Ehrbachklamm und Schöneckschleife

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Nachdem der Wetterbericht für den heutigen Tag zumindest keinen Regen vorhersagte, stand schnell fest, dass es wieder "on Tour" gehen sollte.

So ging es heute wieder in den Hunsrück, um die noch auf der "to do"-Liste stehende Traumschleife Ehrbachklamm zu erwandern - die ich dann vor Ort noch um die Schöneckschleife erweiterte.

Schöneckschleife ? Ja genau.
Die Traumschleife Ehrbachklamm war ursprünglich 15,3 Kilometer lang.
Zur Aufwertung der ehemals 77 erhaltenen Erlebnispunkte, wurde sie auf etwa 8,5 km gekürzt und erhielt somit bei der nächsten - alle drei Jahre neu stattfindenden Benotung - nunmehr 93 Erlebnispunkte.

Aus den "gekappten" Streckenabschnitten wurde die sogenannte Schöneckschleife.

Ich "warne" vorsorglich vor: es sind ein paar mehr Bilder geworden.



Ich stelle meinen Wagen am Wanderparkplatz der Schleife in Boppard-Oppenhausen ab und gehe mit dem Rüden zunächst den "Zubringer" zum eigentlichen Startportal in knapp 300 m Entfernung.



So stehen wir an der Informationstafel zur Traumschleife Ehrbachklamm, die uns darauf hinweist, dass es die Möglichkeit gibt, den Weg um die Schöneckschleife zu erweitern.
Wenn wir schon einmal hier sind ...



Den ersten Kilometer geht es über freie Fläche.



Nach etwa 1,5 km Wanderung gesamt haben wir dann den Beulslay erreicht ...
 


... von welcher wir einen Blick auf das Ehrbachtal und die im 18. Jahrhundert erbaute Brandengrabenmühle werfen.


Wiederum ein wenig später treffen wir auf die Stierwiese, wo zweckbestimmt Heu und Grünfutter geerntet wurde.
Heute dient es als Platz für Jugendzeltlager.


Nun haben wir sie erreicht, die Ehrbachklamm.

Die Wegbeschilderung war im übrigen fast ausgezeichnet, nur in ganz wenigen Fällen verwirrend, da auch Teile des Saar-Hunsrück-Steiges hier verlaufen.


Erstes Hindernis beim Hundewandern ?

Nicht wirklich. Neben dieser Zweibeinertreppe geht es rechts auf Waldboden sogar einfacher hinauf.


So gehen wir durch die Klamm linksseitig des Ehrbaches entlang.

In einigen Passagen sind Seilsicherungen vorhanden, da der Felsen teils sehr rutschig ist.




Aber es finden sich auch normale Pfadpassagen hier im Wechsel.




Trinkmöglichkeiten zu Hauf für Hunde.


An dieser Stelle fließt ein Bächlein als klitzekleiner Wasserfall den Hang hinab.
Eine Holzbrücke führt über die Furt, an welcher sich auch eine Sitzgelegenheit mit Tisch befindet.

Aber der Rüde hat andere Ideen ;-)



Ohne Zweifel ist die Wanderung direkt am Ehrbach die schönste Wegstrecke dieser Schleife.

Ein paar Holzbrücken gilt es zu begehen.

Die Bohlen sind rutschig und mit einem Abstand zwischen einem und anderthalb Zentimetern angebracht.

Kleinere Hunde bzw. Pfoten sollten eventuell getragen werden.

Im Bereich der Felsen hat der Rüde aufgrund der Nässe leichte Schwierigkeiten, da er immer wieder rutscht.

Also gehe ich rechts von ihm, so dass er sich mit seinem Körper beim gehen anlehnen kann und Halt findet.

Und da er das von der Unterordnung her kennt ...


Erneut eine Brücke, diesmal mit Planken versehen.

Keine Probleme beim Gehen.

Auch an dieser Metallleiter gibt es links die Möglichkeit für Hunde, nach oben zu kommen.

Aber nein: der Rüde legt die Pfoten auf die unterste Stufe und schaut mich an.

Ok. Hintern festhalten und beim Klettern nachschieben.

Immer wieder bin ich überrascht von der Muskulatur meines Rüden. Alle Achtung.

