Nürburgring - Südschleife

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Die Vergangenheit ist ein Licht.
Am Eingang der Zukunft aufgestellt.
Um einen Teil der Dunkelheit aufzuhellen.
[Zitat: Samuel Bürde]


Was macht man zu dieser Jahreszeit am Besten, wenn es regnet, man aber nicht auf einen Tag zum Wandern verzichten will ?

Richtig. Man fährt in höhere Lagen. Dort wird meist aus Regen Schnee.
So ging es dann heute erneut zum Nürburgring; diesmal allerdings auf einer Wanderung hauptsächlich entlang der in Vergessenheit geratenden - ehemals knapp 8 km langen - Südschleife.

Um nicht die DSLRs zu gefährden, habe ich mich heute für meine kleinere und besser verstaubarere Systemkamera von Sony entschieden. Dennoch war es teils so heftig am Schneeregnen, dass ich aus Vorsicht nicht so viele Bilder gemacht habe.


Bevor es auf die Südschleife geht, werden noch ein paar Meter entlang der Nordschleife in die Wanderung einbezogen.
Es ist auch ein Stück, welches mir bei den bisherigen Wanderungen noch fehlte.

Ich parke auf dem Wanderparkplatz auf der Quiddelbacher Höhe.


Zumindest habe ich mit meiner Vermutung Recht behalten.

Wenn ich mich nicht vertue, ist es die erste Schneewanderung in diesem Jahr (dank des milden Winters 2013/2014).


Das untere Wegekennzeichen vertritt den ebenfalls schon begangenen Wanderweg "Grüne Hölle", den ich im übrigen fast zur gleichen Zeit im letzten Jahr gegangen bin.



Wir bewegen uns zwischen den Abschnitten Quiddelbacher Höhe, Hatzenbach und Hohenrain.



Im Abschnitt Hatzenbach verläuft der gleichnamige Bach.




Hat schon etwas, dieser Blick.



Eine einzelne Fahrspur ziert den Asphalt.
Für Touristenfahrten ist der Ring zu diesen Jahreszeiten eh gesperrt.


Wenn noch einer ein Geschenk sucht:
ich würde die komplette Nordschleife gerne mal auf der Fahrbahn erwandern - auch wenn mir dann vermutlich aufgrund des ausschließlichen Asphaltes die Füße schmerzen werden, wenn die knapp 22 km erwandert sind. ;-)



Wir haben den Ort Nürburg an der Peripherie gestriffen, gehen über den Bürgersteig der Hauptstraße und landen nunmehr am Ring selbst.




Noch schnell ein obligatorisches Foto vom Kreisel mit der Kontur der Nürburg selbst.


Um nicht direkt an der Bundestraße in diesem Bereich auf dem Fußgängerweg gehen zu müssen, zieht es uns alsbald parallel zur Ortschaft Balkhausen in den Wald hinein.

Nachdem wir den Cotenickelchen passiert haben, geht es gesichert parallel entlang der L94 wieder in Richtung Ring.
Kurz zuvor überqueren wir diese vorsichtig und gehen ein kurzes Stück am Fahrbahnrand der K72 entlang - einem ehemaligen Teilstück der Südschleife.
In Höhe des Baumes auf der linken Seite geht es auf einen Wanderweg.


Die Südschleife war ein 7,747 Kilometer langer Teil der Rennstrecke Nürburgring. Sie wurde zusammen mit der Nordschleife zwischen 1925 und 1927 erbaut (Quelle).




Der Höhenunterschied betrug 143 Meter. An der Strecke war die Fahrbahn 8 Meter breit, im Start-und-Ziel-Bereich 20 Meter (Quelle wie vor).


Die Strecke führte südlich von Start und Ziel durch den Eifelwald der Gemarkung Müllenbach, mit einem Gefälle von bis zu 11 % und Steigungen bis 16 % (Quelle wie vor).


Im Zuge des Baus der neuen Grand-Prix-Strecke am Nürburgring in den Jahren 1983 und 1984 wurde die Südschleife aufgegeben. Ihr Südwestteil ist heute Bestandteil der öffentlichen Kreisstraße K72 (Quelle wie vor).



Wir haben nun den ursprünglichen und original erhaltenen Teil der Südschleife erreicht.

Der nördliche Teil bildet Zufahrtswege zu den Parkplätzen im südlichen Bereich der Grand-Prix-Strecke. Der ehemalige Streckenabschnitt am Bocksberg führt heute durch ein Gewerbegebiet in Müllenbach und trägt dort die Bezeichnung Südschleife als offiziellen Straßennamen (Quelle wie vor).


Ich stelle fest, dass mich nicht nur "Römer" und "Vulkane" fesseln, sondern auch solche - vielleicht für den ein oder anderen banale - Dinge.




Wer es noch nicht bemerkt hat: dieses Bild ziert jetzt das Titelbild bei Facebook ;-)


Noch ein letzter Blick und es geht über den Parkplatz vorbei am Fahrsicherheitszentrum und leider auch ein längeres Stück am Fahrbahnrand der K73 entlang nach Nürburg.
Eigentlich sollte es über einen Wanderweg gehen, der parallel dazu lief und in den Karten verzeichnet war. Diesen Weg gibt es nicht mehr.




Noch ein kurzes Stück und wir sind wieder am Fahrzeug angelangt.








Fazit:

Ich überlege die ganze Zeit, was ich hier zusammenfassend schreiben soll.
Mir hat es Spaß gemacht, entlang der umgewidmeten Südschleife im südlichen Bereich und später auf dem nördlichen ursprünglichen Teil zu wandern. Daher störte mich auch die direkte Nähe zum Ringspektakel selber nicht. Das längere Stück auf der K73 hätte ich gerne vermieden. Sei es drum.
Ist vielleicht nichts zum Nachwandern, es sei denn, man ist auch ein wenig vom Nürburgring "infiziert" ;-)

Noch ein paar interessante Links zur Südschleife bzw. Nürburgring:

- Spiegel, Ausgabe 33 von 1976: Ende der Hölle
- Video von knapp 7 Minuten Länge auf Youtube: Nürburgring Südschleife 2011
- Infos zur Südschleife auf privater Homepage: Südschleife

Nachtrag 21.12.2014:

Der Newsletter von Outdooractive ist draußen und ...

... diese Tour war eine der Toptouren.
Ich belohne mich ja eigentlich durch das Wandern selbst, aber ein bisschen stolz bin ich auch!!!
Lieben Dank an das Team.



Wanderkarte, Track zur Wanderung etc. wie immer hier:


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