Ausflug Mittelrhein-Museum Koblenz


Was macht man, wenn die Frau Geburtstag hat und Regen angekündigt ist:
Richtig. Man entscheidet sich für "Indoor".

So haben wir heute dem Mittelrhein-Museum in Koblenz einen Besuch abgestattet ...
und wurden zudem mit ein wenig Sonnenschein verwöhnt.



Besucht haben wir die Sonderausstellung "Der Rheinfall", die Dauerausstellung und das "Romanticum". Alles zusammen je 12,- € pro Person.
Passenderweise befindet sich direkt ein Parkhaus am Mittelrhein-Museum.


1. Sonderausstellung "Der Rheinfall":

Ausstellungsdauer: 07.03.2015 bis 07.06.2015




Aus einer spektakulären Züricher / Schaffhausener Privatsammlung wird im Mittelrhein-Museum eine Auswahl von ca. 100 Darstellungen mit Ansichten des Rheinfalls – Gemälde, Gouachen, Aquarelle, Zeichnungen und Druckgraphiken – gezeigt (Quelle).


Anhand ein und desselben Motivs lassen sich die Entwicklungen auf dem Gebiet der Landschaftsdarstellung vom 16. Jahrhundert bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts beispielhaft nachzeichnen (Quelle wie vor).



Nun geht es aus dem ersten Untergeschoss hinauf in das Obrgeschoss zur Dauerausstellung.









2. Dauerausstellung:



Der Schwerpunkt der großzügig dimensionierten, rund 1700 m2 umfassenden Dauerausstellung liegt auf der Gemäldesammlung sowie den skulpturalen und kunstgewerblichen Beständen (Quelle).


In chronologischer Abfolge spannt sich der Bogen der Epochensäle von der mittelalterlichen Skulptur über die Malerei des Mittelalters, des Barock, des Klassizismus und der Romantik über die Vertreter der Düsseldorfer Schule bis hin zur Klassischen Moderne und Positionen zeitgenössischer Kunst (Quelle wie vor).



400 Gemälde, 50 Skulpturen, 60 Graphiken und diverse kunstgewerbliche Objekte warten auf die Besucher (Quelle wie vor).



Das Mittelrhein-Museum ist ein Kunstmuseum in Koblenz. Es befindet sich seit 2013 im Forum Confluentes auf dem Zentralplatz (Quelle).
Die Anfänge des Museums gehen auf die Gemäldesammlung des Neuendorfer Pfarrers und Pädagogen Joseph Gregor Lang mit über 200 Werken zurück. Der kunstsinnige Pfarrer Lang hatte in dem räumlich bescheidenen, als Pfarrhaus genutzten Gemeindehaus in Neuendorf eine bedeutende Gemäldesammlung zusammengetragen, die er im Jahr 1834, kurz vor seinem Tod, seiner Heimatstadt Koblenz vermachte (Quelle wie vor).


Bürgerliche Stiftungen, darunter eine des Fräuleins Thekla von Düsseldorf im Jahre 1917, vermehrten den Grundstock. Kurz vor Beginn des Zweiten Weltkriegs erreicht das Schlossmuseum seine größte Ausdehnung (Quelle wie vor).

Zu allem Unglück vielen 1944 Teile der Sammlungen im Erdgeschoss des Schlosses alliierten Luftangriffen zum Opfer.  In den Nachkriegswirren 1945 und 1946 konnte Kohlhoff nur zahlreiche Nachträge wie „Mitnahme durch die Alliierten“ oder „Diebstahl aus dem Depot Ehrenbreitstein“ in seinem Inventar einfügen (Quelle wie vor).


Das Mittelrhein-Museum beherbergt heute mehr als 2000 Jahre Kunst- und Kulturgeschichte des Rheinlandes. Insgesamt befinden sich etwa 20.000 Schätze und Kunstwerke von der Vorgeschichte bis zur Gegenwart, darunter über 1.100 Gemälde, etwa 8.000 Grafiken und Handzeichnungen sowie über 300 Skulpturen und zahlreiche weitere Objekte in dem Museum (Quelle wie vor).




3. Das Romaticum:

 


Hier "entdecken" wir die neue, interaktive Erlebnisausstellung, in der das romantische Mittelrheintal auf rund 800m² mit allen seinen Facetten und Besonderheiten inszeniert wird (Quelle).


Im 2013 eröffneten Romanticum begeben sich die Besucher an Bord eines virtuellen Schiffes auf eine deutschlandweit einmalige multimediale Rheinreise durch das UNESCO-Welterbe „Oberes Mittelrheintal“ (Quelle).

