Ausflug Erlebniszentrum und Geysir Andernach



Wasser bricht den stärksten Stein.
[Sprichwort] 


Ostersonntag. Sonnenschein, wenn auch kalt.

Heute entschieden wir uns für die Expedition zum "Geysir Andernach"; wobei Expedition für den Besuch des Erlebniszentrums, der Schifffahrt und dem Geysir selbst steht.
Wir parken am Rhein und gehen die wenigen Meter zu Fuß, wobei wir an dieser Kornpforte vorbeikommen, die als wichtigste Anlage der gesamten Stadtbefestigung galt.




1. Erlebniszentrum:

 


Das Erlebniszentrum zum Geysir Andernach befindet sich auf der Konrad-Adenauer-Allee 40 in 56626 Andernach; gegenüber befindet sich die Anlegestelle der MS Namedy.
Selbige wird uns später zum Naturschutzgebiet bringen.



Wir entrichten den - zugegeben bislang teuersten - Eintritt in Höhe von 14,- € pro Person und betreten das Zentrum.



Bei diesem Erlebniszentrum handelt es sich um eine so genannte "Mitmach-Ausstellung", die nicht nur für Kinder ihre Reize bietet.



In vier Bereichen erfahren wir Wissenswertes zu Geysiren und insbesondere zum Andernacher Geysir. Die nachfolgenden Beschreibungen der Bereiche muss nicht mit den Bildern übereinstimmen.


Der erste Bereich trägt den Titel Tiefgang.

Es erwartet uns ein Kohlendioxid-Molekül, welches uns vom "Magma" bis in die "Athmosphäre" den Weg weisen wird.


Begegnung ist der Titel des zweiten Bereiches.

Er symbolisiert und beschreibt die Vorgänge, die entstehen, wenn CO2 auf Grundwasser trifft.



Auswege wurde als dritter Bereich definiert; er versucht die Frage anschaulich zu beantworten, warum ein Geysir ausbricht.





Der vierte und letzte Bereich wurde Über der Erde benannt und beinhaltet einen Einblick in die vulkanische Eifellandschaft.



Es lässt sich schon recht lange in diesem Erlebniszentrum aushalten; seitens des Betreibers sollte man etwa anderthalb Stunden hierfür einplanen.




Hinzu kommen jeweils zwei halbe Stunden Schifffahrt (hin und zurück) und etwa eine halbe Stunde Aufenthalt beim Geysir selbst.


Ein Exponat nahe des Ausgangs der Ausstellung zeigt uns, was wir am Geysir zu erwarten haben.

Noch gemütlich im hauseigenen Shop einen Kaffee getrunken und ein Stück Kuchen gegessen und pünktlich den Anleger im Rhein aufgesucht.





2. Schifffahrt:




Da sich der Geysir "im romantischen Mittelrheintal" auf der Halbinsel Namedyer Werth befindet, wird er mit der MS Namedy angefahren. Das heutige Wetter lädt ein, auf dem Deck zu stehen - auch wenn die Jacke aufgrund der Kälte im Wind schon dicker sein darf ;-).


Und los geht die Fahrt in grobe Richtung Bad Breisig. Ein kleine Unterbrechung findet an einem Anleger in Leutesdorf statt, da die NS Namedy zeitweise auch als Personenfähre zwischen beiden Rheinufern dient.






3. Geysir:


Wir sind an der Namedyer Werth angekommen, einer Halbinsel am Mittelrhein.

Erstmalige Erwähnung fand die Insel 859 angesichts eines Treffens der Könige Karl II. des Kahlen, Ludwig II. des Deutschen und Lothars II. auf der damals namenlosen Insel.
Seit 1985 ist es nach Vorschlag von 1937 als Naturschutzgebiet ausgewiesen, mit dem Schutzzweck der Erhaltung des Auwaldes als Standort und Lebensraum seltener, in ihrem Bestand bedrohter Pflanzen- und Tierarten, insbesondere als Rast- und Brutplatz bedrohter Vögel.
Auf dem Namedyer Werth springt seit 1903 der Namedyer Sprudel, der Welt höchster Kaltwassergeysir. Er war bis 1957 in Betrieb, wurde dann wegen technischer Probleme stillgelegt. Seit dem 7. Juli 2006 darf er nach erneuter Bohrung wieder springen, jetzt unter der Bezeichnung Geysir Andernach (Quelle).






Noch ist es ruhig am Geysir.

Seit dem 7. Juli 2006 springt der Geysir wieder regelmäßig und im freien Zyklus. Nachts wird er zur Sicherheit mit einem Schieber verschlossen, tagsüber kann er aber natürlich springen (Quelle). 

Etwa alle zwei Stunden springt er - wie uns gesagt wird.



Alsbald ist es soweit, mit mächtigem Druck springt er in die Höhe, wobei er zwischen 50 und 60 Metern Höhe erreichen kann.



Am 9. November 2008 wurde der Geysir Andernach offiziell ins Guinness-Buch der Rekorde als höchster Kaltwassergeysir der Welt eingetragen (Quelle).







4. Schifffahrt zurück: 
 




Über den langen Ausleger geht es zurück zur MS Namedy ...





... wo wir auf die restlichen Besucher warten.











Noch ein letzter Blick zurück - nach dem obligatorischen Halt in Leutesdorf.


Fazit:

Ein etwas anderer Ausflug, der jedoch ebenfalls wieder mächtig Spaß gemacht hat und sehr kurzweilig war. Lediglich der hohe Eintrittspreis störte uns etwas.

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