Ausflug Arithmeum Bonn


Es gibt keinen Königsweg zur Mathematik.
[Zitat: Euklid]


Heute bot sich erneut der Besuch eines Museum - dem Arithmeum - in Bonn an.
Es führt den Untertitel "rechnen einst und heute".

Nachfolgend kursiver Text stellt Zitate / Quellen aus Wikipedia (W) oder von Hinweiszetteln des Arithmeums zum jeweiligen Gegenstand (A) dar.

Das Arithmeum ist ein Ausstellungsgebäude im Forschungsinstitut für Diskrete Mathematik der Universität Bonn, welches zur Vermittlung von wissenschaftlichen und technischen Fakten dient. Die Bezeichnung stellt eine Zusammensetzung aus den Begriffen „Arithmetik“ und „Museum“ dar. Das Gebäude liegt an der südwestlichen Ecke des Bonner Hofgartens (W).



Etwas schwieriger ist die Parkplatzsuche am Arithmeum. In der Nähe befindet sich jedoch der Bonner Hauptbahnhof mit vielen Parkplätzen rundum.

Der Eintritt pro Erwachsenen beträgt gerade einmal 3,- €.


Die chronoligische Reihenfolge des Rundganges fängt im 3. Obergeschoß an und endet im Untergeschoß.
Ein Aufzug ist vorhanden


Die ständige Ausstellung „Rechnen einst und heute“ liefert anschauliche Beispiele für die Entwicklung des maschinellen Rechnens. Gezeigt werden neben historischen Rechenmaschinen auch Rechenhilfsmittel wie der Abakus, historische Rechenbücher oder die legendäre Chiffriermaschine Enigma aus dem Zweiten Weltkrieg, sowie nautische und astronomische Messwerkzeuge (W).


Ein Abakus ist ein mehr als 3000 Jahre altes einfaches mechanisches Rechenhilfsmittel.
Der Abakus enthält Kugeln, meist Holz- oder Glasperlen, beim vergleichbaren Rechenbrett kamen auch Münzen (Rechenpfennige) oder Rechensteine (Calculi) zum Einsatz (W).



Gerade als Fotograf faszinieren mich die technischen Geräte als Motiv sehr.



Rechts ein "Taschenrechner", eine Art Klappheft mit hölzernen Rechenschiebern.

Faszinierend.




Einer der "einstigen" Rechenmaschinen.



In dieser Ecke finden sich eine Vielzahl von Rechenmaschinen der Art Abakus.



Einige Rechengeräte - wie dieses hier - sind mit einem  Symbol gekennzeichnet, die angeben, dass sie berührt und bedient werden können.


Die funktionstüchtige Rekonstruktion der Vierspezies-Sprossenradmaschine von Giovanni Poleni arbeitet mit Gewichtsantrieb, den eine Spindelhemmung reguliert.
Bis zu sechsstellige Resultate können berechnet werden (A).


Wir befinden uns nunmehr an den ersten zylindrischen Rechenmaschinen.

Links und unten ist ein Nachbau des Originals aus den Jahren 1700 zu sehen.



Ich bin wieder fasziniert von den Gebilden und ihrer Feinheit.



Wir haben uns jetzt in das Erdgeschoss begeben.
Hier befindet sich auch die größte Ausstellungsfläche.



Bei dieser Staffelwalzenmaschine  (Replica) wurde schon auf die Komprimierung der Bauteile und den verbesserten Einstellmechanismen Wert gelegt (A).




Der Makromodus der Kamera glüht bereits ;-)


Franz Trinks konstruierte diesen ersten, aber erfolglosen Versuch einer druckenden Sprossenradmaschine.
Erst nach 1945 sollte es mit dem "Printing Calculator" gelingen, die Rechenmaschine zum Schreiben zu bringen (A).




Im hinteren Bereich des Erdgeschosses.



Zwischendurch wieder eine Nahaufnahme.

Auf der "Exposition Universelle" in Paris 1889 gewann die direktmultiplizierende Rechenmaschine von Léon Bollée eine Goldmedaille.

Diese Replika zeigt die Version mit halbautomatischer Quadratwurzelfunktion (A).



Erneut ein paar Nahaufnahmen ...



... von verschiedenen ...



... Rechenmaschinen.


Es handelt sich um eine "frühe" Stechuhr zur Erfassung der Arbeitszeiten von Beschäftigten.
Herstellung und Patente gehen auf die 1889 gegründete "Time Recording Company" zurück, die 1911 mit drei weiteren Firmen zu IBM fusionierte (A).


Mechaniker der Firma Klöckner-Moeller haben von 1994 bis 1996 eine funktionstüchtige Replik der ersten Lochkarten-Zählmaschine von Herman Hollerith nach Originaldokumenten hergestellt (A).



Im Untergeschoss finden sich an der Wand eine Vielzahl von Rechenmaschinen unterschiedlicher Hersteller, so auch von Mercedes.


Zum Abschluss noch ...




... ein paar letzte Nahaufnahmen.








Fazit:

Ich hatte mir zuvor von dieser Ausstellung nicht wirklich viel versprochen.
Umso begeisterter war ich, als wir dort waren und die Vielzahl der Exponate bewundern konnten.
Hierzu noch der geringe Eintrittspreis: Ganz klare Empfehlung!

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