Römische Kalkbrennerei und Astropeiler

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Aufgrund der angekündigten Gewitter und Sturmböen nutzten wir heute den sehr frühen Morgen und begaben uns nach Bad Münstereifel - Iversheim.

Im Rahmen einer Motorradtour am letzten Wochenende waren wir schon einmal an der Römischen Kalkbrennerei und dem Astropeiler gewesen, so dass der Gedanke kam, eine Wanderung zwischen den beiden Besonderheiten zu tätigen.

Und wir hatten wirklich Glück mit dem Wetter. Als wir starteten schien noch die Sonne.



Wir starten direkt an der Römischen Kalkbrennerei in Iversheim bei Bad Münstereifel um etwa 07:10 Uhr - die um diese Uhrzeit noch geschlossen hat.
Die Kalkbrennerei ist für die Öffentlichkeit von Mai bis Oktober jeden Samstag von 13:00 Uhr bis 16:00 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 11:00 Uhr bis 16:00 Uhr geöffnet (lt. Homepage).



Wir hatten die Gelegenheit, bei der letzten Motorradtour gegen einen Eintritt von 2,- € pro Erwachsenen das Innere bewundern zu dürfen.

Daher stammen auch diese Bilder.


Die Kalkbrennerei wurde beim Verlegen einer Wasserleitung entdeckt und ausgegraben.

In einer Werkhalle von 30 Metern Länge waren nebeneinander insgesamt sechs Kalkbrennöfen mit einem Durchmesser von jeweils etwa drei Metern untergebracht (Quelle).




Heute befindet sich über einem Teil der Anlage ein Schutzbau, in dem drei der Öfen besichtigt werden können. Die Ausstellung im Schutzbau zeigt den Grabungsbefund, die Öfen wurden nicht restauriert. Der für den Brennversuch restaurierte Ofen außerhalb des Schutzbaus ist frei zugänglich (Quelle wie vor).



Diesmal sind wir aber zum wandern hier und genießen die frühe Morgenstunde und das noch wirklich schöne Wetter, welches jedoch die Vorboten schon erahnen lässt.


Diese Rundwanderung hat - bis auf die zwei Ziele - nicht wirklich weitere Besonderheiten.

Aber diese ersten Eindrücke auf der Wanderung haben Eindruck hinterlassen. Wir sind in einem Naturschutzgebiet unterwegs.



Ein wenig Sorgen ob des ankommenden Wetters haben wir schon, denken aber, dass wir es schaffen können.


Noch hält sich auch der Wind in Grenzen.

Wer es einfacher haben möchte, kann auf großen Teilen des Hinweges zum Astropeiler auch der Markierung "9" folgen.



Ich liebe diese Sonne-Wolken-Mischung, da dann "tiefere" Bilder entstehen.



Die erste Überlegung, ob wir kehrt machen sollen, treffe ich, nachdem ich schon den Regenbogen sehen kann.



Wir trauen uns und gehen weiter.

So sind wir sowohl auf breitem Waldweg ...



... aber auch auf zuwachsenden Wegen unterwegs.

Uns gefällt dies aber.



Bald schon sehen wir die Schüssel des Astropeilers nach knapp 5,5 km in der Ferne auftauchen.




Eigentlich hatte ich die Strecke noch um die Aussicht am Herkelstein geplant.
Aber ein Blick in den Himmel zeigt uns auf, dass wir dies besser lassen sollten.

Gute Entscheidung gewesen.



Wir gehen aussen um das Gelände des Astropeiler entlang, da wir dadurch ...




... noch mehrere Blicke in die Umgebung werden können.

Der Wind wird heftiger.


Letztlich erreichen wir das Gelände des Astropeilers auf dem Stockert.

Auf dem Stockert wurde 1955 bis 1956 mit dem Astropeiler Stockert  Deutschlands erstes Radioteleskop errichtet.

Der Teleskopspiegel hat 25 m Durchmesser und wiegt 90 Tonnen (Quelle).


Bis 1993 nutzten die Universität Bonn und das Max-Planck-Institut für Radioastronomie die Anlage, ab 1979 nicht mehr zu wissenschaftlichen Zwecken, sondern zur Ausbildung von Studenten (Quelle wie vor).



Hier befinde ich mich mit dem Rüden an einem 10-m-Spiegel.

Der Astrokater, der uns letzten Sonntag schon begrüßt hatte, ist auch wieder da und will gestreichelt werden.

Balou ist sehr soverän geworden und lässt ihn gewähren.

Bin stolz auf Dich, Kerl!



Der Rückweg ist nun eingeleitet und wir blicken in die Ferne, wobei wir sogar das Siebengebirge erkennen können.



Und wieder ein neues Schild für die Fotosammlung "Wir Wanderer leben gefährlich" ;-)



Noch ein letzter Blick auf den Ortsteil Eschweiler - den wir jedoch nur am Rand streifen werden.

Es nieselt leicht und ich krame die Jacke hervor.


Wir laufen an diesem Gedenkstein vorbei.

"Zum christlichen Andenken an den verunglückten Jäger Anton Dresia am 16. November 1928".



Zurück geht es am Waldrand vorbei, erst etwas länger auf Asphalt, dann auf diesem Wirtschaftsweg.


Doch bald haben wir wieder unseren Startpunkt erreicht.

Der Rüde ist gerade versorgt und hüpft ins Auto, als es heftig anfängt zu regnen - obwohl "sintflutartige Niederschläge" eher zutreffen würde.

Alles richtig gemacht ;-).
Höhenübersicht auf der Strecke


Fazit:

Nette Wanderung zwischen den beiden Attraktionen mit wechselnden Bodenbelägen (Asphalt, Waldweg, Wiesenweg, ...) und Wegen selbst.
Für die genauere Wegbeschreibung mit Alternativwegen bitte bei Outdorractive unterhalb schauen.

Wer länger unterwegs sein möchte, dem kann ich auch eine etwa 17 km lange Tour vom letzten Jahr empfehlen: Zwischen Bad Münstereifel und Astropeiler Stockert.

Externe Links:

> Römische Kalbrennerei (Dorf-Verschönerungsverein Iversheim e. V.)
> Römische Kalkbrennerei - Flyer (es öffnet sich eine PDF-Datei)
> Astropeiler Stockert

Track, Übersicht, Beschreibung:



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