Höhenweg Lind

[0059-14-11.1-690.8-1606.9]


Der Nebel ist die schönste Form der Verschleierung.
[Zitat: Klaus Ender]





Auf dieser Wanderung stellte sich von vornherein die Frage, ob sich Panoramawege bei heftigem Nebel ohne Weitsicht wirklich lohnen.
Ich sage einfach mal ja - zumal ich den Weg bereits bei schönem Wetter und grandioser Weitsicht bereits zweimal gegangen war.
Man achtet mehr auf die Umgebung und die schönen "Dinge", die vor dem Nebel liegen.

So sind Nik (ein weiterer Wanderteufel) und ich zusammen mit beiden Hunden hoch nach Lind (Eifel) gefahren und haben den dort verlaufenden "Panoramaweg Lind" um eine Zusatzstrecke verlängert, die uns auch Sichten auf die Burgruine Wensburg erlaubten.
Aufgrund der Zusatzstrecke nenne ich diese Wanderung daher besser "Höhenweg Lind", auch wenn der Großteil der Wanderstrecke besagten Panoramaweg beinhaltet.



Wir starten an der Hochkreuzstraße in Lind (Beschilderung Sportplatz folgen) - an der sich auch ein kleinerer Wanderparkplatz befindet - und gehen den Weg im Gegenuhrzeigersinn.



Dieser Beschilderung werden wir den größten Teil des Weges folgen. Immer noch ist sie an einigen wenigen Stellen nicht vorhanden, so dass sich das Mitführen eines Ausdrucks oder des Tracks anbietet.

Ich selbst bin diesen Weg nunmehr zweimal bei schönem Wetter gelaufen und hätte mir für meinen Wanderkamerade gerne anderes Wetter gewünscht - was ich ihm während der Wanderung bestimmt auch 77x gesagt habe.
Aber da Nik ebenso ein begeisterter Fotograf ist und ein gutes Auge für Motive hat, hat ihn das nicht gestört.



So nutzen wir einfach ein paar Stellen für diverse Bilder.



Der Weg führt uns quasi einmal um den Ort Lind herum, wobei diese "Umquerung" am Anfang des Weges enger liegt.



Und es stimmt tatsächlich. Der Nebel hat dem Panoramaweg nicht wirklich geschadet.
Wenn man nicht weit sehen kann, fällt einem das Interessante am Wegesrand eher auf.



"Familie Kuh" hatte ein Hochzeitsfoto gewünscht.


Ein positiver Farbklecks im grün und grau stellte tatsächlich Nik's Rucksack dar.

So kam Farbe in's Bild.




Nachdem wir Lind im Randbereich durchquert haben, stoßen wir auf ein Teilstück des Ahrsteiges und auf diesen Aussichtspunkt, der heute nur als Fotomotiv dienen konnte.


Aber bekanntlich ist ja der Weg das Ziel.

Und man merkt, dass der Herbst Einzug gehalten hat, auch wenn er sich offiziell noch ein paar Tage kalendarisch Zeit lassen dürfte.


Und wieder hatte der Nebel etwas Positives. Bei den "Schönwetterwanderungen" habe ich nie bemerkt, dass in etwa 200 Meter Abstecher die so genannte Krippenkapelle zu finden ist.

Also schnell eine kleine Schleife gedreht und die relativ neue Kapelle aufgesucht.


2006 löste W. Daufenbach ein altes Versprechen ein und ließ einen Wunsch seiner Mutter wahr werden: Als Dank an Gott für die gesunde Rückkehr ihrer beiden Söhne aus dem Zweiten Weltkrieg ließ er in Lind die Krippenkapelle bauen (Quelle).



Der Ortsteil Lind - an dem auch der Ahrsteig vorbeiführt - nutzt eine eigene Homepage, auf der auch die Tracks der dort angebotenen Wanderwege gelistet sind.

Während der Panoramaweg nach einer gewissen Zeit seinen Scheitelpunkt erreicht ist, gehen wir jedoch weiter, um dem Aussichtspunkt an der Schwanerthütte einen nebligen Besuch abzustatten.
Wir verlängern jetzt den Weg um eine Eigenkreation, die später aber wieder auf den eigentlichen Weg stoßen wird.


So kommen wir nahe an die kurvenreiche Landstraße, betreten dies aber nicht, da ein Waldweg zu den dortigen Wochenendhäusern führt.

Da würde ich mich auch wohl fühlen.



Nach ein paar Kehren (so treffen wir wieder auf die Landstraße, gehen kurz an ihr entlang, um dann wieder scharf links auf einen Waldweg abzubiegen) muss ich einfach wieder ein "Herbstbild" schießen.



Da wir nun etwas tiefer als die Ortlage Lind unterwegs sind und der Nebel versucht, sich in die Höhe zu entfernen, können wir etwas mehr von der Landschaft sehen.




Nik findet derweil weitere Fotomotive.


Wir nähern uns langsam der Ortslage Obliers und sehen hierbei immer wieder den Turm der Ruine Wensburg aus dem Nebel und dem Wald auftauchen.



Man könnte meinen im Allgäu unterwegs zu sein.
Einfach herrlich.



Durch unsere Wegverlängerung kommen wir auch an den örtlichen Wanderwegen mit ihren eigenen Markierungskennzeichen vorbei.




Noch ein letzter Blick in die Ferne ...





... bis wir uns langsam aber sicher wieder dem Ausgangspunkt nähern.







Fazit:

Auch bei Nebel ist diese Gegend einfach nur der Hammer.
Empfehlenswert wäre es aber dennoch beim ersten Mal, sich das entsprechende Wetter auszusuchen.


Frühere Wanderungen (mit besserem Wetter):

> Panoramaweg Lind am 14.06.2013
> Panoramaweg Lind am 11.07.2013



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