Wäller-Tour Bärenkopp Waldbreitbach

[026-15-13.7-351.7-2260.7]


Er floh vor dem Wolf und stieß auf den Bären.
[russisches Sprichwort]

Gestern war ich mir noch unschlüssig, welche Rundwanderung ich heute absolvieren wollte.
Meine Wahl fiel dann heute morgen erst auf die Wäller-Tour Bärenkopf in Waldbreitbach.



Wir parken am großzügig bemessenen Parkplatz Am Mühlenberg 1 in Waldbreitbach, der um 08:00 Uhr morgens noch leer ist.

Hier ist der Startpunkt, allerdings vermisse ich so etwas wie ein offizielles, größeres Tourenschild, wie es bei den Traumschleifen und -pfaden zu finden ist. Laut Rückmeldung des Touristik-Verband Wiedtal befindet sich dieses in der Marktstraße.


Etwas verunsichern doch die unterschiedlichen Wegekennzeichnungen für diesen Weg, da sie nicht durchgehend einheitlich sind und sich auch schon mal auf dem Boden eingezeichnet befinden.
Laut Touristik-Verband Wiedtal sehen sich die Zeichen vom Westerwaldsteig und vom Wiedweg etwas ähnlich… Das Wällertour-W ist mehr geschwungen und hat noch den Querstrich oben drauf.


Es geht am Start auf einem klitzekleinen Teilstück des Westerwaldsteiges los, wobei es hier für eine kurze Strecke etwas steiler auf Höhe geht.



So geht es zwischen dem Westerwaldsteig in der Höhe und dem Wiedwanderweg in der Tiefe auf schmalen Pfaden weiter.

Solche Wege mögen wir besonders.

Viele Sitzgelegenheiten überraschen auf diesem ersten Teilstück der Tour - allerdings sind die meisten Aussichten hier schon zugewachsen und versperren den Blick in die Weite.

Scheinbar wurden sie auch nicht für die offizielle Eröffnung am letzten Wochenende beigeschnitten.



Es geht nun hinab, parallel zum Campingplatz, wobei wir hier eine schöne Weitsicht genießen können.



Diese Brücke führt uns das erste Mal über die Wied ...


... welche wir natürlich ablichten.

Hernach überqueren wir die L255 in einer Kurve. Gerade nach links ist die Landstraße sehr schlecht einsehbar, da Bäume hier die Sicht versperren.
Vorschlag: Spiegel anbringen, wie er auch an manchen unübersichtlichen Ausfahrten zu finden ist.


Es geht wieder in den Wald hinein, wobei wir diesen jüdischen Friedhof passieren, der um 1830 eröffnet wurde.

Mir fällt auf, dass ich auf den Grabsteinen keine Gedenksteine erkennen kann.





Wir laufen jetzt am Hochscheider Bach entlang und werden ihn über diese Holzfurt überqueren.



Ein Abzweig von der Hauptstrecke führt hinter der Brücke nach links zum Weißen Kreuz.





Es lohnt sich, diese "Sackgasse" zu begehen, zumal der Weg ohne wirkliche Höhenunterschiede verläuft. 




Schon sehen wir das Kreuz vor uns auftauchen ...



... und werfen einen Blick hinab in Richtung Ortsrand Waldbreitbach ...




... und in die andere Richtung Bleischeid.


Nachdem wir diesen Abzweig wieder zurückgegangen sind, geht es links stetig in die Höhe.

Vermutlich übersehen wir ein Wegekennzeichen und laufen geradeaus hoch auf die Kuppe.
Ist aber nicht schlimm. Oben geht es dann rechts auf dem Weg weiter und wir treffen wieder auf den eigentlichen Rundwanderweg.



Dieser schmale Pfad mit Geländer führt uns nach links in die Höhe auf schmalem Pfad ...



... bis wir das nächste Kreuz erkennen können.



Wir haben den Bärenkopp mit 304 Meter Höhe erreicht.

Was für eine fantastische Fernsicht!


Es geht nun vom Ortsrand Hochscheid weiter in grobe Richtung Wüscheid an der Landstraße entlang.
Wir haben nunmehr die Waldpassagen hinter uns gelassen und lustwandeln auf der Höhe weiter.


