Klosterruinen im Brohltal

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Die heutige Wanderung führte uns erneut in das Brohltal, da ich festgestellt hatte, dass ich bislang noch nicht bei der ehemaligen Probstei Buchholz vorbei gekommen bin.
Heute war ein guter Tag dafür.




Gegen halb acht morgens erreichen wir unseren Startpunkt: den Bahnhof in Burgbrohl.

Der Parkplatz ist explizit auch als Wanderparkplatz ausgewiesen.


Wir wechseln über die Straße, gehen die Rhodiusstraße hinab und gelangen so auf ein Teilstück des Quellenweges, dem wir nach rechts folgen und somit unseren Weg im Gegenuhrzeigersinn begehen.



Dieses Teilstück führt uns über einen interessanten Wegabschnitt in Richtung Burgbrohl Innenstadt.




Wir sind ihn schon einmal gegangen, als wir den Geopfad "Route U" erwandert haben.




Im Bereich der Brücke finden noch Verschönerungsarbeiten statt.






Sieht interessant aus.



Noch ist es kühl; das wird sich aber bald ändern.



Wir gehen über die Burgstraße etwas steiler in die Höhe und erreichen Schloss Burgbrohl.



Uns zieht es jedoch weiter, so dass wir uns bald in die Höhe geschraubt haben und dann fast eben weitergehen.



Wir genießen die wunderschönen Rundumsichten aus dieser Höhe - auch wenn es Richtung Rhein noch diesig ist.




Wir entschleunigen ein wenig schlendern vor uns hin.



Recht bald sehen wir in der Ferne schon den Bergfried der Burgruine Olbrück auftauchen.
Im Verlaufe der Wanderung kommen wir ihm noch ein wenig näher, erreichen ihn jedoch nicht.

Die Propstei Buchholz wurde zu Beginn des 12. Jahrhunderts als eine Niederlassung der Benediktinerabtei Gladbach gegründet.
Die ehemaligen Klostergebäude werden heute als Bauernhof genutzt. Die nur noch zum Teil erhaltene Kirche Sankt Servatius gilt als eine der frühesten eingewölbten Basiliken im Rheinland und ist ein geschütztes Kulturdenkmal (Quelle).


Unser Weg führt uns nun nach Neubuchholz, wobei wir immer wieder die K67 kurzfristig als Gehweg nutzen.

Uns ist kein einziges Fahrzeug entgegen gekommen.



Sobald wir Neubuchholz erreicht haben, geht es ein Stück durch den Wald und so hinab nach Glees, wo wir kurz in den Ort wechseln, diesen aber alsbald wieder verlassen.

So gelangen wir wieder in die Höhe und laufen von Glees nach Wassenach.
Schöne Aussichten zwischen Glees und Wassenach



Wir treffen jetzt Ortsausgang Wassenach am Sauerbrunnen auf den ebenfalls erwanderten Traumpfad Höhlen- und Schluchtensteig.



Der Weg führt uns jetzt hinab nach Burgbrohl, wobei wir daher am Wasserfall in der Wolfsschlucht vorbeikommen.



Wer es noch nicht kennen sollte: unbedingt einen Besuch abstatten.


Kurz hinter Wassenach, gespeist u.a. von Mineralquellen,entspringt der Tönissteiner Bach. Zunächst passiert er idyllisch gelegene Forellenteiche, um unmittelbar dahinter mehrere Meter in die Tiefe zu stürzen und sich dann wild schlängelnd seinen Weg bis zum Brohlbach durch vulkanische Aschen zu suchen (Quelle).




Natürlich wieder ein Halt und ein Foto vom vermutlich meist fotografierten Baum in dieser Ecke.


Vor etwa 13.000 Jahren hatte der Laacher Vulkan ein hochexplosives Stadium erreicht. Heiße Glutwolken und Ascheströme ergossen sich in mehreren Schüben nach allen Seiten aus dem Vulkan (Quelle wie vor).
Ein solcher Strom, bestehend aus über 360° C heißen, unverfestigten Aschen, angereichert mit Unmengen an Regenwasser, bedingt durch starke Gewitter, die die Eruptionen auslösten, ergoß sich lawinenartig mit annähernd Schallgeschwindigkeit in nordöstölicher Richtung in das Tal des Brohlbaches, füllte es bis zu einer Höhe von 60 m mit seinen Schlammmassen und folgte ihm bis zu seiner Mündung in den Rhein (Quelle wie vor).


Etwas später treffen wir auf die Klosterruine Tönisstein, die Ruine eines ehemaligen Karmeliterklosters in Bad Tönisstein. Die Klosterruinen sind als Denkmal geschützt.
1802 wurde infolge der Säkularisation das Kloster aufgelöst und verfiel zur Ruine (Quelle). 



Es geht weiter hinab und wir gelangen erneut auf den Quellenweg, dem wir nun bis zur Rhodiusstraße folgen, um von dort zum Wanderparkplatz zu gelangen.
Strecke und Höhen mit Besonderheiten

Fazit:

Ich hatte nicht viel erwartet. Das Teilstück zwischen Burgbrohl vorbei an der Ruine Kloster Tönisstein bzw. dem Wasserfall in der Wolfsschlucht waren mir ja schon von diversen anderen Wanderungen bekannt. Aus diesem Grund habe ich bei der Planung die Trasshöhlen auch ausgelassen.
Gefallen haben mir aber die schönen Aus- und Weitsichten auf der Höhe bei Buchholz und später zwischen Glees und Wassenach.


Track, Übersichtskarte etc.:
 

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