Das Schweigen der Lämmer

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Man muss durch die Nacht wandern,
wenn man die Morgenröte sehen will.
[Zitat: Khalil Gibran]


Eigentlich war geplant gewesen, heute im Bereich Blankenheim eine Wanderung zu unternehmen.
Dem stand allerdings etwas entgegen - woher dann auch der Titel der Wanderung herrührt.

Sang- aber nicht klanglos hatte mein Fahrzeug - zum Glück im Stand - einen Federbruch am linken Vorderreifen erlitten. So hatte ich also kein Fahrzeug zur Verfügung und bin "stumpf" über die Felder der Grafschaft gewandert.

Es war eine genügsame aber unspektakuläre Wanderung - also nichts Besonderes.
Bei Sonnenschein hätte sie bestimmt auf einem Großteil der Wegstrecke mehr Charme versprüht.



Grafschaft ist eine verbandsfreie Gemeinde im Landkreis Ahrweiler im Norden von Rheinland-Pfalz, unmittelbar an der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen.
Das Gemeindegebiet teilt sich auf elf Ortsbezirke auf, zu denen 16 Ortschaften und zahlreiche Einzelhöfe gehören (Wikipedia).


Historischer Vorläufer und Namensgeber der Gemeinde ist die im 13. Jahrhundert entstandene Grafschaft Neuenahr mit Sitz auf Burg Neuenahr. Dazu gehörten neben den heutigen Stadtteilen von Bad Neuenahr und Gebietsanteilen bei Rheinbach auch die meisten Ortschaften in der heutigen Gemeinde Grafschaft (Quelle wie vor).

Grafschaft ist heute eine durch die Landwirtschaft und die Lage als Wohnstandort zwischen den Arbeitsplatzschwerpunkten im Norden (Bonn) und Süden (Bad Neuenahr-Ahrweiler) geprägte Gemeinde. Aufgrund der geographischen und verkehrstechnisch günstigen Lage haben sich auch einige industrielle Betriebe auf dem Gemeindegebiet niedergelassen (Quelle wie vor).


Solche und ähnliche Aussichten - wenn auch bei schlechterem Wetter heute - werden uns auf unserer Wanderung begleiten.



Wir sind ein gutes Stück der Wanderung auf Höhenwegen unterwegs, die uns immer wieder tiefe Einblicke in die Landschaft vermitteln.



Eigentlich ein schönes Motiv - bei Sonnenschein ;-)



Vor uns liegt der Americh oberhalb von Nierendorf.

Der Steinbruch am Americh zeugt vom Abbau von Basaltstein; bis in die 1970er Jahre wurde die westliche Basaltkuppe abgetragen, die Steine verwendete man überwiegend für den Straßenbau. Die Männer des Dorfes fanden dort zusätzlich zur Landwirtschaft Arbeit (Quelle).

Wir blicken von hier aus auf Nierendorf herunter. Später werden wir ein Stück auf dem asphaltierten Weg gehen, der etwa mittig zu erkennen ist.

Nierendorf ist bereits zur Römerzeit besiedelt gewesen. Erstmals urkundlich erwähnt wird der Ort im Jahre 1117, als die Bürger von Remagen der neu gegründeten Propstei auf dem Berg bei Remagen u. a. Geld und einen Weinberg schenkten. Damals hieß der Ort Nithirindorp (Quelle).
 



Wir sind hinabgestiegen, ein Stück durch den Ort gegangen und sehen den Americh nunmehr in der Ferne (mittig) liegen.





Weiter geht es Richtung Landskrone, die wir mittig erkennen können.
Doch rechtzeitig biegen wir in Richtung Bengen ab.



In der Ferne taucht die Talbrücke Bengen auf.
Es handelt sich hierbei um ein Teilstück der Bundesautobahn 61.



Und noch einmal näher.
Natürlich erhöht sich auch der Lärmpegel auf diesem Teilstück der Wanderung.

Es geht weiter zur Talbrücke Karweiler.

Wir sind in eine Neuverfilmung eines Kinoerfolges hineingeraten.

Das Schweigen der Lämmer.



Und da ist sie: die Talbrücke Karweiler.

Sie verbindet Bad Neuenahr über diesen Zubringer auf die BAB 61.



Im weiteren Verlauf geht es nun erstmals über die BAB 61.



Schon gelangen wir an den Innovationspark Rheinland  - hier baut übrigens HARIBO neu.



Spontan beschließe ich, den Weg noch etwas zu erweitern ...



... und an der Fritzdorfer Windmühle vorbei zu gehen.

Irgendwie hat mein Objektiv ein Knick in der Optik.
Irgendwie sieht Balou geschrumpft aus.

Im Jahr 1842 wurde die Windmühle als dreistöckige steinerne Turmwindmühle (Turmholländer) errichtet. Das Baumaterial, Basalt, Grauwacke und Ziegelsteine, stammte aus der Ruine der verfallenen Burg Sommersberg (Quelle).


Ab der Mühle geht es dann im Grunde genommen bis auf einen Knick nur noch geradeaus über die Felder.

Bald haben wir dann auch wieder den Ausgangspunkt der Wanderung erreicht.





Fazit:

Genügsame und unspektakuläre Rundwanderung ohne besonderen Highlights.
Bei Sonnenschein bestimmt charmanter.


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