Ich passe nicht auf und rutsche weg. Halte mich schön an einem Fels fest.
Ui. Der war scharf.
Also erst mal den Dreck aus den leichten Schnittwunden entfernen ;-)
Ich bin mir sicher, der Rüde hat "Trottel" gesagt.


Wir treffen auf den Schöneckblick und sehen unser nächstes Ziel auftauchen.

Ein paar Meter weiter gabelt sich dann der Weg und wir gehen auf der Schöneckschleife weiter.


Hierzu dient dann diese Wegekennzeichen.
Ein Aufkleber mit dem neuen Namen befindet sich auf dem ehemals sichtbaren Wort "Ehrbachklamm" - an manchen Stellen auf dieser Schleife findet man aber auch noch das alte Wort.


Zunächst geht es oberhalb der Rauschermühle vorbei und später an der Daubisbergermühle.

Kurz dahinter findet sich dieser Wasserfall.





Das nächste Stück geht es fast gerade weiter ...



... bis wir an dieser Fledermaushöhle vorbeikommen.



Der Weg leitet uns nun links den Weg hinauf bis wir letztendlich über Serpentinen nach oben geführt werden.

An dieser Stelle hilft es nichts mehr.

An dem Fels voraus befinden sich Steigbügel, eine Umgehung ist nicht zu finden.

Also den Rüden hochgehoben und auf die obere Plattform gestellt - kennt er so ähnlich vom Tierarzt. ;-)

Auf der anderen Seite gibt es zwar Metallstufen, aber auch einen Waldhang, den der Rüde nutzt.


Ein kurzer Abstecher zur um 1200 erbauten ehemaligen Reichsburg - nun Schloss - Schöneck.
An mittelalterlichem Baubestand sind Keller und Stützmauern, sowie Türme und ein Teil der Ringmauer erhalten. Zur Bergseite hin befinden sich die Reste des Halsgrabens.



Auch finden wir einen Hinweis auf einen 24 Meter tiefen Felsbrunnen.

In einem Schlenker werden wir um das Schloss herumgeführt und stoßen auch hier auf eine sogenannte Schwedenschanze.

Hier lagerten 1632 Schweden beim Versuch, die Burg zu erobern.



Es geht als nächstes am Insektenhotel des Wanderclubs Hübingen-Windhausen vorbei.

Es folgt eine Freifläche, die wir im Zickzack erwandern um danach wieder auf die Ehrbachklammschleife stoßen.



So erhaschen wir einen ersten Blick auf die Burgruine Rauschenburg, die ursprünglich 1332 als fünfseitige Ringmauer erbaut wurde.




Der Weg wird wieder interessanter und schmaler.



An der Peterslay können wir einen weiteren Blick auf die Umgebung, aber auch auf die Rauschenburg werfen.


Eine Aussicht jagt die nächste. Hier stehen wir auf der Teufelskanzel.

Es geht hier nach rechts hinab, hart an der Kante.


Wir erreichen das Winkelholzköpfchen, an dem sich auch ein Waldkindergarten befindet.

So muss der Rüde an dieser Holzbahn für ein Foto posieren.


Bald haben wir unser Ziel wieder erreicht.

Noch an dieser Holzfigur vorbei und wieder zurück zum Fahrzeug.








Fazit:

Eine etwas anstrengendere Komplettroute, die aber wirklich Spaß gemacht hat.
Die Ehrbachklammschleife hat m. E. die hohe Punktzahl verdient - die Schöneckschleife hatte auch etwas, liegt aber zurück.
Dennoch hat sie es verdient, "miterwandert" zu werden.

Hunde sollten gesund und trittfest sein, sowie unter jederzeitiger Kontrolle stehen.
Es gibt einfach zu viele rutschige, steile und abfallende Wegstücke.

Übrigens: in direkter Nähe (zwei Dörfer weiter) befindet sich die Traumschleife Hasenkammer.


Mein GPS-Track, Übersichtskarte etc. wie immer hier:

Kommentare

lederjack hat gesagt…
Respekt vor der Trittsicherheit deines Rüden. Und sicherlich ist ihm der "Trottel" unbeabsichtigt herausgerutscht. ;)

Es grüßt der Uwä