Schloss Drachenburg mit Weihnachtsmarkt



„Noch eine Mär weiß ich, die ist mir wohl bekannt:
einen Linddrachen erschlug des Helden Hand
dann badet er in dem Blute. So ward dem Recken wert
die Haut von solcher Härte, dass keine Waffe sie versehrt.“
[Quelle: Aus der dritten Aventüre der Nibelungensage]


Für dieses Wochenende war noch der Besuch eines weiteren Weihnachtsmarktes geplant.
So sollte es heute der Besuch des Weihnachtsmarktes auf Schloss Drachenburg werden.

Angetan hatte es uns ein Text auf der Webseite zum Weihnachtsmarkt der Drachenburg, den ich hier zitieren möchte:

Liebe Gäste,
zur „Einzigartigen Weihnachtszeit“ auf Schloss Drachenburg wurde für Sie ein umfangreiches und vielfältiges Programm zusammengestellt. In unserem Schlosspark erwartet Sie ein abwechslungsreiches Angebot an Marktständen. Lassen Sie Alltagsstress und Massenkonsum hinter sich und tauchen Sie ein in die Welt Ebenezer Scrooges aus der Weihnachtsgeschichte nach Charles Dickens. Wir wünschen Ihnen viel Spaß und gute Unterhaltung.


Wir entschieden uns für die Fahrt mit der zahnradbetriebenen Drachenfelsbahn, die uns inklusive Besuch des Weihnachtsmarktes pro Person 10,- € kostete.




Ich glaube, dass ich als - eigentlich - Ur-Beueler das erste Mal direkt an dem Schloss war.

Zumindest kann ich mich nicht daran erinnern, ob ich als Kind schon einmal mit den Eltern hier war.


Direkt am Eingang werden wir stilgerecht von einem "Ehrenmanne" im Frack und Zylinder begrüßt.

Ob meines Äußeren verkündet er die Anwesenheit eines Normannen ;-)

Das macht schon einmal Spaß ;-)


Teile des Schlosses können auch innen besucht werden.
Allerdings ist das Fotografieren im Gebäude nicht gestattet.

Scheinbar gibt es nur wenige, die sich - wie ich - daran halten.




Eine Bühne ist aufgebaut.
Auf dem Heimweg findet hier auch eine Vorstellung mit dem Titel "Marley & Scrooge" statt.



Von einem Plateau aus schauen wir hinab auf den Rhein in Richtung Bonn.

Mittig ist der Posttower zu erkennen.


Der Grundstein des Schlosses wurde im Jahre 1882 gelegt.
Es wurde in Rekordzeit von 1882 bis 1884 in historistischem Stil als repräsentativer Wohnsitz späteren Baron Stephan von Sarter (1833–1902) gebaut, der jedoch nie in dem Schloss wohnte (Quelle).



1986 wurde Schloss Drachenburg unter Denkmalschutz gestellt und 1990 der Nordrhein-Westfalen-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege unterstellt (Quelle wie vor).


Die Innenräume sowie die Wandmalereien und historistischen Glasmalereien wurden soweit möglich in der ursprünglichen Gestaltung rekonstruiert (Quelle wie vor).




Extra für den Besuch schien die Sonne.
Bereits auf dem Abstieg zog es sich wieder zu.




Unsere Hunde würden sich hier wohlfühlen ;-)




Es passt einfach alles auf dem Gelände.



Während ich beim Zugang auf das Gelände ob der vielen Besucher schon Sorgen hatte, dass es überlaufen wäre, sah es innen aufgrund des weitläufigen Geländes schon ganz anders aus.




Viele lohnende fotografische Details, die abgelichtet werden wollten.




Es fehlt nur noch der Drache selbst ;-)



Mit seiner Fülle von Türmchen, Erkern und Zinnen zitiert das Schloss vor allem mittelalterliche Bauformen. Die reich geschmückte Architektur spiegelt kaiserzeitliche Weltanschauung, Kunst und Kultur wider (Quelle wie vor).





Der Schlosspark gehört als herausragendes Beispiel für das Genre zu den Gründungsmitgliedern der Straße der Gartenkunst zwischen Rhein und Maas und ist in das European Garden Heritage Network eingebunden (Quelle wie vor).





Nach der Schloßumrundung und dem Besuch des Schlossinneren selbst ging es dann auf den auf dem Gelände liegenden Weihnachtsmarkt.




Diverse Waren und Verpflegung werden angeboten; allerdings auch etwas teurer, als auf den bislang von uns besuchten Märkten.





Irgendwie passte alles.




Nach einer Heißverpflegung haben wir dann den Weihnachtsmarkt verlassen ...





... und traten den Rückweg an.




Zurück hätten wir zwar auch mit der Bahn fahren können, allerdings war das Wetter so schön, dass wir per Pedes hinabgestiegen sind.
















Fazit:

Die Kombination aus Schloss, Weihnachtsmarkt und in entsprechender Tracht herumlaufenden Mitarbeitern hat es gebracht. Natürlich hatte auch der Sonnenschein seinen Anteil daran.
Noch ein kleiner Hinweis: Es bietet sich an, die offiziellen Parkmöglichkeiten zu nutzen.
Die Stadt Königswinter und die Abschleppdienste hatten genügend zu tun.

Kommentare

Elke hat gesagt…
Ganz herrliche Fotos von einem wirklich schönen und abwechslungsreichen Ort.

Glück mit dem Wetter hast du auch gehabt. Alles prima :-)