Wir kommen an einer Reitanlage vorbei. Dort befand sich ehemals die Grube Laura, in welcher über hunderte Jahre Zink-, Blei- und Kupfererze unter Tage abgebaut wurden.


Wir folgen einem kleinen Hohlweg, der uns an Kürrighoven bringen wird und Teil der Feuerroute ist.



Obwohl noch nicht lange eröffnet, wächst hier schon wieder alles zu.





Zumindest war dies ein Wegstück, welches ich so noch nicht kannte.


Es geht ein kurzes Stück an der L123 entlang bis kurz vor Niederbachem.

In Höhe des Basaltbruches wechseln wir vorsichtig die Straßenseite ...





... und schauen auf den neu errichteten Aussichtsturm der Feuerrunde Dächelsberg, der  laut Webseite "einen wunderbaren Blick auf die ehemalige Abbauwand" bietet.

Naja.
Den links in die Aussicht hineinragenden Baum habe ich vom Foto verbannt.

Vielleicht eher im Winter interessant.



Nun noch die Stufen hinab und zurück zu dem Rüden, der unten auf mich wartet.


So geht es weiter und wir gelangen wieder in die Höhe, diesmal auf die Ließemer Straße.



Zwischendurch wieder einen Blick zurück.

Ich finde, der Nebel hat auch etwas.

Wir befinden uns jetzt auf den Feldern zwischen Gimmersdorf und Berkum.

Einsame Stille. Naja. Nicht ganz. Einige Fahrzeuge sind doch zu hören.

Eigentlich war noch ein Schlenker zum Kriegerdenkmal geplant, allerdings befindet sich der zu  überquerende Straße derzeit in Baumaßnahmen.
So ging es dann zur Wasserburg Odenhausen.

Die Höhenburg entstand im 11. Jahrhundert zunächst als Turmhügelburg (Motte). Im Mittelalter wurde die Befestigungsanlage zu einer Wasserburg mit Vor- und Kernburg ausgebaut. 1560 erfolgte unter Ludwig von Blankart der Umbau zu einer Renaissance-Anlage (Quelle).


Eine Brücke führt über den äußeren Graben durch ein barockes Tor in den Wirtschaftshof, von dem eine weitere Brücke über den Wassergraben zu dem zweiflügeligen Herrenhaus führt (Quelle wie vor).


Wir gehen weiter in den Ort hinein und begeben uns in den hinter dem Rathaus angelegten sogenannten "Schau-Garten", der von der Durchgangsstraße auch ausgeschildert ist.


Wenn ich mal ein Jahr meinen Garten sich selbst überlasse, sieht das auch nicht anders aus.

Aber frei nach Tucholsky: Vielleicht habe ich das ja auch nicht verstanden. Das wird es sein.


Weiter geht es nun über den Friedhof der alten Kirche St. Gereon.

Die alten Steinkreuze bestehen auch aus Trachyt, wie uns eine Infotafel informiert.



Wir nähern uns wieder dem Ausgangspunkt der Wanderung.
Höhen- und Streckenübersicht


Fazit:

War ok. Nichts wirklich Besonderes. Bei besserem Wetter natürlich weite Aussichten.
Sehr hoher Asphaltanteil.

Externe Links:

> Feuerrouten im Naturpark Rheinland: hier
> Faltblatt zu den Feuerrouten: hier (es öffnet sich eine PDF-Datei)
> Schau-Garten in Berkum: hier
> Info über Berkum: hier (Wikipedia)

 Streckenübersicht, Wegbeschreibung, Track zum Runterladen:

 

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