Radioteleskop und Skulpturen

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Bei einem anderen Wanderer aus der Facebook-Gruppe Wanderteufel hatte ich etwas über den Skulpturenweg Soller gelesen.
Nach ersten Recherchen ist dieser Weg knapp 3,7 km lang, was mir für eine Wanderung samt Anfahrt persönlich zu wenig ist.

Da in der Nähe jedoch das Radioteleskop Effelsberg liegt (steht?), war die Rundwanderung schnell gebastelt und wollte heute erwandert werden.



Wir starten die etwa 14,2 km lange Rundwanderung am Parkplatz oberhalb des Radioteleskopes Effelsberg.
Da wir früh dort sind, haben wir einen Schattenplatz ergattert, der auch bei Rückkehr noch vorhanden ist.


Der erste Teil ist leicht ;-)

Wir folgen dem Schild und sind auf asphaltierter Straße unterwegs zur Aussichtsplattform am Teleskop.

Das Radioteleskop Effelsberg gehört zum Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn. Es wurde zwischen 1968 und 1971 gebaut und am 1. August 1972 in Betrieb genommen. Die technischen Schwierigkeiten, ein Radioteleskop mit 100 m Durchmesser zu fertigen, rühren von der Verformung des Spiegels beim Bewegen und Kippen her, die die Parabolform des Spiegels stört (Quelle).


Das Radioteleskop Effelsberg war 29 Jahre lang das größte bewegliche Radioteleskop der Erde, bis im Jahr 2000 das Robert C. Byrd-Teleskop in Green Bank, West Virginia (USA) in Betrieb genommen wurde (Durchmesser: 100 bis 110 m). Quelle wie vor.



Weitere Informationen zum Radioteleskop finden sich auch hier auf der Webseite des Institutes.


Wir gehen ein gutes Stück weiter hinab und dann links in den Wald hinein, so dass wir nach längerem Aufstieg durch den Ort Lethert gehen und durch eine Unterführung auf die andere Seite der Landstraße 234 wechseln.



Im weiteren Verlauf überqueren wir den Liersbach und begeben uns weiter nach Reckerscheid.



So kommen wir auf eine Lichtung, an der wir nun wieder steiler in die Höhe müssen.



Es lohnt sich aber, weil man hier eine wunderschöne Aussicht in die Ferne genießen kann und sogar noch einen Teil des Spiegels vom Radioteleskop erkennen kann.


Es geht nun in den Ort Reckerscheid hinein und mit einem Schlenker über die Kommunalstraße weiter.
Der Weg ist minimal zugewachsen, aber problemlos zu gehen.


Wir gelangen an einen Teil des Skulpturenweges, an dem sich allerdings keine Skulpturen befinden. Er ist scheinbar nur dazu gedacht, die Strecke zu verlängern.

Leider finden sich auch keinerlei Wegekennzeichen und es geht fast ausschließlich über Asphalt. Nicht so toll.
Weitsichten



Aber wenigstens finden wir an einem weiteren Aufstieg eine Bank, an welcher wir eine Trinkpause einlegen und in die Ferne schauen.

Der Hügel hinten oberhalb vom Rüden ist der Aremberg.



Wir gelangen erneut zur Schmittstraße vor Soller und finden hier den Wanderparkplatz, der uns den Weg zu den Skulpturen weisen wird.



Noch ein steilerer kleinerer Aufstieg und wir stehen schon vor der ersten von einer Vielzahl von Skulpturen am Waldrand.



Nun geht es Schlag auf Schlag mit weiteren Skulpturen, die mir fast alle gefallen.


Wir bremsen unseren "Sauseschritt" und schlendern gemütlich durch den Wald.

Ein wahres Feuerwerk an Skulpturen links und rechts im Wald lässt uns immer wieder innehalten.


Wirklich klasse.

Wir kommen  immer nur wenige Schritte weiter, bevor ich wieder fotografieren muss.



Für diesen Blog habe ich nur eine kleine Auswahl bearbeitet, sonst würde es zu viel werden.


Wir gehen nun durch Soller durch und blicken am Ortsrand in die Ferne.

Ist das schön!
Ausblick von Soller Richtung Siebengebirge



Es wird warm.
Das Gras unterwegs ist frisch gemäht.

Es riecht einfach nur gut, das Herz geht auf.
Man muss nicht in Urlaub fliegen, wir haben es hier so schön!!!

Bald sind wir wieder am Ausgangspunkt angelangt.
Höhen / Besonderheiten / Distanzen


Fazit:

Natürlich keine "Premiumtour". Aber sie hat bei dem schönen Wetter heute dennoch gefallen.
Asphalt und Wald- / Wiesenboden hält sich die Waage, wobei mir manchmal der Asphalt zu viel war.
Begeistert haben mich die Skulpturen bei Soller auf dem kurzen Wegstück durch den Wald.
Als Rundweg hat er nicht viel hergemacht und war dafür auch schlecht ausgezeichnet.
Mir persönlich hätte eher gefallen, wenn die Vielzahl der Skulpturen auf den eigentlichen "Skulpturen-Rundweg" verteilt gewesen wären.
Vielleicht auch mit dem Hinweis, wer welche Skulptur erstellt hat etc..
Fasziniert hat mich auch die Umgebung mit den teilweisen fantastischen Aussichten, der Geruch von gemähtem Gras usw.


Übersichtskarte, Track, etc. wie immer hier:



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