Ausflug Eifelmuseum Mayen


Was macht man im Urlaub, wenn es seit der Nacht schon regnet und eine Wanderung bzw. eine Motorradtour eher nicht in Betracht kommen ?
Richtig: man macht einen Ausflug.

Diesmal ging es zur Genovevaburg Mayen, um dort das Eifelmuseum mit Deutschem Schieferbergwerk zu bestaunen.



Wir parken direkt im Parkhaus neben der um 1280 erbauten Burg, so dass wir über diese Brücke direkt zur selbigen die Straßenseite wechseln können.

Wir bezahlen den Eintritt von jeweils 6,- € pro Erwachsenen, die sich wirklich gelohnt haben.


Alle Eifel-Themen - die Landschaft, Land & Leute, Glauben & Aberglauben und die Geologie der Eifel - werden in diesem modernen Themenmuseum behandelt. Ein Highlight liegt im Stollensystem unter der Genovevaburg. Im "Deutschen Schieferbergwerk" erfährt der Besucher alles zum Thema "Schiefer" (Quelle).



Eine spannende Zeitreise in die Vergangenheit erwartet die Besucher des einzigartigen Deutschen Schieferbergwerks in der untersten Etage der Burg:
Wo sich vor 400 Millionen Jahren das devonische Meer erstreckte schlängeln sich heute 16 Meter unter der Genovevaburg die verschlungenen Gänge des Schieferbergwerks (Quelle).


Bei einer durchgängigen Temperatur von etwa 14 Grad Celsius geht es durch das 340 Meter lange Stollensystem hindurch.
Das Tragen des Helms bietet sich an, da z. B. im Kriechtunnel die Decke gerade einmal 165 cm hoch ist.


Das Museum ist unterteilt in sieben Themenbereiche:
- Schiefermeer (a)
- Schieferbergbau (b)
- Schieferbearbeitung (c)
- Schieferverwendung (d)
- Schieferhandel (e)
- Schieferstollen (f)
- Schieferraum (g)


Wir erfahren u. a. etwas über die Entstehung des Moselschiefers vor 400 Mio. Jahren (a) , die Gewinnung Untertage (b) , zum Sägen / Spalten / Zurichten (c), das Dachdeckerhandwerk (d), vom Handel mit Moselschiefer (e) und der Historie des Schieferbunkers als Schutzraum im II. Weltkrieg (f).



Thematisch sind Teile des Stollensystems mittels farblicher Lichtbänder am Boden hervorgehoben.

Die Stollen gehen ursprünglich zurück auf einen Luftschutzbunker, der gegen Ende des Zweiten Weltkrieges zum Schutz der Zivilbevölkerung angelegt wurde und Ende 1944 etwa 3.000 Zivilisten Schutz bei Luftangriffen bot. Mayen wurde, insbesondere bei den Luftangriffen vom 12. Dezember 1944 und vom 2. Januar 1945, zu etwa 90 Prozent zerstört (Quelle).



Eine virtuelle Bergwerksfahrt machen wir auch noch mit und gehen eine Etage höher im Keller.



Wir befinden uns nun im zweiten Untergeschoss im Themenbereich Geologie.





Hier "erleben" wir, wie die Eifel "aus dem Wasser kam" und wie sie sich von einer Wüste zur heutigen Vulkanlandschaft wandelte (Auszug Flyer).



Im ersten Obergeschoß treffen wir auf den Themenbereich Landschaft.


Wie sah die natürliche Eifel zu einer Zeit aus, als der Mensch noch Teil des "Ökosystems Eifel" war? Welche Böden, welches Klima sorgten hier für eine eigene, artenreiche Flora und Fauna?(Quelle).




Liebevoll arrangiert und mit vielen Informationen ausgestattet.



Schön fanden wir, dass - vermutlich aufgrund des Wochentages - das Besucheraufkommen sehr gemäßigt war und wir problemlos an die verschiedenen Exponate gelangen konnten.



Wiederum eine Etage höher befinden wir uns im Themenbereich Mensch und Landschaft.



Wie rang der Eifeler der Landschaft Nahrung und Kleidung ab ? Wie bewirtschaftete er die Landschaft ? 


Nicht überfrachtet, etwas zum "mitmachen".

Das gefällt besonders.



Wir machen einen kleinen Abstecher in Richtung Goloturm, dem Bergfried der Genovevaburg.



Hierbei erlangen wir auch einen Blick auf den Innenhof, der für die Burgfestspiele vorbereitet ist.



Hier ein Blick auf einen Teil des Wehrganges der Burg.




Doch zunächst geht es hinauf auf den Goloturm, von welchem wir eine wunderbare Aussicht genießen können (nächstes Bild).




Wieder hinab vom Turm geht es noch in den Teilbereich des Stadtmuseums hinein und anschließend wieder zurück in das Museum selbst.



Wir haben den letzten Themenbereich erreicht: Glaube und Aberglaube.


Für die Eiflia sacra, die religiös geprägte Landschaft der Eifel, zeugen noch heute zahllose Orte und Denkmäler: Kultsteine und -plätze unter freiem Himmel, bis hin zu Tempelruinen, Synagogen und Kirchen (Quelle).







Fazit:

Wieso waren wir da eigentlich nicht schon viel eher gewesen ?
Eine gelungene Ausstellung.
Am meisten hat uns natürlich - verständlicher Weise - die Installation des Schieferbergwerkes beeindruckt.
Ganz klare Empfehlung!

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