Ruine Wensburg

[0070-14-1390-821.7-1737.8]


Sie wissen nicht, dass sie nur die Jagd und nicht die Beute suchen.
[Zitat: Blaise Pascal]

Bei dem schönen Wetter am heutigen Tag habe ich mich für einen Rundweg entschieden, den ich vor kurzem erst anhand von Wanderkarten etc. zusammengebaut hatte.
Demnach sollte er einige Aussichtspunkte während der Wanderung aufbieten.
Leider war dem dann "live" nicht so: die Aussichten waren mit Baumbewuchs zugewachsen.

So lässt sich für heute nur sagen: der Weg war das Ziel.
Leider dann mit zu hohem Waldanteil und auch nur wenigen Besonderheiten auf der Strecke.




Wir starten in Obliers (Kreis Ahrweiler, RLP) und begeben uns gleich auf die etwas mehr als 13 km lange Rundwanderung



Ein kurzes Stück folgen wir diesem Wanderwegekennzeichen, welches uns zur Burgruine Wensburg bringen wird.




Balou freut sich schon auf diese Wanderung.


Eine erste schöne Sicht auf dem Weg macht Lust auf mehr.

Die Wege, die wir gehen werden, sehen nun alle so matschig aus. Ok. Es ist Herbst und wir haben November.



Es geht durch den Wald, der uns hier noch einige Lichtblicke lässt.



Recht schnell stehen wir schon vor einem Zugangstor der Burgruine Wensburg.


Die Ruine der Wensburg, auch Burg Wensberg genannt, ist eine im Lierstal gelegene Burgruine. Die Spornburg steht versteckt im Wald auf einer Bergkuppe südwestlich von Lind im rheinland-pfälzischen Landkreis Ahrweiler und war einst der Mittelpunkt der gleichnamigen Herrschaft (Quelle).

Vermutlich Ende des 13. oder zu Beginn des 14. Jahrhunderts erbaut, wechselte die Anlage von der Familie von Gymnich über die von Helfenstein zu den von Orsbeck. Nachdem 1832 ein Großteil der Bausubstanz abgerissen worden war, unternahm die Besitzerin Louise Scheib zu Beginn des 20. Jahrhunderts Instandsetzungs- und Umbauarbeiten, deren Ergebnis die heute noch erhaltenen Burgreste der frei zugänglichen Ruine prägen (Quelle).

Die etwa 20 mal 40 Meter messende Anlage gliedert sich in zwei Teile: den rechteckigen Kernburgbereich mit seinem Wohnturm und den die Hauptburg zwingerartig umgebenen Vorburgbereich, der von einer Ringmauer aus Bruchsteinen umschlossen wird. Zur Bergseite hin ist er durch einen Halsgraben gesichert (Quelle).
 Die Burg wurde im Jahr 1401 erstmals als „Haus zu Wentzbergh“ urkundlich erwähnt. Es ist aber wahrscheinlich, dass die Gründung der Burg schon am Ende des 13. Jahrhunderts oder zu Beginn des 14. Jahrhunderts stattfand. Indizien für die Datierung liefern die heute noch vorhandenen architektonischen Merkmale wie die Anordnung der Bauten und Architekturdetails wie die Verwendung von Spitzbogentoren (Quelle).

Nachdem die Gebäude 1633 im Zuge des Dreißigjährigen Kriegs durch spanische Truppen zerstört worden sein sollen, kamen sie an die Freiherren von Bourscheid. Eva Katharina von Bourscheid brachte die Burg per Heirat an ihren Mann Franz Friedrich von Lütze(n)rode, dessen Familie sie 1818 mitsamt der Herrschaft an Johann Franz und Franz de Sales Biolley aus Verviers verkaufte (Quelle).


Nach mehrfachen Besitzerwechseln im ersten Viertel des 19. Jahrhunderts kaufte der Weinhändler und Eisenfabrikant Carl Theodor Risch aus Reifferscheid die Burg. Er ließ sie 1832 bis auf die heute noch erhaltenen Reste niederlegen (Quelle).

Durch Erbfolge kam die Burg an die Geschwister Scheib. Louise Scheib ließ die Ruine Anfang des 20. Jahrhunderts instand setzen und sie damit in ihren ungefähren, heutigen Zustand versetzen. Dazu gehörte der Ausbau der Wohnturms und die Aufmauerung der äußeren Ringmauer auf ihre derzeitige Höhe (Quelle).


Anschließend wurde der Besitz an die Düsseldorfer Familie Cramer verkauft. Noch in den 1930er Jahren existierte über dem Eingang des Wohnturms ein Wappenstein, der das Allianzwappen der Familien von Orsbeck und von Frenz inklusiv der Jahreszahl 1614 zeigte (Quelle).


Es geht nunmehr ein langes Wegstück durch den Wald hindurch, bis wir nach NRW gewechselt haben und wieder eine Freifläche vor uns liegen haben.



Wir befinden uns nicht weit entfernt von Rupperath im Kreis Euskirchen.
Im Ort befindet sich ein Handwebmuseum.



Wir bleiben am Waldrand und lassen uns in grobe Richtung Gut Hospelt führen.



Wir folgen dem Wanderweg 2, allerdings nur für ein kurzes Wegstück.


Es ist recht zugig auf dem Weg und auch leicht kalt.

Ja. Ich weiß. Ist schließlich November ;-).



So genieße ich die weiten Aussichten in die Umgebung, da die - im Wald verzeichneten - nichts mehr nutzen, da sie zugewachsen sind.




Aber auch solche Blicke erfreuen mich.



Noch einen letzten Blick in die Ferne, da es nunmehr erneut nur noch durch den Wald gehen wird.


Hier sind wir dann auch direkt in eine stattfindende Jagd hineingeraten, die nicht wirklich ausgeschildert war.

Ich schreibe jetzt nicht, was ich von dieser "ach so wichtigen" Freizeitveranstaltung halte.



So passieren wir mehrere abgelegte Wildschweine - die ich allerdings nicht ablichte.



Endlich öffnet sich der Wald wieder und wir gelangen in Obliers wieder ins Freie.








Fazit:

Nett. Mehr auch nicht.


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Kommentare

Elke hat gesagt…
Schon wegen der Ruine würde ich vermutlich mal hinfahren. Finde ich immer total spannend.

Driss mit der Jagd, das passiert einem mit ein wenig Pech, jetzt andauernd.

Also die Bilder würden mich schon hinlocken, auf deinen Weg, obwohl die Wege schon recht breit sind :-)
Mungo Mungenast hat gesagt…
Merci, Elke!

Obwohl es mit Sicherheit bessere Wegmöglichkeiten geben wird, um die Burg in einer Wanderung einzubauen.
Naturfreund hat gesagt…
Hallo Mungo, ich weis jetzt net wie weit das entfernt ist, aber evtl könnte man auch von Lind aus dort zu dieser Burg? Also ne schleife dorthin, innerhalb unseres Panoramaweges einbauen?

Grüße Markus
Mungo Mungenast hat gesagt…
Bei der "Höhenwanderung Lind" sind wir auf ein Wegekennzeichen vom Burgweg gestoßen.
Von dort ist nicht wirklich weit.

Kann man also "einbasteln".