Laacher See und Steinlehrpfad

[016-15-10.0-217.3-2126.3]


Ein Schiffbrüchiger hat Angst auch vor ruhiger See.
[Zitat: Ovid]


Heute stand eine eher ruhige und kurze Runde mit der Hündin auf dem Plan.
Da sie in letzter Zeit Probleme mit der Hinterhand hatte, sollte es auch möglichst eine ebene Strecke sein.

Bei der Vorbereitung zu dieser Rundtour war mir dann aufgefallen, dass wir schon einige Touren rund um den Laacher See, allerdings noch keine tatsächliche Uferrunde aufgezeichnet haben.
Also stand das Ziel für heute schnell fest.





Wer sich auskennt, findet einen kostenfreien Parkplatz rund um den See.

Man kann auch richtig Geld bezahlen - muss man aber nicht!

Wir starten an der Ecke L113 / L115 auf dem dortigen Wanderparkplatz.



Unser Weg führt uns im Uhrzeigersinn zunächst am Campingplatz und dann am Restaurant Laacher See vorbei.



Bald sind wir jedoch direkt am Ufer des Laacher Sees angelangt und lassen die mystische Stimmung - aufgrund der Witterung und des Nebels - auf uns wirken.



Schon auf dem ersten Wegstück am Ufer kommen wir nicht wirklich weiter, da ich ständig fotografieren muss.


Der letzte Ausbruch des ehemaligen Laacher Vulkans erfolgte etwa 10.930 v. Chr.
Spuren der vulkanischen Tätigkeit finden sich heute noch in der Form vulkanischer Ausgasungen (Quelle).



Der ovale See ist mit rund 3,3 km² der größte See in Rheinland-Pfalz.
Er ist vollständig von einem durchschnittlich 125 m hohen Wall umgeben und weist eine Tiefe von 51 m auf (Quelle wie vor).


Obwohl der Laacher See weithin als das größte Maar der Vulkaneifel gilt, ist er wissenschaftlich gesehen kein Maar und auch kein echter Kratersee, sondern eine wassergefüllte Caldera – ein Einbruchkrater, der nach Entleeren der Magmakammer unterhalb des Vulkankegels durch einen Einsturz entstanden ist (Quelle wie vor).


Der letzte Ausbruch dieses Vulkans, der diese Caldera schuf, fand etwa im Jahr 10.930 v. Chr. statt. Er dauerte nur wenige Tage.
Dabei wurden riesige Mengen vulkanischer Asche und Bims ausgeschleudert, welche die Gegend bis ins Rheintal bis zu sieben Meter dick bedeckte (Quelle wie vor).


Aufsteigendes Kohlenstoffdioxid in der südöstlichen Uferzone des Sees (sogenannte Mofetten) zeigt auch heute noch die vulkanische Aktivität der Region (Quelle wie vor).



Wir erreichen den Steinlehrpfad, der die gesamte Palette der vulkanischen Gesteine aus der  heimatlichen Region vorstellt. 



Natürlich muss ein Modell mit auf das Bild ;-)

Die Abtei  (lat. Abbatia Mariae Lacensis oder Abbatia Mariae ad Lacum oder Abbatia Lacensis) ist eine hochmittelalterliche Klosteranlage. Sie wurde als Abbatia ad Lacum, lat. für „Abtei am See“, später auch Abbatia Lacensis „Die zum See/Laach gehörende Abtei“ zwischen 1093 und 1216 als Stiftung erbaut (Quelle).

Die sechstürmige Klosterkirche, das Laacher Münster, ist eine gewölbte Pfeilerbasilika mit prachtvollem Westeingang, dem sogenannten Paradies (in dieser Art einzigartig nördlich der Alpen) und dem 1859 restaurierten Kreuzgang aus dem Anfang des 13. Jahrhunderts. Sie gilt als eines der schönsten Denkmäler der romanischen Baukunst aus der Salierzeit in Deutschland Quelle wie vor).





Noch ein kurzes Stück zurück in Ufernähe über zwei Holzstege und wir sind wieder am Ausgangspunkt der Wanderung angelangt.


Fazit:

Eine kleine, aber feine Rundwanderung um den Laacher See, die auch nicht anstrengend ist.
Bei allerbestem Wetter sind die Uferwege recht bevölkert.
Die Hündin hatte Spaß und keine Probleme mit den Pfoten. Also alles richtig gemacht.


Empfehlung:

Wer mehr zum Vulkanismus des Laacher Sees erfahren möchte, dem sei auch der Hinweis auf den Ausflug Lava Dome ans Herz gelegt.


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