Ausflug Museum König Bonn


Nach zwei Tagen mit Wanderungen stand heute Müßiggang auf dem Programm.
Was macht man denn nun zwischen den Tagen, wenn die Weihnachtsmärkte geschlossen haben und neue Attraktionen noch nicht in Sichtweite sind ?

Richtig. Man besinnt sich auf den Besuch eines Museums.
Am bestens eines, welches man in Kinderjahren besucht hat und seitdem nicht mehr dort war.

So eines war schnell in unseren Köpfen gefunden: das Zoologische Forschuungsmuseum Alexander König in Bonn auf der Adenauerallee.

So sind wir heute - natürlich ohne Hunde - dort gewesen.

Die nachfolgenden textlichen Erläuterungen entstammen dieser Quelle.



Das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig (ZFMK) in Bonn ist ein auf rezente Wirbeltiere und Gliederfüßer spezialisiertes Naturkundemuseum des Landes Nordrhein-Westfalen.


Es ist als Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft gleichzeitig Leibniz-Institut für Biodiversität der Tiere und wird von Bund und Ländern gemeinsam finanziert.


Die Forschungseinrichtung entstand aus dem Privatmuseum des Bonner Ornithologen und Universitätsprofessors Alexander Koenig, der dieses 1929 dem preußischen Staat übereignete.



1873 erwarb Leopold Koenig in der Nähe seiner eigenen, heute als Villa Hammerschmidt bekannten Residenz in Bonn eine 1860 errichtete Villa an der Coblenzer Straße, die er 1884 seinem Sohn Alexander aus Anlass dessen Promotion in Zoologie und seiner Hochzeit schenkte.




Am 3. September 1912 wurde der Grundstein des heutigen Hauptgebäudes des Museums Alexander Koenig gelegt.


Nach der Fertigstellung des Rohbaus im Sommer 1914 wurde das Gebäude wegen des Ersten Weltkrieges beschlagnahmt und als Lazarett, nach Kriegsende bis 1926 von Besatzungstruppen genutzt.



Im Zweiten Weltkrieg blieb das Museum Koenig weitgehend unbeschädigt, war jedoch ab 1943 für den Publikumsverkehr geschlossen.


Seit dem 1. Oktober 1953 – der Übereignung durch die Bundesrepublik Deutschland – befindet sich das Museum Koenig im Besitz des Landes Nordrhein-Westfalen.



Mit etwa sieben Millionen Präparaten gehört die naturkundliche Sammlung des Museum Koenig zu den größten Deutschlands.



Das Museum gliedert sich in vier Abteilungen, davon drei Forschungsabteilungen:
  • Abteilung Wirbeltiere
  • Abteilung Arthropoden (Gliedertiere)
  • Abteilung Molekulare Biodiversitätsforschung
  • Abteilung Ausstellungs- und Öffentlichkeitsarbeit


Seit dem Jahr 2004 (Neueröffnung im Oktober 2003) spiegelt auch die Dauerausstellung unter dem Titel „Unser blauer Planet – Leben im Netzwerk“ die Verlagerung des Forschungsschwerpunkts zur Biodiversitätsforschung wider.


Ziel der Dauerausstellung ist, Einblick in die Funktionsweisen von Großlebensräumen zu bieten. Dazu werden überwiegend Großdioramen und inszenierte, naturalistische Landschaftsdarstellungen verwendet.










Die Ausstellung gliedert sich in die Teile:

- Savanne – Das wechselvolle Paradies
- Regenwald – Schatzkammer des Lebens
- Arktis/Antarktis – Leben in der polaren Eiswelt
- Mitteleuropa – Heimat entdecken
- Vogelwelt – Federführende Faszination
- Vivarium – Lebendige Vielfalt



Das Museum vermarktet seine Ausstellung seit 1995 gemeinsam mit benachbarten Institutionen als Teil der Bonner Museumsmeile.


2013 erhielt das Forschungsmuseum für sein Projekt German Barcode of Life Projekt (GBOL), der Erstellung der ersten umfassenden genetischen Nationalbibliothek der Artenvielfalt Deutschlands von der Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen, die Auszeichnung Ort des Fortschritts in NRW.


Mit dem Preis werden Institutionen gewürdigt, die „Ökonomie, Ökologie und Soziales innovativ verbinden und damit Fortschritt für die Gesellschaft ermöglichen“.


Kurzzeitig war das Museum Sitz des Bundeskanzleramts: Konrad Adenauer nutzte das Museum nach seiner Wahl im September 1949 zwei Monate als Dienstsitz – sein Arbeitszimmer war die ornithologische Bibliothek, Kabinettssitzungen wurden im Hörsaal abgehalten.


Das Museum ist heute eine der 18 Stationen auf dem „Weg der Demokratie“, mit dem in Bonn das ehemalige Regierungs- und heutige Bundesviertel historisch-touristisch erschlossen wird.







Fazit:

Eine sehr gute und vor allem auch preislich günstige Wahl, dem Museum nach Jahrzehnten erneut einen Besuch abzustatten.
Vor allem die Dioramen haben es mir angetan. Ein Ort zum Verweilen, zum Innehalten.
Hat Spaß gemacht.

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