Wasserfall Dreimühlen und Burg Kerpen

[0061-14-12.5-719.5-1635.6]

Wasser verrinnt, Steine bleiben.
[rumänisches Sprichwort]


Vor kurzem waren wir im Rahmen einer Motorradtour bereits am Wasserfall Dreimühlen gewesen.
Schnell stand der Entschluss fest, dass ich dort eine Wanderung unternehmen wollte.

Heute habe ich dies dann in die Tat umgesetzt.
Es sind ein paar mehr Bilder geworden ;-)





Wir starten unsere Rundwanderung kurz ausserhalb von Nohn, in der Region Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz an dem Wanderparkplatz auf der L69.



Wie immer: beim Start gegen etwa halb zehn Uhr sind wir das einzigste Fahrzeug auf dem Parkplatz.
So gehen wir die ersten Meter über Asphalt.


Bereits nach wenigen hundert Metern kommen wir an der Nohner Mühle vorbei.
Es handelt sich um eine ehemalige Wassermühle, die nunmehr als Seminarort und auch als Café dient.


Kurz hinter der Mühle führt diese schmalere Holzbrücke über den Ahbach.
Wir wechseln auf dieser auf die andere Seite in das Naturschutzgebiet ...


... und gehen nun auf einem Waldweg den Schleifen des Ahbaches entlang. Rechtsseitig befindet sich Sprenggebiet.
Der grüne Kasten vor uns dient als Schutzraum bei Betrieb.



Nach ein paar Biegungen laufen wir nach etwa zwei Kilometer Wanderung auf den Dreimühlenwasserfall zu.


Der Wasserfall Dreimühlen ist ein Wasserfall des Ahbachs in der Gemarkung Üxheim-Ahütte.  Er ist nach der benachbarten Ruine Dreimühlen benannt, an welcher wir im weiteren Verlauf vorbeikommen werden.



Doch zunächst widmen wir unsere Aufmerksamkeit dem besagten Wasserfall selbst.


Drei kleinere Karstquellen mit stark kalkhaltigem Wasser hatten in den zurückliegenden 10.000 Jahren seit der letzten Eiszeit eine mehrere hundert Meter große Kalksinterterrasse geschaffen.
Beim Bau einer Bahnstrecke, die am 1. Juli 1912 eröffnet wurde, fasste man die Quellbäche zusammen und leitete sie unter dem Bahnkörper hindurch (Quelle).
 

An der Stelle, an der der künstliche Bach die Stufe passiert, wächst seither ein Vorsprung , über den das Wasser ins Tal fällt und wenige Meter weiter in den Ahbach fließt.

Der Wasserfall wurde 1938 zum Naturdenkmal erklärt (Quelle).



Wir gehen ein kleines Stück zurück und orientieren uns jetzt an den Wegekennzeichen des Eifelsteiges bzw. der Wasserfall-Runde.

Wir passieren die Kleinstreste der ehemaligen Höhenburg Burg Dreimühlen.

Da es bisher keine Grabungen auf der Burg gab, ist über ihre Historie nur wenig aus schriftlichen Quellen überliefert. Über das ursprüngliche Aussehen hingegen ist nichts bekannt.



Die heute nur noch geringen - unter Denkmalschutz stehenden - Reste von Haus Dreimühlen bestehen im Wesentlichen aus einer noch wenige Meter aufragenden Bruchsteinmauer.




Wir folgen dem Weg, der in diesem Teilstück leider nicht wirklich Besonderheiten aufzuweisen hat.


An dieser Stelle trennen sich der Eifelsteig (er geht nach rechts) und die Wasserfall-Runde (geradeaus).

Wir bleiben auf der Runde.



Zwischendurch ein kleines Highlight, das natürlich dann auch für ein Foto herhalten muss.


Wir treffen nunmehr in Kerpen (Eifel) ein und trennen uns von der Wasserfall-Runde, da wir noch die Burg selbst besichtigen wollen-

So kommen wir an diesem alten Mühlenrad vorbei.




Schon bei der nächsten Biegung sehen wir die (Erlebnis-)Burg Kerpen links oberhalb von uns liegen - ist eine Spornburg auf einem Dolomitsporn in 500 m ü. NN.



Da wir ja extra die Schleife gelegt haben, müssen wir uns die Burg natürlich auch ansehen.
So folgen wir dem Weg nach oben.

Die genauen Anfänge der Burg Kerpen liegen im Dunkel der Geschichte. Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass es sich bei ihrem Erbauer um den 1136 erstmals urkundlich erwähnten Sigibertus de Kerpene oder dessen Sohn Heinrich I. (1142-1177) handelt. Ein genaues Baudatum kann bisher jedoch nicht genannt werden (Quelle).



Im Zuge der Reunionskriege wurden einige Gebäude der Anlage 1682 von französischen Truppen zerstört. Während des Dreißigjährigen Krieges sprengten Soldaten der französischen Armee Burg und Dorf und machten sie dem Erdboden gleich (Quelle).


Die Burg Kerpen ist eine dreiterrassige Spornanlage, die im Norden durch einen etwa 15 Meter breiten Halsgraben zum Berg hin gesichert ist. Der zinnenbewehrte, 23 Meter hohe Bergfried steht auf der ersten, am höchsten gelegenen Terrasse. In seinem obersten Geschoss befand sich früher ein Verlies (Quelle wie vor).

Auf der mittleren Terrasse standen früher Neben- und Wirtschaftsgebäude, die heute nicht mehr existieren. Einziges Relikt aus der mittelalterlichen Zeit ist der 35 Meter tiefe Brunnen in einem Rondellbau (Quelle wie vor).

Die unterste Terrasse ist von einer Umfassungsmauer umgeben, die von starken Pfeilern gestützt wird. Sie beherbergte noch im 17. Jahrhundert einige Neben- und Burgmannenhäuser, ehe diese 1682 von französischen Truppen zerstört wurden (Quelle wie vor).


Oberhalb befindet sich ein Café.

Wir verlassen nun das Burggelände uns begeben uns auf den letzten Teil des Rundweges.



So treffen wir wieder auf den Eifelsteig, dem wir folgen.



Mitten in einer Kurve führt uns ein schmaler Pfad hinab zur Straße.



An einem Parkplatz treffen wir auf den ehemaligen Steinbruch beim Ortsteil Niederehe. Eine Besiedlung der Umgebung ist seit der Zeit der Kelten und später durch die Römer anhand diverser Funde und Ausgrabungen nachgewiesen. 



Zugegeben, dieser Teil des Rundweges macht wieder mehr Spaß, er ist mannigfaltiger und bietet mehr für das Auge.




Wunderschön hier.




Man könnte glatt meinen, man befände sich im Gebirge.


Nach ein paar Schlenkern gelangen wir wieder zurück zur Nohner Mühle und gehen die wenigen Meter zum Parkplatz weiter.








Fazit:

Mit Sicherheit keine "Knaller-Wanderung". Das Gehstück zwischen der Ruine Dreimühlen und der Burg Kerpen ist etwas "langweiliger". Wer das verkraften kann, der dürfte am Ende zufrieden sein. 

Weiterer Link:


Wegekarte, Beschreibung und GPX-Daten:
 

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