Motorradtour Rhein

An den Rhein, an den Rhein,
Gehe nicht an den Rhein,
Mein Sohn, ich rate Dir gut;
Da geht Dir das Leben zu freudig ein,
Da wächst Dir zu wonnig der Mut.
[Zitat: Ferdinande von Brackel]

Eigentlich schon für das letzte Wochenende geplant, aber aufgrund der Witterung verschoben:
Eine Motorradtour am Rhein entlang mit Wendepunkt Rüdesheim.
Und da es in diesem BLOG möglichst einen Bezug zum Wandern haben sollte, habe ich mich entschieden, auf dem Hinweg entlang des Rheinsteiges zu fahren und auf dem Rückweg vorbei am Rheinburgenweg.

Einen Teil der Burgen auf beiden Rheinseiten hatte ich vor Jahren bei einem Betriebsausflug fotografiert.
Diese Bilder sind hier eingefügt.



Nichts dem Zufall überlassen:

> Kfz-Navi
> Outdoor-Navi
> Übersichtskarte Rheinsteig / Rheinburgenweg




Noch schnell Auftanken und an den Geldautomaten, damit dem Ausflug nichts im Wege steht.



Ortsende Bad Breisig geht es mit der Fähre auf die andere Rheinseite nach Bad Hönningen.

In der Ferne sehen wir Schloss Arenfels.


Unspektakulär geht es nun über die Bundesstraße 42 am Rhein entlang in Richtung Rüdesheim.

Ortsende Koblenz auf der anderen Rheinseite sehen wir Schloss Stolzenfels, welches wir vor nicht allzu langer Zeit auch besucht haben (siehe hier).



Nachdem wir Burg Lahneck passiert haben, taucht bei Braubach die Marksburg auf.










Zunächst aber eine kleine Pause in Höhe Osterspai.
Ein Rudel holländische Rennradfahrer rauscht auf dem Fahrradweg mit hoher Geschwindigkeit an uns vorbei.
Mit Frühwarnsstem für die hintereinander fahrenden Sportler.

So lernen wir nur vom Zuhören, dass die Pfähle im Hintergrund "Pfaltjes" genannt werden.







Die Gelegenheit genutzt und noch schnell ein Foto der Maschine gemacht.












Bei Kamp-Bornhofen passieren wir die "feindlichen Brüder", Burg Sterrenberg und Burg Liebenstein.




Und da ja bekanntlich viele Burgen am Rhein zu finden sind, passieren wir alsbald bei St. Goarshausen zunächst die Burg Maus ...




... und wenig später die Burg Katz.




Vorbei an Burg Gutenfels bei Kaub, Ruine Nollig bei Lorch kämen wir theoretisch an der Ruine Ehrenfels vorbei, wenn wir nicht - wie geplant - in Assmannshausen der Beschilderung zum Niederwalddenkmal gefolgt wären.



Wir parken direkt auf dem kostenpflichtigen Parkplatz am Niederwalddenkmal (nur 1,- € für Motorrad) und begeben uns zu Fuß auf die Aussichtsplattformen mit wunderbarem Blick hinab auf den Rhein.



Das Denkmal sollte an die Einigung Deutschlands 1871 erinnern. Planung und Bau dauerten insgesamt zwölf Jahre von der ersten Anregung 1871 bis zur Einweihung am 28. September 1883. Die Bauzeit betrug sechs Jahre (Quelle).

Zuoberst steht die Hauptfigur, die 12,5 Meter hohe Germania, auf einem Sockel vor einem Thron im „altdeutschen Stil“ mit Adlerwangen. Dieser symbolisiert den Kaiserthron. Obwohl das Denkmal als Ganzes gen Süden ausgerichtet wurde, ist ihr Kopf leicht nach links, also östlich gedreht. Damit schaut sie in den Rheingau, Richtung Deutschland. Mit der rechten Hand hält sie die deutsche Kaiserkrone lorbeerumkränzt empor. Die linke Hand umfasst dagegen ein gesenktes lorbeerumwundenes Schwert (Quelle wie vor).

Das Haupt der Germania ist mit Eichenlaub, dem deutschen Attribut, umkränzt und ihr langes Haar weht im Wind. Ihr Körper ist mit einem schweren, faltenreichen Gewand umhüllt, welches mit verschiedenen Ornamenten und Tieren geschmückt ist. Zum Schutz trägt die Germania einen Brustkoller mit aufgeprägtem Reichsadler. Damit sollte sie alles vereinen, was zum damaligen Deutschlandbild gehörte (Quelle wie vor).


Wir entschließen, uns mit der Seilbahn in das Tal bringen zu lassen. Mit der Motorradschutzkleidung erst hinab und später wieder hinauf ist etwas zu warm ;-)

Aber billig war es auch nicht. Berg- und Talfahrt je Erwachsener 7,- €.
Kurz in der Drosselgasse zu Mittag gegessen, wieder hoch zum Motorrad und dann hinab an den Rhein.




Es geht erneut über den Rhein auf die andere Seite nach Bingen.



Es geht nun vorbei an den Burgen Rheinstein, Reichenstein, Sooneck bis wir hier bei Rheindiebach an der Burg Stahleck vorbei fahren.




Bei Sankt Goar machen wir gegenüber vom Loreleyfelsen bei Sankt Goarshausen eine Pause.




Dank neuem Tankrucksack bekommen wir die meisten kleinen Gegenstände und auch die Kamera vernünftig untergebracht.




Kurz hinter Sankt Goar passieren wir die Burg Rheinfels.

Wir setzen die Fahrt weiter vorbei an Boppard, Rhens und Stolzenfels.





Einen kleinen Abstecher noch hoch zum Rittersturz bei Koblenz ...




... auch wegen der weiten Sicht.




Wir verlassen nun die Bundesstraße 9 und begeben uns nach Bassenheim ...



... wo wir noch ein Foto vom Möppel machen, bevor es jetzt an Maria Laach vorbei zurück nach Bad Breisig geht.









Fazit:

Natürlich gibt es - fahrtechnisch gesehen - bessere Fahrrouten, aber es ist schon etwas Besonderes, an den vielen Burgen vorbeizufahren und sich der jeweiligen Geschichte bewusst zu sein.
Rüdesheim ist das Königswinter Hessens, bloß dass in Rüdesheim scheinbar noch Tourismus herrscht.
Alles in allem hat es mächtig Spaß gemacht und wir kamen auf ca. 270 km Fahrstrecke.



Streckenverlauf (hervorgehoben sind Rundwanderungsmöglichkeiten, die ich absolviert habe):

Bad Breisig - Bad HönningenHammerstein - Neuwied - Ehrenbreitstein - Lahnstein - Braubach - Osterspai - St. Goarshausen -  Kaub - Lorch - Assmannshausen - Rüdesheim - Bingen - Bacharach - St. Goar - Hirzenach - Bad Salzig - Boppard - Spay - Rhens - Stolzenfels - Rittersturz - Bassenheim.

Kommentare

Jürgen hat gesagt…
Jede Strecke ist individuell und jede Strecke verbirgt so seine psotiven und negativen Seiten. Bin gerade auch auf einigen Strecken unterwegs und habe verschiedene Eindrücke gesammelt :)

Grüße aus Brixen