Ausflug LavaDome und LavaKeller


Aufgrund der Wetterlage haben wir beschlossen, heute irgendetwas "inhäusiges" ohne Hunde zu machen.
Kurz überlegt, was in der Nähe auf der To-Do-Liste noch "offen" ist und uns dann für den LavaDome bzw. den Lavakeller in Mendig entschieden.
Und da die Museumslay nur etwa 300 Meter entfernt ist ...

Da es sich um drei einzelne Attraktionen handelt, ist der Bericht und sind die Bilder etwas mehr geworden ...


1. LavaDome:




Der Lava-Dome – Deutsches Vulkanmuseum Mendig ist ein Museum in Mendig, das am 30. Juli 2005 eröffnet wurde und den Vulkanismus in der Region um den Laacher See-Vulkan darstellt (Quelle).



Wir entrichten den Kombinationseintrittspreis für den LavaDome und den Lava-Keller in Höhe von 8,50 € pro Erwachsenen und begeben uns in den zweigeschossigen Bau hinein. 


In einem Raum im Erdgeschoss genießen wir einen multimedialen, computer-animierten Vulkanausbruch.
Erzählt wird die Geschichte zweier Vulkanausbrüche zum einen vor etwa 200.000 km und zum anderen vor etwa 13.000 Jahren.


Unterstützt wird diese Show sowohl durch bewegte Bilder als auch Windeffekte.

Klasse gemacht.



Eine Etage höher befinden wir uns zunächst in der sogenannten Vulkanwerkstatt, die besonders für Kinder interessant sein dürfte, da es einige "Mitmachstationen" - derzeit zehn - gibt.



Wir waren pünktlich zur Eröffnung um 10 Uhr da und hatten zu diesem Zeitpunkt diesen oberen Raum noch für uns alleine.



Insgesamt verfügt der LavaDome über eine Ausstellungsfläche von insgesamt 700 qm.



Mittels Mikroskop können wir hier detaillierte Aufsichten auf diverse Gesteine und Mineralien werfen.




Die Vulkanwerkstatt im Obergeschoss des Museums ist quasi ein kleines vulkanologisches Wissenschaftszentrum.


An den sogenannten interaktiven Versuchs- und Experimentalstationen kann jeder Besucher nachvollziehen, wie Vulkanausbrüche entstehen, und einen Eindruck von den Abläufen im Innern der Erde gewinnen.



Das Lava-Keller-Modell zeigt schon ein wenig davon, wie wir uns den später besuchten Lava-Keller vor vielen Jahren vorstellen können.



Dieses Göbelwerk werden wir später als Nachbau bei der Museumslay wiederfinden.


In einem hinteren Bereich im Obergeschoss befindet sich der Raum "Zeit der Vulkane".

"Sprechende Steine" erzählen von vier großen Vulkanausbrüchen vergangener Zeit







2. Museumsley:

Die erste Führung im Lava-Keller findet um 12:00 Uhr statt.
Wir haben also noch etwas mehr als eine Stunde Zeit und nutzen diese, um die etwa 300 Meter entfernte Museumslay aufzusuchen.




Direkt am Eingang dieses "Freilichtmuseums" finden sich Nachbauten von Grubenbahnen mit echten Loren - so wie diese links ...




... aber auch diese hier.



Hier steht auch das zuvor erwähnte Göbelwerk.
Wie wir später erfahren haben, wurden hiermit Lasten aus der Tiefe mittels eines Pferdes in die Höhe gebracht.



Hier habe ich Euch nur einen kleinen Teil der Sehenswürdigkeiten in diesem Bereich gezeigt.








3. Lava-Keller:

Pünktlich um 12:00 Uhr treffen sich die Kellerbesucher wieder am Eingang des LavaDomes und gehen gemeinsam mit einem "Führer" etwa 250 Meter weiter zum Eingang in den Lava-Keller.




Nachdem wir "behelmt" sind geht es etwa 160 Stufen in die Tiefe bei etwa 7 Grad Celius.



Unten angekommen, werden wir im Kreis rundgeführt und bekommen einige Informationen, wie hier früher gearbeitet wurde.

Interessant fand ich übrigens auch, dass in Rheinland-Pfalz die Uhren wieder anders ticken ;-)

Anders als z. B. in NRW ist der Besitzer des Grundstückes darüber für die Sicherheit im Bergbau verantwortlich.

D. h., das Grundstück und der Besitz und somit auch die Pflichten liegen in der Verantwortung des Besitzers auch in der Tiefe. Daher die Absperrung.



Rechts von dieser Säule befindet sich ein Podest, auf dem wohl auch schon einmal ein Chor ein Konzert gegeben hat.



Insgesamt spannt sich auf einer Fläche von etwa drei Quadratkilometern ein Netz von unterirdischen Felsenkellern.



Übrig geblieben ist heutzutage ein Gewirr von Kellern, die heute besucht werden können.



Mitte des 19. Jahrhunderts wurden - aufgrund der stets gleichbleibenden Temperatur zwischen sechs bis neun Grad - die Keller auch von 28 Brauereien (!) zur Bierlagerung genutzt.


Auch gibt es hier zwei "Hochzeitsräume" für standesamtliche Vermählungen.

Sei es der große ...



... oder der kleinere Raum.



Noch ein letzter Blick mit dem Hinweis, dass Teile der Keller im Krieg auch als Zuflucht genutzt wurden.

Danach geht es entweder die Stufen per Pedes hinauf, oder man kann den Aufzug nutzen.





Fazit:

War wirklich interessant.
Persönlich hätte ich den regulären Eintrittspreis ausschließlich für den LavaDome in Höhe von 6,50 € für zu teuer im Vergleich zu den Attraktionen gehalten (im Vergleich zu diversen bisherigen Ausflügen und Besichtigungen).
In der Version "Kombi-Ticket" (LavaDome und Lava-Keller) für 8,50 € jedoch eindeutig zu empfehlen und auch dann sein Geld wirklich wert.
Die Wartezeit kann man sich dann auch mit dem Besuch des Museumslay vertreiben.
Alles in allem eine klare Empfehlung.

Kommentare