Auf Bergpfaden zwischen Bunte Kuh und Katzenlei

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Wer kennt den Schelm in tiefer Nacht genau?
Schwarz sind die Kühe - so die Katzen grau.
[Zitat: Johann Wolfgang von Goethe]

... oder: von Katzen und Kühen an der Ahr ...


Obwohl für heute Regen gemeldet wurde, hielt uns nichts auf, eine Wanderung hinzulegen.
So kramte ich aus der To-Do-Wanderliste eine schon länger wartende Rundwanderung hervor, die ich mir mittels Basecamp zusammengebastelt hatte.


Wir starten unsere heutige Wanderung in Ahrweiler auf dem Wanderparkplatz zwischen Römervilla und Regierungsbunker.

Der erste Weg führt uns in die Höhe zum Hotel und Restaurant Hohenzollern.


Oben angekommen, folgen wir jedoch nicht dem Rotweinwanderweg (im folgenden: RWW), sondern halten uns links auf den Wanderweg nach Walporzheim.
So werfen wir aus der Ferne einen Blick auf das Kloster Kalvarienberg (hier herangezoomt).



Wir sind jetzt auch gleichzeitig auf dem Weinlehrpfad Ahr unterwegs.


Immer wieder fasziniert der Blick in das Tal hinein, auch wenn das Wetter nicht so wirklich mitspielen will.

Es ist allerdings nur leicht am Nieseln.



Der Niesel hat aber auch einen Vorteil: es war nichts los auf den Weinbergwegen.



Am nächsten Tag beginnt hier der Weinfrühling und die entsprechenden Stände wurden schon aufgebaut.



Bislang war die Wanderung ja gemütlich.
Nun geht es auf den ersten Bergpfad am heutigen Tag.



Es geht jetzt in die Höhe, teils auf Pfaden, teils über Weinbergsmauern hinauf.


Ich bin immer wieder begeistert, wenn ich die gute Muskulatur meines Rüden bewundern kann.

Ohne Schwierigkeiten schraubt er sich in die Höhe, als wäre es nicht.
Und dass, obwohl er in einem halben Jahr neun Jahre alt wird. Weiter so!!!




Schon sind wir an der Aussicht "Bunte Kuh" angekommen.











Die Bunte Kuh ist eine Felsnase an der Grenze vom unteren zum mittleren Ahrtal oberhalb von Walporzheim. Bekannte Literaten wie Gottfried Kinkel und Ernst Moritz Arndt habe den markanten Fels auf ihren Reisen besichtigt, beschrieben und besungen. Dabei entspringt die Felsnase nicht einer Laune der Natur, sondern sie entstand im 19. Jahrhundert bei der Sprengung für den Straßenbau. Die auffällige Nase hat aber auch Fantasie des normalen Volkes zu Sagen und Legenden angeregt. Auch darum, wie es zu dem Namen "Bunte Kuh" kam, ranken sich Anekdoten und Legenden. Eine davon: Französische Soldaten sollen den guten Wein an der Ahr "C'est bon de gout" gelobt und die Walporzheimer Winzer daraus die Worte "Bunte Kuh" gehört haben (Quelle).






 "What goes up - must come down ...".

Direkt hernach geht es über einen weiteren Bergpfad hinab ins Teufenbachtal.



In einer kleinen Schleife geht es um den Försterhof, der durch seine Baulichkeiten besonders auffällt.


Bald sehen wir, was wir uns heute noch antun werden ;-)

Auf dem links sichtbaren Berg befindet sich die "Bunte Kuh". Auf dem mittleren die "Katzenlei".
Dazwischen das Ahrtal.



Doch zuvor machen wir einen klitzekleinen Abstecher zur Fischerley, einer weiteren Aussicht auf das Ahrtal.



Es geht nun wieder abwärts.

Wir nähern uns Marienthal.



So laufen wir alsbald auf die Klosterruine Marienthal zu ...



... und umrunden sie auf dem RWW.



Nachdem wir in Dernau die Ahr überquert haben, halten wir uns links auf dem Ahrtalweg und haben somit den Wendepunkt der Wanderung erreicht.



So geht es zunächst auf dem ausgewiesenen Bergpfad entlang.



Kurz bevor der Ahrtalweg links über eine Brücke führt, gehen wir kurz auf den Wanderparkplatz und dort dann auf einen weiteren Bergpfad.



Der hat es in sich.
Es wird steil und rutschig.

Ich hätte jetzt auch gerne Allrad wie mein Rüde.




Wanderstöcke hätten hier für mich klar zum Vorteil gereicht.



Schon sehen wir sie auftauchen: die Aussicht am Katzenlei.




Wir genießen die - wenn auch heute trübe Aussicht - und sehen auf der anderen Ahrtalseite die Aussicht "Bunte Kuh" liegen.



Es geht auf einem schmalen (Berg-)Pfad hinab nach Walporzheim, wo wir auf dem Ahrsteig weiterwandern.


Das eingangs gesichtete Kloster streifen wir nur am Rande und folgen einem Teilstück des Ahrtalweges, der uns zunächst durch eine Schrebergartensiedlung führt.




Bald schon kommen wir an der Römervilla vorbei, die wir bereits besucht haben und legen die letzten Meter zurück zum Fahrzeug ab.










Fazit:

Trotz des mäßigen Wetter hat sich diese Wanderung durchweg gelohnt.
Auch wenn sie etwas kürzer ist, geht sie in die Waden wie eine längere Wanderung auf eher ebener Strecke.
Das hat Spaß gemacht!


Übersichtskarte, Startpunkte, GPS-Track wieder hier:


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