Ausflug Haus der Geschichte Bonn


Den letzten Tag des Winterurlaubs haben wir heute dergestalt genutzt, dass wir dem "Haus der Geschichte" in Bonn einen Besuch abgestattet haben.

Um es vorweg zu nehmen: diese Wahl war eine gute Entscheidung gewesen.

Die nachfolgenden kursiven Textstellen sind - sofern nichts anderes erwähnt wird - Zitate aus Wikipedia bzw. der Stiftung zum Haus der Geschichte und können selbstverständlich nicht den Besuch der Ausstellungen ersetzen.




Das Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn ist ein Museum zur deutschen Zeitgeschichte seit 1945. Mit etwa 850.000 Besuchern jährlich ist es eines der meistbesuchten Museen in Deutschland.


Ale erstes stand der Besuch der  Sonderausstellung "Deutsche Gedenktage" an.
Nationale Gedenk- und Feiertage sagen viel über den Umgang einer Nation mit der eigenen Geschichte aus. Sie sollen die Identifikation der Bürger mit ihrem Staat fördern und halten zentrale Ereignisse der Geschichte präsent.



Weiter ging es zur Sonderausstellung "Einwanderungsland Deutschland".
Das Moped des einmillionsten Gastarbeiters, das Kostüm des ersten schwarzen Karnevalsprinzen, die Gasflaschen des gescheiterten "Kofferbombers von Köln": Deutschland als Einwanderungsland hat viele Gesichter und Geschichten, die in der Ausstellung aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt werden.


Der Ford Transit ist ein Kleintransporter des Automobilherstellers Ford. Er wird seit 1965 produziert.
Ich kann mich noch gut an diese Fahrzeuge in Bonn erinnern. Sie wurden meist von türkischen Mitbürgern gefahren - so habe ich es zumindest noch in Erinnerung.


Nunmehr befinden wir uns in der Dauerausstellung, die in verschiedene Zeitabschnitte eingeteilt ist und über mehrere Etagen führt.



Der erste Abschnitt (1945 - 1949) trägt die Bezeichnung
"Last der Vergangenheit - die Teilung Deutschlands".


Bei der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht am 8. Mai 1945 standen US-amerikanische, britische und französische Truppen auf dem Gebiet Westdeutschlands.
Auf der Potsdamer Konferenz im August 1945 teilten die Drei Mächte USA, Sowjetunion und das Vereinigte Königreich das Deutsche Reich in Besatzungszonen auf.




Wir befinden uns im zweiten Abschnitt (1949 - 1955) unter dem Titel:
"Jahre des Aufbaus in Ost und West".





Die Sowjetunion hatte bei der Aufteilung das Gebiet der späteren Deutschen Demokratischen Republik und die deutschen Ostgebiete erhalten, die sie mit der Ausnahme von Nord-Ostpreußen (heute Oblast Kaliningrad) unter Verwaltung der späteren Volksrepublik Polen stellte. 

Sowohl die BRD als auch die DDR stellten eigene Streitkräfte auf und integrieren ihre Armeen in die militärischen Verteidigungsbündnisse NATO und Warschauer Pakt





Sinnbild für Soziale Marktwirtschaft im benannten Zeitraum.



Ein paar Zeitungen kennt man ja doch schon. ;-)





Ein alter VW Käfer von hinten.








Es geht durch die Teilabschnitte "Wirtschaftswunder" ...




... und Arbeitswelt.


An ein paar Haushaltsgeräte meine ich mich erinnern zu können.
Meine Großeltern (geboren in den 1910ern) hatten solche besessen.


Ein weiterer Teilabschnitt im Hauptabschnitt (1955 - 1963) "Kalter Krieg und Vertiefung der Teilung" nennt sich "Mauerbau".

Eines der bekanntesten Bilder des Kalten Krieges zeigt Hans Schumann (*1942, † 1998), einen der ersten Grenzflüchtlinge nach dem Bau der Berliner Mauer.

 

Nunmehr sind wir im folgenden Hauptabschnitt (1963 - 1974) "Kontinuität und Wandel" angelangt.
Die 60er Jahre sind Jahre des Übergangs und der Suche nach neuen Orientierungen.
Auch ein Zeitalter der Studentenproteste.




Verschiedene Ausstellungsstücke.




Hippiezeit ...




Aufbruch zu neuen Grenzen ...




Arbeit und Leben = Heimat ?


Der nächste Zeitabschnitt (1974 bis 1989) handelt von "Neuen Herausforderungen".

Behandelt werden unter anderem die Themen Ölkriese, Arbeitslosigkeit, Wettrüsten ...

Übrigens: es handelt sich um dargestellte DM-Preise ;-)


Etwas verwundert war ich jedoch über den m. E. ausgesondert wirkenden Teil "Terrorismus", der auf mich wirkte, als wenn man ihm nicht allzuviel Aufmerksamkeit schenken wollte.
Er ist ein wichtiger Teil unserer Geschichte und meines Lebens in Bonn.




Zuletzt befinden wir uns im Teilabschnitt "Mauerfall".
 


Doch im Kellergeschoss befindet sich noch der Salonwagen des Bundeskanzlers und der "Adenauer-Mercedes".







Dankenswerterweise besitze ich eine Veröffentlichungserlaubnis der von mir hier gefertigten und verwendeten Bilder durch das Pressereferat der Stiftung.
Ich verfolge mit der Veröffentlichung aber keinen kommerziellen Zweck, sondern möchte "Appetit" anregen, diesem Haus - sofern nicht schon längst geschehen - einen oder eher mehrere Besuche zukommen zu lassen.


Fazit:

Ein riesiges Sammelsurium von Ausstellungsstücken zur Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.
Zu viel, um sie alle auf einmal zu erfassen, aber so viele, dass sich mehrere Besuche lohnen dürften.
Vieles weiß man (sollte man wissen), aber dennoch wird diese Ausstellung nicht langweilig, da sie immer neue Facetten (z. B. Bilder, Gegenstände, Texte ...) aufweist.
Und dann auch noch der kostenfreie Eintritt: Genial.
Obwohl ich dafür auch bezahlen würde. Aber dies kann man indirekt durch eine Spende vor Ort nachholen.


Links:

> Haus der Geschichte Bonn
> Haus der Geschichte bei Wikipedia
> Geschichte der Bundesrepublik Deutschland


Kommentare