Das tut jetzt gut.
Der bisherige Waldanteil war durch die meist schmalen Pfaden zwar schön zu laufen, allerdings auch - für mich - etwas eintöniger.
Blick in die Ferne



Es folgt ein längeres asphaltiertes Wegestück, bei dem uns eine Gruppe belgischer Wanderer entgegenkommt. Schnell kommen wir ins Gespräch. Mein Rüde hatte es ihnen angetan ;-)

Ich muss  - wegen dem Akzent - an einen - verstorbenen - Freund denken: Emiel van Greveling - genannt Johnny. Ex-Fremdenlegionär. Mach's gut alter Freund.
Blick über den Modellflugplatz




Manchmal sind die Wegekennzeichnungen überfrachtet.

Zu viele Informationen. Vielleicht bin ich auch nur alt ;-)



Wir laufen jetzt auf Glockscheid zu und sehen links unten schon das Marienhaus auftauchen.


Wieder einmal übersehen wir das kleine Wegekennzeichen und laufen kurz falsch.

Macht nichts, machen wir halt von hier ein Foto in Richtung Marienhaus und kehren wieder um.

Es geht den Stationenweg hinab, allerdings geht es nach der Hälfte leicht absteigend nach rechts hinab nach Waldbreitbach.

Persönlich hätte mir die Strecke des kompletten Stationenwegs, überqueren der L255 und kurze Kehre um die Kapelle besser gefallen. 
Laut Touristik-Veband war diese Führung auch erst angedacht, allerdings erschien die Querung der L255 hier zu gefährlich.

So gehen wir ein kurzes Stück entlang der Straße und verlieren erneut das Wegekennzeichen aus den Augen.

Aber auch egal, wir gehen ein kurzes Stück parallel an der Schule vorbei und überqueren ein zweites Mal die Wied.



Wir laufen rechts auf einem Teilstück des Westerwaldsteigs und schauen oberhalb des Sportplatzes hinab nach Waldbreitbach.



Kurz nach dieser vergitterten Höhle weichen wir bewusst vom Weg nach rechts ab und gehen an der Wied entlang zurück.



Noch kurz am Krippenmuseum vorbei.
Rechts daneben befindet sich auch der Parkplatz und wir steigen in das Auto.
Höhenansicht - mit "Verwandern" ;-)

Weiterer Wanderbericht einer Hundewanderin findet sich hier.

Fazit:

Insgesamt eine schöne Mischung aus Wald und Freiflächen, teils auf schmalen Pfaden, teils auf Asphalt, teils auf Graswegen.
Diese Mischungen faszinieren mich immer wieder.
Am besten haben mir persönlich die weiten Aussichten ab Hochscheid gefallen, die bei Sonnenschein vermutlich noch um einiges imposanter wirken.

Die Beschilderung fand ich selber für mich "leicht suboptimal", da das Wegekennzeichen nicht einheitlich auftritt. Mal war es das kleine Wegekennzeichen mit Aufschrift "Bärenkopp / Wällertour", mal das grüne "W" auf weißem Grund, das allerdings auch teilweise dem "Wiedweg-Zeichen" ähnelt.
Mal ging das Zeichen im "Wust" anderer Markierungen unter.
Kann aber auch daran liegen, dass wir ja eigentlich "Speed-Wandern" ;-) oder ich vielleicht bald mal eine Brille brauche.

So oder so.
Die Rundwanderung hat Spaß gemacht und ich kann sie empfehlen.



Track (bereinigt), Wanderkarte, Wegbeschreibung etc.:

Kommentare

Julia hat gesagt…
Klasse Tour, oder ;) Wir sind in ein paar Wochen wieder in der Ecke und machen 5 Tage Urlaub. Bis dahin durchforste ich nochmal dein Archiv. Bestimmt gibt's für uns noch was zum Nachwandern :)
Liebe Grüße
Julia
Hallo Mungo!

Vielen Dank für den schönen Bericht. Freut uns wenn die Tour gefallen hat.

Zu einigen Punkte kurz die Erklärung: Die große Infotafel steht am Startpunkt in der Marktstraße in Waldbreitbach. Da ist auch ein kostenfreier Parkplatz.

Die Wäller Tour ist komplett einheitlich mit einem Zeichen markiert. Die Zeichen vom Westerwald-Steig oder vom Wiedweg sehen sich etwas ähnlich… Unser W ist mehr geschwungen und hat noch den Querstrich oben drauf.

Die Querung an der Kreuzkapelle über die L 255 haben wir erst auch so geplant gehabt. Da die Kurve aber zu gefährlich gewesen wäre haben wir das Stück an den Ortsrand verlegt.

Bis zum nächsten Mal im Wiedtal schöne Grüße aus der Tourist-Information!