In zehn eigenständigen, unterschiedlich gestalteten Ausstellungsbereichen mit mehr als 70 interaktiven Stationen erleben die Passagiere die einzigartige Landschaft des UNESCO-Welterbes, lernen den Rhein mit all seinen Facetten, Sagen, Sehenswürdigkeiten und Legenden kennen (Quelle wie vor).

 Die Ausstellung bietet an insgesamt 30 Exponaten die Möglichkeit, Informationen aus der Ausstellung auf der Eintrittskarte zu speichern und später zu Hause oder unterwegs abzurufen. Für jeden Besucher wird dazu eine eigene kleine Internetseite erstellt, auf der die gesammelten Inhalte nach dem Besuch gespeichert sind (Quelle wie vor).



Ein kleiner Teil der Ausstellung beinhaltet auch die Werbung für u a. den Rheinsteig, den Rheinburgenweg und auch den Moselsteig.

 An Deck des imaginären Dampfers wartet ein „Sagensuchscheinwerfer“ und beleuchtet spannende Geschichten vergangener Zeiten. In der Kulisse des „Rheintheaters“ tauchen immer wieder Burgen auf, die man mit der „Burgenkamera“ anpeilen kann, um Namen, die Entstehungsgeschichte und weitere Informationen zur Burg zu erhalten (Quelle wie vor). 



Hier bestimmen die Besucher selbst, was sie sehen und hören wollen. Das Romanticum ist eine Erlebnisausstellung in der man selbst kreativ werden kann, basteln, fotografieren und sogar singen: In einem gemütlichen Nebenraum kann man das Loreley-Lied an einem Karaoke-Exponat selbst einsingen und es ertönt durch ein Grammophon wie vor über 100 Jahren (Quelle wie vor).




Jedes einzelne Exponat der Ausstellung ist ein Unikat und eigens für das Romanticum entwickelt (Quelle wie vor).


Im Romanticum begegnet man Persönlichkeiten, die mit dem Rhein eng verbunden waren, von Goethe bis Heine, von Königin Augusta bis Queen Victoria. Man entdeckt die Welt des Rhein-Weins und der kulinarischen Genüsse, die der Fluss und seine Ufer zu bieten haben, oder man lässt sich von der sagenhaften Loreley verzaubern und teilt das Schicksal manches Rheinkapitäns, der ihrer Stimme und ihrer Schönheit für immer verfiel (Quelle wie vor).




4. Zum Deutschen Eck:

 


Zum Abschluss in Koblenz haben wir uns noch an der frischen Luft ein wenig die Beine vertreten und sind - aufgrund der Nähe - noch auf einen Abstecher zum Deutschen Eck gegangenn.

Das Deutsche Eck ist eine künstlich aufgeschüttete Landzunge in Koblenz an der Mündung der Mosel in den Rhein. Im Jahr 1897 wurde hier ein monumentales Reiterstandbild des ersten Deutschen Kaisers Wilhelm I. errichtet, das als Denkmal für die Deutsche Reichsgründung 1871 konzipiert war. Das von der Rheinprovinz in Auftrag gegebene Kaiser-Wilhelm-Denkmal stand in Tradition von vielen zwischen 1888 und 1918 im deutschsprachigen Raum errichteten Denkmälern.
Der Sockel des im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigten Standbildes diente von 1953 bis 1990 als Mahnmal der Deutschen Einheit. Eine Nachbildung der Skulpturengruppe wurde 1993 nach vorausgegangenen kontroversen Diskussionen wieder auf dem Sockel angebracht (Quelle).


Einige Wochen nach dem Tode Kaiser Wilhelms I. im Jahre 1888 entstand in staatlichen wie privaten Kreisen die Idee, dem verewigten Fürsten als Dank für die in drei Kriegen (1864, 1866, 1871) erkämpfte Einigung Deutschlands ein Denkmal zu errichten (Quelle wie vor).


Noch ein Blick auf die Festung Ehrenbreitstein auf der anderen Rheinseite.

Einen Bericht zum Besuch dieser zu einem früheren Zeitpunkt findet sich in diesem BLOG hier.






Fazit:

Ein interessanter und kurzweiliger Ausflug, dank des Wetters auch mit "Aussen" ;-)
Persönlich hat uns das Romanticum am besten gefallen. Gerade für Kinder dürfte dies die interessantere Ausstellung sein.

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